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Universität Leipzig ist mit drei Projekten eine Runde weiter in der sächsischen Exzellenzinitiative

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Alt 26.02.2008, 15:00
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Universität Leipzig ist mit drei Projekten eine Runde weiter in der sächsischen Exzellenzinitiative

Die Universität Leipzig kann in der Landesexzellenzinitiative einen ersten Erfolg verbuchen. Folgende drei der sechs eingereichten Antragsskizzen wurden nach vorheriger Begutachtung von einer achtköpfigen Fachjury für die nächste Runde, in der die Vollanträge eingereicht werden, ausgewählt:





1. Medizinisches NeuroZentrum (MedNeZ): Optimierung fokaler Therapien bei Erkrankungen des Zentralnervensystems
Das Zentrum baut auf der vorhandenen hohen neuromedizinischen und neurowissenschaftlichen Forschungskompetenz in Leipzig auf und zielt darauf, diese für die Entwicklung und Optimierung fokaler Therapien bei Erkrankungen des Zentralnervensystems gemeinsam mit den Partnern, insbesondere dem Universitätsklinikum, zu nutzen. Der gesellschaftliche Nutzen der fakultätsübergreifenden Schwerpunktbildung in den Neurowissenschaften liegt auch in der anhaltenden demografischen Veränderung und den akuten und chronischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Demenz oder Depression.
(Sprecher: Prof. Dr. Jürgen Meixensberger/ Prof. Dr. Rudolf Rübsamen


2. LIFE - Leipzig Interdisciplinary Research Cluster of Genetic Factors, Clinical phenotypes and Environment
Ziel ist die Charakterisierung und Identifizierung molekularer und genomischer Schlüsselfaktoren führender Zivilisationskrankheiten unter besonderer Berücksichtigung von Umwelt und Lebensstil. Gemeinsam mit der Wirtschaft sollen daraus Verfahren und Produkte zur Früherkennung, Diagnose und Therapie dieser Krankheiten entwickelt werden.
(Sprecher: Prof. Dr. Joachim Thiery/Prof. Dr. Markus Löffler)


3. Multifunktionale Bausteine, Materialien und Prozesse
Im Mittelpunkt steht die aktuelle und anwendungsrelevante Forschung der Wissenschaftsbereiche Chemie, Physik und Biologie. Bei den chemisch ausgerichteten Arbeiten stehen Moleküle und daraus konstruierte Festkörper und Polymere als neuartige Materialien mit interessanten Eigenschaften und Anwendungen in der homogenen und heterogenen Katalyse im Vordergrund. Die physikalisch ausgerichteten Arbeiten sind u.a. auf die Architektur, Untersuchung und Funktion von dreidimensional geformten Nanostrukturen mit Anwendungen in Biosensorik, Biomanipulation, Photonik und Elektronik fokussiert. Die biologischen Arbeiten beschäftigen sich mit der Zellbiomechanik. Die Forschungen werden durch strukturierte Doktorandenausbildung in der durch die Bundesexzellenzinitiative geförderten Graduiertenschule "BuildMoNa" ergänzt.
(Sprecher/in: Prof. Dr. Marius Grundmann, Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins)


"Wir sind stolz, dass gleich drei Projekte in der vom Freistaat ausgeschriebenen Initiative die wichtige Hürde gemeistert haben und weitergekommen sind. Ich gratuliere den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Namen des Rektoratskollegiums zu ihrem Erfolg", sagte Prof. Dr. Martin Schlegel, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Nun gehe es darum, bis zum 5. Mai die Vollanträge auszuformulieren und beim Wissenschaftsministerium einzureichen. Eine endgültige Entscheidung über die zu fördernden Projekte soll Ende Juli fallen. Auch den Initiatoren der anderen drei Antragsskizzen dankte Prof. Schlegel und ermunterte sie, mit ihm zusammen nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten der Projektideen zu suchen.


Die sächsische Landesexzellenzinitiative will Forschungskomplexe sächsischer Universitäten fördern, die aus mehreren miteinander verzahnten industrienahen Forschungsprojekten bestehen. Zwischen 2008 und 2013 stehen in diesem Rahmen rund 160 Millionen Euro zur Verfügung. Bereits in der Bundesexzellenzinitiative konnte die Universität Leipzig im vorigen Jahr mit der Graduiertenschule "BuildMoNa" einen Erfolg erzielen.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Martin Schlegel
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
Telefon: 0341 97-30020
E-Mail: prorektorf@uni-leipzig.de
<www.uni-leipzig.de/rektorat/prorektorf.html>


Quelle: idw
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