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Universität Heidelberg lädt zum Pressegespräch "Lebensqualität bei Demenzerkrankung" ein

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Alt 14.05.2008, 17:00
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Universität Heidelberg lädt zum Pressegespräch "Lebensqualität bei Demenzerkrankung" ein

Montag, 19. Mai 2008, ca. 13.00 Uhr, Neue Aula der Universität Heidelberg, Grabengasse 3 (Universitätsplatz), 69 117 Heidelberg - Anlass ist der Kongress "Lebensqualität bei Demenzerkrankung - Assessment, Intervention, Ethik und Recht"





Teilnehmer:


* Prof. Dr. Andreas Kruse (Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg)
* Dr. Stefanie Becker (Projektleitung HILDE, Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg)
* Petra Weritz-Hanf (Ministerialrätin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin)
* Heike von Lützau-Hohlbein (Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., München), angefragt
* Dr. Peter Pick (Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V., Essen)
* Prof. Dr. Konrad Beyreuther (Vorsitzender des Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg)
* Prof. Dr. Johannes Schröder (Leiter der Sektion Gerontopsychiatrie der Universität Heidelberg)


Die würdevolle Gestaltung des Lebens eines demenzkranken Menschen in der häuslichen Umgebung oder in einer Einrichtung der Altenhilfe stellt eine große fachliche und ethische Herausforderung dar; sie erfordert ein außerordentliches Maß an Einfühlungsvermögen. Die Erhaltung oder Förderung möglichst hoher Lebensqualität trotz nachlassender Fähigkeiten ist ein zentrales Ziele der Betreuung und Versorgung Demenzkranker. Mit diesem Ziel sind auch bedeutende ethische Fragen angesprochen.


Das am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg entwickelte und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt "Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität Demenzkranker (H.I.L.DE.)" bildet eine Methode, die Lebenssituation demenzkranker Menschen auch im fortgeschritten Stadium zu erfassen und dabei auch weitere pflege- und betreuungsrelevante Merkmale zu berücksichtigen.


Grundlage dafür stellen Daten dar, die über einen Zeitraum von fünf Jahren von mehr als 1600 Bewohnerinnen und Bewohnern aus Pflegeeinrichtung in ganz Deutschland (und im deutschsprachigen Ausland) in einem aufwändigen, mehrstufigen Verfahren gesammelt wurden. Dabei wurde die emotionale Befindlichkeit der Betroffenen in das Zentrum der Analyse gestellt. Mit Hilfe von H.I.L.DE. ist es auch möglich, die Befindlichkeit jener Menschen zu erfassen, die diese verbal nicht mehr ausdrücken können.


Von Anfang an wurden bei der Entwicklung von H.I.L.DE. zahlreiche Vertreter aus der Praxis einbezogen. Entscheidend war hier auch die Frage, inwieweit das Instrument in den Praxisalltag integriert werden und als eine bedeutende Grundlage für die Pflegeplanung verwendet werden kann.


H.I.L.DE. geht bei der Beurteilung der individuellen Lebenssituation demenzkranker Menschen von einer "Syndrom-Orientierung" aus, nach der neben den geistigen Fähigkeiten insbesondere auch körperliche Einschränkungen und Verhaltensauffälligkeiten berücksichtigt werden. Für vier verschiedene dieser "Syndromgruppen" stellt H.I.L.DE. auf einer breiten Datenbasis Referenzwerte zur Verfügung, die als Maßstab für eine dem individuellen Kompetenzprofil angemessene Pflegeplanung dienen sollen.


Das Pressegespräch soll zum einen dazu dienen, einige zentrale Aussagen zur Praxisrelevanz von H.I.L.DE. zu treffen. Darüber hinaus soll die Entwicklung von Qualitätsstandards in der Pflege - und zwar sowohl in der häuslichen als auch in der stationären Pflege - diskutiert werden. In diesem Zusammenhang ist die Perspektive des MDK von großer Bedeutung. Zudem geht es um die Frage, wie Qualität auch in der Versorgung durch Angehörige sichergestellt und kontinuierlich gefördert werden kann.


Ansprechpartner für Journalisten:
Prof. Dr. Andreas Kruse
Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg
Bergheimer Str. 20, 69115 Heidelberg
Tel. Sekretariat: 06221 548181


Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


Irene Thewalt
Tel. 06221 542310, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


Quelle: idw
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