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Universität Erlangen-Nürnberg: Die Bretter, die den Menschen bilden

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Alt 21.06.2006, 12:00
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Universität Erlangen-Nürnberg: Die Bretter, die den Menschen bilden

Brecht sah im Theater eine Lehranstalt für die Menschen. In diesem Sinne beleuchtet das Symposium "Theater statt Schule?!!", wie das Spiel auf den Brettern seine pädagogische Wirkung bei Schülern entfalten, und inwiefern Theater Menschen besser bilden kann als trockene Schulbuchtheorie. Das Symposium findet am Donnerstag, 29. Juni 2006, von 10.00 bis 17.00 Uhr im Oberen Foyer des Erlanger Theaters statt. Das Institut für Theater- und Medienwissenschaft (ITM) der Universität Erlangen-Nürnberg und das Interdisziplinäre Zentrum für Ästhetische Bildung (IZÄB) veranstalten das Symposium im Rahmen des zweiten Treffens der bayerischen Theaterspielclubs in Zusammenarbeit mit dem Theater Erlangen. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Dr. Alfred Vinzl-Stiftung.





Die Referenten stellen theaterpädagogische Projekte aus Deutschland vor und erklären, wie man Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von Theater neue Pers-pektiven des Lernens eröffnen kann. Die Vortragenden sprechen sich für eine engere Verzahnung zwischen Schule, Universität und den örtlichen Kulturbetrieben aus. Der Sprecher des IZÄB, Prof. Dr. Eckard Liebau, nimmt Stellung zum Bildungsauftrag des Theaters und erklärt, wie sich das generelle Anspruchsdenken an das Theater aus geschichtlicher Perspektive verändert hat. Ina Gombert vom Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg spricht über das Bild des Kindertheaters in der Öffentlichkeit und gibt Einblick in die Kunstauffassung von Kindern und Jugendlichen. Leopold Klepacki vom Institut für Pädagogik der Universität Erlangen-Nürnberg und André Studt vom Institut für Theater-und Medienwissenschaft stellen eine Studie zur Rezeption des Schultheaters in der Lokalpresse vor. In ihrer Präsentation geben sie einen Einblick in die fachübergreifende Gestaltung der Ausbildung von Theater-Lehrern im Aufbaustudiengang Darstellendes Spiel. Prof. Dr. Hartwin Gromes vom Institut für Theater und Medien der Universität Hildesheim stellt sein Modell der reflektierten Theaterpersönlichkeit dar, in der er eine wichtige Grundvoraussetzung für die Arbeit von Schauspiellehrern und Theaterpädagogen sieht.


Beiträge aus der praktischen Theaterarbeit liefern Nadja Razewski von der Komischen Oper Berlin, Dagmar Schmidt, künstlerische Leiterin der Schauburg - Theater der Jugend in München und Regisseur Michael Bandt, der im Rahmen des TuSch-Projekts am Deutschen Schauspielhaus Hamburg engagiert war. Nadja Razewski stellt das Hip Hopera Projekt "Cosi fan tutte" vor und vergleicht es mit dem Musikfilm "Rhythm is it!" der Berliner Philharmoniker, Dagmar Schmidt äußert sich über unterschiedliche Methoden in der Theaterpädagogik, und Michael Bandt zeigt, was passiert, wenn Theater-Kunst und Schule zusammentreffen.


Weitere Informationen über das Symposium gibt es auf der Internetseite des ITM unter <www.theaterwissenschafterlangen.de> oder auf der Homepage des Theaters Erlangen unter: <www.theater-erlangen.de/theater_spielen>


Weitere Informationen für die Medien:


André Studt M.A.
Institut für Theater- und Medienwissenschaft
Tel.: 09131 85 29 236
Andre.Studt@thewi.phil.uni-erlangen.de


Quelle: idw
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