Dies ist eine Diskussion zu Tropenholz aus heimischen Wäldern - Wissenschaftler machen Buchenholz haltbar. Sechstes Laborgespräch informiert über modifiziertes Buchenholz für den Außeneinsatz innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Tropenholz aus heimischen Wäldern - Wissenschaftler machen Buchenholz haltbar. Sechstes Laborgespräch informiert über modifiziertes Buchenholz für den Außeneinsatz Mittels einer speziellen Substanz und des zweistufigen Verfahrens der Imprägnierung und Holzvernetzung haben die Forscher erreicht, dass Wasser nicht mehr in dem Maße wie bisher nachteilig auf das Holz einwirken kann. Das Material bleibt form- bzw. dimensionsstabil, d. h., es quillt und schwindet kaum noch unter Einfluss von Feuchtigkeit. Zudem ist es resistenter gegen Fäulnispilze - ein wichtiger Aspekt in punkto Langlebigkeit. Durch die innovative Methode rückt Buchenholz von der schlechtesten Dauerhaftigkeitsklasse V auf die Klasse I und II und bietet somit in allen Bereichen, in denen witterungsfestes Holz gefragt ist, eine langfristige Alternative zu tropischen Holzarten. Das schützt nicht nur den gefährdeten Baumbestand in den Tropen, sondern berücksichtigt auch die Tendenz zur nachhaltigen Waldwirtschaft, die zunehmend auf Mischwälder und einen hohen Anteil an Laubhölzern setzt. Hinter der optimierten Beschaffenheit von Buchenholz steckt eine wasserlösliche Substanz: "Dimethylol dihydroxy ethylene urea" (DMDHEU). Sie reagiert stark mit den freien Hydroxylgruppen der Zellulose und Hemizellulose. Freie Hydroxylgruppen sind ursächlich für die Anfälligkeit des Holzes. Durch einen Wechsel von Druck und Vakuum gelangt DMDHEU in das Innere des Holzes und versetzt es in einen dauerhaft gequollenen Zustand, indem es Vernetzermoleküle an die Hydroxylgruppen bindet. Zusätzliche Hitze und Magnesiumchlorid als Katalysator bewirken, dass sich die Moleküle untereinander oder mit der Zellwand vernetzen. Bei richtiger Koordination der Prozesse behält Buchenholz seine Vorzüge als herausragendes Formholz und gewinnt zudem alle Vorteile des Tropenholzes - eine hohe Dauerhaftigkeit, Dimensionsstabilität, Widerstandfähigkeit und Festigkeit. DMDHEU wird auch in der Textilbranche eingesetzt, um die Qualität von Zellulose zu verbessern. Der Forschungsverbund "Innovative modifizierte Buchenholzprodukte" ist eines von 25 Projekten, die im Förderschwerpunkt "Nachhaltige Waldwirtschaft" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) betreut die wissenschaftliche Begleitung und Koordinierung des Förderschwerpunktes "Nachhaltige Waldwirtschaft", den das BMBF im Zeitraum 2005 bis 2009 mit rund 27 Millionen Euro finanziert. Aufgabe des Koordinierungsbüros am UFZ ist es, auf nationaler und europäischer Ebene ein Netzwerk für Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Der Förderschwerpunkt widmet sich bis 2009 vor allem drei Feldern: Wie kann die Wertschöpfungskette Forst-Holz sowohl gewinnorientiert als auch ökologisch verträglich und sozial gerecht optimiert werden? Wie können Waldlandschaften so genutzt werden, dass die Lebensqualität der Menschen verbessert wird und gleichzeitig die Ressourcen langfristig gewährleistet sind? Wie sieht der Wald der Zukunft aus? Links: Das vollständige Laborgespräch ist auf den Webseiten des Förderschwerpunktes nachzulesen: http://www.nachhaltige-waldwirtschaft.de/fileadmin/Dokumente/Aktuelles/Laborgespraeche/08_Laborgespraech_06.pdf BMBF-Förderschwerpunkt "Nachhaltige Waldwirtschaft": http://www.nachhaltige-waldwirtschaft.de/ Forschungsverbund Innovative modifizierte Buchenholzprodukte http://www.buchenholzmodifizierung.de/ Weitere fachliche Informationen: Andreas Werntze Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Telefon: 0341-235-1816 http://www.ufz.de/index.php?de=12792 oder über: Doris Böhme / Tilo Arnhold Pressestelle Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Telefon: 0341-235-1269 E-mail: presse@ufz.de oder über: Dr. Peter Rademacher Abteilung für Holzbiologie und Holzprodukte / Burckhardt Institut Universität Göttingen, Büsgenweg 4, 37077 Göttingen Tel. 0551-39-3562 Fax 0551-39-9646 http://www.wood.uni-goettingen.de/deutsch/personal.html Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ wurde 1991 gegründet und beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle/S. und Magdeburg rund 830 Mitarbeiter. Es erforscht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt in genutzten und gestörten Landschaften, insbesondere dicht besiedelten städtischen und industriellen Ballungsräumen sowie naturnahen Landschaften. Die Wissenschaftler des UFZ entwickeln Konzepte und Verfahren, die helfen sollen, die natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu sichern. Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). Weitere Informationen: - http://www.ufz.de/index.php?de=14114 Quelle: idw |
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