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Studie zur Sicherheit von Cloud-Computing

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Alt 08.10.2009, 17:00
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Studie zur Sicherheit von Cloud-Computing

Marktübersicht, Einsatzszenarien, Sicherheitsrisiken und Handlungsempfehlungen. Fraunhofer SIT präsentiert Ergebnisse vom 13.-15. Oktober auf der IT-SA in Nürnberg (Halle 6/Stand 547)





Mit Cloud-Computing lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern auch die IT-Sicherheit erhöhen: Gerade kleine und mittlere Unternehmen etwa können von speziellen Cloud-Sicherheitslösungen und dem Wissensvorsprung erfahrener Anbieter profitieren. Große Unternehmen hingegen sollten gut prüfen, ob die Vertragsbedingungen ausreichende Sicherheitsgarantien für den jeweiligen Anwendungsfall bieten, denn Ausfälle und andere Störungen sind im Cloud-Computing keine Seltenheit. Dies ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie, die Sicherheitsrisiken beim Cloud-Computing untersucht hat. Die Studie liefert sowohl einen Überblick über Preise und Funktionen der wichtigsten Cloud-Anbieter als auch detaillierte Risiko-Einschätzungen für unterschiedliche Einsatz-Szenarien. Die Studie lässt sich im Internet unter www.sit.fraunhofer.de/cloud-security bestellen Auf der Messe IT-SA in Nürnberg stellt das Institut die Ergebnisse erstmals öffentlich vor:


Immer mehr Unternehmen nutzen Cloud-Computing und verlagern ihre Daten, Anwendungen und Netze auf Server-Farmen von Anbietern wie Amazon, Google, IBM oder Microsoft. Vorteil: Die Firmen müssen Server und Softwarelösungen nicht selbst anschaffen, sondern mieten die nötigen Kapazitäten für Daten, Rechenleistung und Anwendungen bei professionellen Anbietern. Das spart Geld und Aufwand und sorgt außerdem für hohe Flexibilität. Denn die Leistung des gemieteten Dienstes lässt sich je nach Bedarf variieren.


Aber was passiert, wenn das Angebot ausfällt? Wer garantiert, dass die Firmengeheimnisse auf den externen Servern auch sicher sind? Welche Sicherheitsrisiken entstehen, wenn ein Subunternehmer des Cloud-Service Zugriff auf diese Rechner hat und werden die Daten auf Kommando auch wirklich gelöscht? Solche und ähnliche Fragestellungen sollten Unternehmen klären, bevor sie sich für ein Cloud-Angebot entscheiden. Auf der einen Seite ermöglicht die Strategie des Auslagerns in die Wolke den Unternehmen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Auf der anderen Seite wächst jedoch die Abhängigkeit von externen IT-Systemen, deren Ausfall durch technische Störungen, Malware oder Hackerangriffe nicht nur die Kommunikation, sondern auch ganze Geschäfts- oder Produktionsprozesse lahm legen kann.


"Fast jeder große Anbieter von Cloud-Services hatte in der Vergangenheit einen größeren Vorfall im Bereich Verfügbarkeit oder Sicherheit", berichtet Dr. Werner Streitberger, einer der Autoren der Studie. "Die aktuellen Cloud-Serviceangebote zeigen, dass vor allem im Bereich der Infrastruktur eine Reihe von Sicherheitstechnologien bereits zum Einsatz kommen. In den Bereichen Architektur, Verwaltung und Compliance ist die Unterstützung von Sicherheitstechnologien seitens der Cloud-Anbieter jedoch noch nicht so weit fortgeschritten." Bei der Untersuchung des SIT zeigte sich, dass trotz Risiken kleine und mittlere Unternehmen ihre Sicherheit durch den Einsatz von Cloud-Services erhöhen würden. "Sie können Sicherheitslösungen als Service von spezialisierten Anbietern beziehen und so von deren Erfahrung beim Implementieren und Betreiben von sicheren Services profitieren", erläutert Streitberger.


Große Unternehmen dagegen sollten die Sicherheitsfunktionen eines Cloud-Anbieters individuell prüfen und im Einzelfall entscheiden, ob die angebotenen Sicherheitsmechanismen für den konkreten Bedarf des Unternehmens ausreichend sind. "Die aktuellen Cloud-Serviceangebote zeigen, dass bei Infrastrukturservices eine Reihe von Sicherheitstechnologien zwar bereits zum Einsatz kommen, in den Bereichen Anwendung und Plattform, Management und Compliance erreichen die Cloud-Anbieter die geforderten Schutzziele jedoch teilweise noch nicht", kritisiert Streitberger. Aus Sicht der Compliance können Cloud-Services zwar eingesetzt werden. Jedoch bleibt die Verantwortung der Daten meist beim Cloud-Benutzer, so dass dieser genaue Richtlinien definieren sollte, welche Daten wie in einem Cloud-Service abgespeichert und verarbeitet werden dürfen und welche Sicherheitsfunktionen vorhanden sein müssen.


Eine weitere Schwachstelle sind die Service-Level-Agreements (SLAs), also die Vereinbarungen über die Rechte und Pflichten zwischen den Cloud-Benutzern und Cloud-Anbietern: Die bisher üblichen Vereinbarungen geben nur minimale Garantien der Dienstgüte des Cloud Service. Vor allem Sicherheitsgarantien sind nur rudimentär vorhanden und die dafür nötigen Funktionen durch den Cloud-Anbieter nur unzureichend dokumentiert. "Häufig nimmt die Sicherheit im Angebot nur eine untergeordnete Rolle ein, so dass wir empfehlen, für einen Cloud-Service detaillierte Informationen vom Anbieter anzufordern. Eventuell sollte auch ein Proof-of-Concept, eine Machbarkeitsstudie, vor dem eigentlichen Einsatz realisiert werden", sagt Streitberger.


Weitere Informationen:
- http://www.sit.fraunhofer.de/cloud-security

Quelle: idw
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