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| Preis für innovative Forschung in der Lehrerbildung Prof. Dr. Sabine Martschinke, Dr. Eva-Maria Kirschhock und Meike Munser-Kiefer vom Institut für Grundschulforschung werden für ihr Projekt zur Förderung von Textverständnis bei Grundschülerinnen und -schülern ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde am Donnerstag, 6. November 2008, in München verliehen. Das prämierte Forschungsprojekt basiert auf dem "Leseprofitraining", das zentrale Lesestrategien für Grundschüler vermittelt und maßgeblich von Dr. Kirschhock und Meike Munser-Kiefer entwickelt und evaluiert wurde. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich die vermittelten Lesestrategien bereits im Grundschulalter gut fördern lassen und sich positiv auf die Lesekompetenz (auch in anderen Fächern) auswirken. Solche Lesestrategien zum besseren Textverständnis werden in der Grundschule selten systematisch gelehrt und noch seltener empirisch untersucht. Es gibt nur einige wenige Studien im Bereich der Sekundarstufe, die sich in Interventionsstudien damit befassen. Daher schließt dieses Forschungsprojekt aus dem Institut für Grundschulforschung eine Lücke. Kinder in der Lehrerrolle Da sich das Förderprogramm aus mehreren Trainingsmodulen zusammensetzt, ist eine Anpassung an die Bedürfnisse der jeweiligen Klasse möglich. Eine weitere Besonderheit bietet der methodische Ansatz "Lernen durch Lehren", bei dem die Kinder abwechselnd in die Lehrerrolle schlüpfen und zunehmend selbstständig die erlernten Strategien und Arbeitstechniken anwenden. Das Trainingsprogramm wurde in Zusammenarbeit mit Lehrkräften aus der Schulpraxis kontinuierlich weiterentwickelt. Studierende erhielten im Sinne des forschenden Lehrens - einer aktuell forcierten Methode der Hochschuldidaktik - vielfältig Gelegenheit, Praxiserfahrungen zu sammeln und einen kritisch-reflektierten Blick für die Inhalte der Lehr-Lernforschung zu entwickeln. So können neue Erkenntnisse aus Psychologie, Pädagogik und Unterrichtsforschung in die Schulwirklichkeit Einzug halten. Die positiven Rückmeldungen der beteiligten Lehrerinnen zeugen von der hohen Akzeptanz der Inhalte und Vermittlungsmethoden des Trainingsprogramms. In Seminaren und Fortbildungen werden die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt bereits weitergegeben, so dass die Ergebnisse dieser empirischen Studie ihre Praxisrelevanz entwickeln können. Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.000 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel "familiengerechte Hochschule". Weitere Informationen für die Medien Prof. Dr. Sabine Martschinke Tel.: 0911/5302-532 martschinke@ewf.uni-erlangen.de Quelle: idw |
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