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| Physikerin an der Freien Universität erhält 1,65 Millionen Euro Cinzia Casiraghi wird für ihre Arbeit "Ein- und zweidimensionaler Kohlenstoff für schnellere PC-Prozessoren" ausgezeichnet. Die Physikerin erforscht, wie sich aus Graphen durch Stapeln einzelner Schichten Graphit entwickelt oder wie man durch Aufrollen von Graphen Kohlenstoffnanoröhrchen erhält. Damit rücken Anwendungen der neuen Nanomaterialien etwa in schnelleren und energieeffizienteren elektronischen Transistoren näher. Nanoröhrchen aus Kohlenstoff gehören zu den verheißungsvollsten Entdeckungen der modernen Materialforschung. Sie bestehen aus Graphen, einer erst 2004 entdeckten neuen Form des Kohlenstoffs mit erstaunlichen Eigenschaften: In Kohlenstoffnanoröhrchen können sich Elektronen massefrei und damit widerstandsfrei bewegen. Für den Einsatz in leistungsfähigeren Halbleitern wären sie damit wie geschaffen. Wie die besonderen physikalischen Eigenschaften entstehen, konnte die Forschung bislang nicht herausfinden. Fest steht nur, dass sie mit der Form, Größe oder Struktur der verschiedenen Nanosysteme zu tun haben - vom dreidimensionalen Graphit über zweidimensionale Graphen bis zu den eindimensionalen Kohlenstoffröhrchen. Cinzia Casiraghi ist 1975 in Italien geboren und hat an der Politecnico di Milano Kernenergietechnik studiert. Sie wurde 2005 im Fach Elektrotechnik an der Universität Cambridge, Großbritannien promoviert und blieb dort zwei Jahre lang als Oppenheimer-Stipendiatin. Als Humboldt-Stipendiatin forscht sie seit 2007 in der Arbeitsgruppe der Experimentalphysikerin Professor Stephanie Reich an der Freien Universität Berlin, deren Forschungsvorhaben kürzlich mit 1,1 Millionen Euro durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert worden ist. Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt zum vierten Mal den mit bis zu 1,65 Millionen Euro dotierten Sofja Kovalevskaja-Preis an junge Spitzenforscher, die damit in einer ungewöhnlich frühen Phase ihrer Karriere Risikokapital für innovative Projekte erhalten. Sie bauen an deutschen Gastinstituten eigene Forschungsgruppen auf und forschen dort über fünf Jahre. Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Cinzia Casiraghi, Telefon: 030 / 838-52988 / -56232, E-Mail: cinzia@physik.fu-berlin Quelle: idw |
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