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Persönliches Budget für Behinderte

Dies ist eine Diskussion zu Persönliches Budget für Behinderte innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft

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Alt 27.04.2009, 15:00
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Persönliches Budget für Behinderte

Am Beispiel der Stadt Schwerin hat die Wismarer Studentin Madleen Duberatz Auswirkung von Gesetzesänderungen und deren Umsetzung in Bezug auf das Persönliche Budget von behinderten Menschen untersucht. Mit ihrer Arbeit zeigt sie, dass das Persönliche Budget in der Tat ein geeignetes Instrument ist, um die gleichberechtigte Teilhabe am Leben für Menschen mit Behinderungen zu fördern und ihre Wunsch- und Wahlrechte zu konkretisieren.





Das eigene Geld im eigenen Portemonnaie, das ist für die meisten Menschen alltägliche Wirklichkeit. Anders sieht es hingegen für Menschen mit Behinderungen aus. Für viele von ihnen ist es Alltag, dass festlegt wird, was mit ihnen und ihrem Geld geschieht.


Mit der Einführung des Neunten Buchs des Sozialgesetzbuchs (SGB IX), dem Behindertengleich-stellungsgesetz (BGG) und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen. Menschen mit einer Behinderung sollten nicht länger Objekte einer Versorgung sein, sondern möglichst selbst bestimmt über ihre Lebensführung und die Teilhabe am Leben der Gesellschaft entscheiden können. Ein Instrument, das dies ermöglichen soll, ist das so genannte Persönliche Budget, bei dem der behinderte Mensch selbst bestimmt und im Rahmen seines Bedarfs entscheiden kann. Seit dem 1. Januar 2008 besteht auf Leistungen in Form eines solchen Budgets ein Rechtsanspruch.


"Obwohl die Erfahrungen mit diesem Instrument in anderen europäischen Ländern sehr positiv sind, tut sich Deutschland mit diesem Konzept noch schwer", so Madleen Duberatz. Vor diesem Hintergrund hat sie im Studiengang Management sozialer Dienstleistungen der Hochschule Wismar, die Umsetzung dieses Konzeptes am Beispiel der Stadt Schwerin untersucht. Im Rahmen ihres Forschungsprojektes gelangte die 28-Jährige zu dem Ergebnis, dass das Persönliche Budget in der Tat ein geeignetes Instrument ist, um die gleichberechtigte Teilhabe am Leben für Menschen mit Behinderungen zu fördern und ihre Wunsch- und Wahlrechte zu konkretisieren. Zugleich existieren hier aber nach wie vor Hürden, die es zu überwinden gilt, worauf in der Studie ebenfalls hingewiesen wird.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Jost W. Kramer, Tel.: (03841) 753 441 bzw. E-Mail: jost.kramer@hs-wismar.de.


Weitere Informationen:
- http://www.wi.hs-wismar.de/fbw/aktue...ussionspapiere

Quelle: idw
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