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Patientin mit Verdacht auf Ebola-Infektion am UKE isoliert - Gefährung der Bevölkerung ausgeschlossen

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Alt 17.03.2009, 16:00
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Patientin mit Verdacht auf Ebola-Infektion am UKE isoliert - Gefährung der Bevölkerung ausgeschlossen

Eine Wissenschaftlerin des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg hat sich am 12. März bei Arbeiten im Hochsicherheitslabor des Instituts durch eine Nadelstichverletzung trotz Schutzkleidung möglicherweise mit Proben des Ebola-Virus kontaminiert.





Sie wurde am selben Tag im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) untersucht und hat sich am folgenden Tag vorbeugend im Behandlungszentrum für hochkontagiöse Erkrankungen des UKE aufnehmen lassen. Da sie keine Symptome zeigte, bestand zu dieser Zeit keinerlei Ansteckungsgefahr und somit keine Gefahr für Kontaktpersonen.
In Anbetracht der hohen Sterblichkeit des Ebola-Fiebers, die bei dem vorliegenden Virustyp bei 90 Prozent liegt, und des Fehlens anderer Möglichkeiten der Vorbeugung oder Behandlung wurde in Abstimmung mit internationalen Experten entschieden, ihr einen sogenannten individuellen Heilversuch mit einem Impfstoff zu empfehlen, der in den USA präklinisch erfolgreich angewandt worden ist. Mit Zustimmung der Patientin wurde die Impfung am Morgen des 14. März vorgenommen. Der Impfstoff besteht aus einem harmlosen Trägervirus, in das gentechnisch Teile des Ebola-Virus eingebaut wurden.
24 Stunden nach Verabreichung des Impfstoffs trat bei der Geimpften Fieber auf, eine erwartete Impfreaktion. Da allerdings auch eine Ebola-Erkrankung mit Fieber beginnen würde und Fieber den Beginn der Ansteckungsgefahr anzeigen würde, musste aus Vorsicht der Verdacht einer Erkrankung ausgesprochen werden, und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen mussten eingeleitet werden. Die Patientin wurde am Sonntag, 15. März, unverzüglich in eine für derartige Fälle im UKE vorgehaltene Isoliereinheit verlegt.
Inzwischen wurde begonnen, durch kontinuierliche Blutuntersuchungen mit hochsensitiven molekulargenetischen Methoden zu ermitteln, ob die aufgetretene Temperaturerhöhung auf die erwartete Vermehrung des harmlosen Impfvirus oder ein Erscheinen des Ebola-Virus zurückzuführen ist, und dies im Verlauf weiter zu verfolgen.
Für Kontaktpersonen bestand keinerlei Gefahr einer Ansteckung. Das Ebola-Virus ist nur nach Ausbruch der Erkrankung über Blutkontakt von Mensch zu Mensch übertragbar.


Quelle: idw
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