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Patienten mit schweren Krebserkrankungen können sich am Universitätsklinikum Heidelberg künftig mit Protonen und Schwerionen behandeln lassen

Dies ist eine Diskussion zu Patienten mit schweren Krebserkrankungen können sich am Universitätsklinikum Heidelberg künftig mit Protonen und Schwerionen behandeln lassen innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft

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Alt 10.07.2006, 11:00
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Patienten mit schweren Krebserkrankungen können sich am Universitätsklinikum Heidelberg künftig mit Protonen und Schwerionen behandeln lassen

Inbetriebnahme des Zentrums: 2007Vertrag der Angestellten-Krankenkassen und der Uniklinik Heidelberg steht kurz vor dem Abschluss






Gemeinsame Presseerklärung
Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V., Siegburg /
Universitätsklinikum Heidelberg


Siegburg. Versicherte der Angestellten-Krankenkassen (DAK, TK, KKH, HEK, HMK, hkk) können sich künftig bei schweren Krebserkrankungen an dem Universitätsklinikum Heidelberg mit Protonen und Schwerionen behandeln lassen. Der erste Vertrag zur Protonen-/Schwerionentherapie des VdAK in Deutschland wurde nun unterzeichnet, teilte der Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK) mit. Mit dem Vertrag wird die Grundlage dafür geschaffen, dass nach Fertigstellung der im Bau befindlichen Anlage zur Behandlung von Krebspatienten mit Protonen und Schwerionen Ersatzkassenpatienten in Heidelberg bestrahlt werden können. Die Inbetriebnahme ist für 2007 vorgesehen.


Die Bestrahlung mit Protonen erfolgt mit höherer Dosis und zielgenauer als die konventionelle Bestrahlung. Die Protonentherapie stellt aus heutiger Sicht für einzelne Indikationen, wie zum Beispiel Patienten mit Schädelbasistumoren und bestimmten Prostatatumoren, eine effektivere Behandlungsform dar. Bei den meisten Krebsarten weist die Protonentherapie jedoch keine signifikanten Vorteile gegenüber der konventionellen Bestrahlung auf. Das Universitätsklinikum Heidelberg und die Ersatzkassen legen daher gemeinsam fest, welche Krankheiten sich zur Behandlung eignen. Darüber hinaus wird ein Beirat eingerichtet, der über weitere Indikationen entscheidet. Die Behandlung der Patienten in Studien garantiert eine hohe Qualität der Versorgung unter Berücksichtigung aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnisse.


"Unser Ziel ist es, die aufwändige Therapieform der Bestrahlung mit Protonen und Schwerionen den Patienten zukommen zu lassen, die davon wirklich profitieren.
Dafür haben wir in der Universitätsklinik Heidelberg einen Partner gefunden, der vernünftige Medizin in den Mittelpunkt seines Handelns stellt und nicht von rein kommerziellen Interessen geleitet ist," betonte Dr. Werner Gerdelmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des VdAK.


Auch Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, begrüßte das erzielte Verhandlungsergebnis. "Jetzt haben wir eine Grundlage für eine effiziente Patientenversorgung geschaffen", so Gürkan. Mit 19.500 Euro je Fall bei einer durchschnittlichen Zahl von 15 Bestrahlungen wird der Preis sowohl den Wirtschaftlichkeitsanforderungen der Krankenkassen als auch dem sich ergebenden Kostenrahmen der Universitätsklinik gerecht.


"Damit ist aber auch klargestellt, dass Protonentherapie nicht geeignet ist, um übertriebene Renditeerwartungen zu erfüllen," bemerkte Gerdelmann. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende erteilte deshalb all den Investorenaktivitäten eine deutliche Absage, die Deutschland mit einem dichten Netz von Protonenanlagen überziehen wollen. "Für mehr als 5 bis 6 Einrichtungen sind in Deutschland weder genug Patienten vorhanden, noch werden die doch erheblichen Investitionskosten von mehr als 100 Millionen Euro refinanziert."


Die Universitätsklinik Heidelberg stellte klar, dass sie auch mit anderen Kassenarten in Vertragsverhandlungen steht. "Die Behandlung von Krebspatienten ist sicherlich kein Wettbewerbsfeld. Das sehen die Angestellten-Krankenkassen genauso und haben auf einen Exklusivvertrag ausdrücklich verzichtet", so Gürkan abschließend.


Ansprechpartner:


Hans R. Hartweg, Abteilung Vertrags- und Versorgungsmanagement beim VdAK, Tel. 02241/ 108-229 E-Mail: Hans.Hartweg@vdak-aev.de


Prof. Dr. med. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg, Tel. 06221/56-8201, E-Mail: Juergen.Debus@med.uni-heidelberg.de


Federführend für die Veröffentlichung:
Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.
Frankfurter Str. 84, 53721 Siegburg
Ansprechpartnerin: Michaela Gottfried, Tel.: 0 22 41 / 1 08 - 2 93
Tel. Presse Berlin: 0 30 / 25 93 09 30
e-Mail: presse@vdak-aev.de


Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de


Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


Quelle: idw
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