Dies ist eine Diskussion zu Orthopäden und Unfallchirurgen im olympischen Großeinsatz in Turin innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Orthopäden und Unfallchirurgen im olympischen Großeinsatz in Turin Eine intensive orthopädische Behandlung ermöglichte Athleten wie beispielsweise Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), Anja Huber (Skeleton), Tobias Angerer (Ski Langlauf) oder Daniela Anschütz-Thoms (Eisschnelllauf) die Teilnahme an den olympischen Winterspielen. Nicht nur die medizinische Vorbereitung der Sportler auf dieses Großereignis war eine Herausforderung. Auch für die Versorgung vor Ort an den Wettkampfstätten war es wichtig, den hohen Anforderungen gerecht zu werden. "Denn schon kleinste Beeinträchtigungen gefährden den Erfolg der Sportler", erklärt Dr. med. Volker Jägemann, leitender Verbandsarzt des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland. Insgesamt waren 17 Ärzte und 24 Physiotherapeuten für die medizinische Betreuung der 161 deutschen Olympiateilnehmer in Turin verantwortlich. Der Großteil der behandelnden Ärzte vor Ort waren Orthopäden, denn "der limitierende Faktor im unmittelbaren Wettkampfumfeld ist zumeist der Stütz- und Bewegungsapparat": so Jägemann. Zu schweren Unfällen kommt es bei den erfolgreichen Sportlern heute kaum noch. Schwerste schmerzliche Prellungen kommen dagegen oft vor, manchmal auch Knochenbrüche. "Rodler beispielsweise fahren mit 130 km/h den Eiskanal herunter. Da kann es schon mal vorkommen, dass sie mit dem Fuß oder den Ellbogen gegen den Eiskanal schlagen", sagt Jägemann über auftretende Verletzungsrisiken. Die häufigsten Verletzungen, so der Orthopäde weiter, seien jedoch Sprunggelenkverletzungen. Diese holen sich die Rodler beispielsweise beim Hallenfußball, den sie für die Feinkoordination der Füße regelmäßig spielen. Doch auch Kreuzbandrisse, Bandscheibenvorfälle, Daumen- und Handgelenkfrakturen gehörten zu den Verletzungen, die die Ärzte der olympischen Winterspiele behandeln mussten. "Unser besonderes Augenmerk lag dabei auf den Frakturen mit Gelenkbeteiligung. Werden diese nicht richtig behandelt, kann es zu Fehlstellungen kommen. Diese beenden im schlimmsten Fall die Karriere des Sportlers", warnt Dr. med. Ernst-Otto Münch, Arzt im Olympia-Team des Deutschen Skiverbandes. Auch außerhalb der Deutschen Nationalmannschaft war das Ärzteteam im Einsatz: Auch einige Reporter kamen in den "Genuss" einer ärztlichen Behandlung. Was besonders wichtig ist: Keine Behandlung, welche die Verwendung von Medikamenten einschließt, darf mit den Dopingregeln in Konflikt geraten. Deshalb müssen alle verwendeten Substanzen dokumentiert und gemeldet werden. Das schützt den Athleten und seinen Arzt gleichermaßen. "Selbst eine sonst verhältnismäßig einfache Gelenkentzündung kann nicht mehr ohne weiteres mit Kortison behandelt werden. Dies steht nämlich auf der Liste der verbotenen Substanzen", so Münch. Muss das Mittel trotzdem verabreicht werden, gehe dies nur mit einem Ausnahmeantrag. "Alles in allem können wir aus sportmedizinischer Sicht eine positive Bilanz ziehen. Denn krankheitsbedingte Ausfälle konnten während der olympischen Winterspiele in Turin im Deutschen Team fast nicht verzeichnet werden", sagt Dr. Jägemann. Als nächstes werden die Orthopäden und Unfallchirurgen im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft im Rahmen des Chirurgenkongresses vom 2. bis 5. Mai 2006 in Berlin über mögliche Gelenkschäden und -verletzungen und ihre Prävention beim Fußballer informieren. -------------------------------------------------------------------- ANTWORTFORMULAR Orthopäden und Unfallchirurgen im olympischen Großeinsatz in Turin ____Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über den Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie ___per Post/___per E-Mail. NAME: MEDIUM: ADRESSE: TEL/FAX: Pressekontakt für Rückfragen: Silke Jakobi Pressestelle Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie Postfach 30 11 20 70451 Stuttgart Tel. 0711 8931 -163 Fax. 0711 8931 -167/-566 E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org Internet: www.orthopaedie-unfallchirurgie.de Quelle: idw |
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