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Neues "Marie Curie Research Training Network" mit Beteiligung der TU Kaiserslautern

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Alt 09.01.2007, 11:00
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Neues "Marie Curie Research Training Network" mit Beteiligung der TU Kaiserslautern

Zu Beginn dieses Jahres startete ein neues Europäisches Forschungs-Netzwerk, an dem an der TU Kaiserslautern die Abteilung Tierphysiologie am Fachbereich Biologie beteiligt ist. Federführend wird das Projekt in Kaiserslautern von Prof. Dr. Eckhard Friauf und PD Dr. Hans Gerd Nothwang betreut.


Im Netzwerk haben sich Partner aus zehn europäischen Standorten zusammen gefunden: Bratislava, Cambridge, Innsbruck, Kaiserslautern, Lund, Manchester, Mannheim, Montpellier, Tübingen, Turin. In einem strengen Wettbewerb konnte sich das Cavnet-Netzwerk, das international renommierte Gruppen zusammenbringt, 2006 gegenüber einer Vielzahl von Mitbewerbern durchsetzen.


Das mit einer Laufzeit von vier Jahren versehene Netzwerk hat ein Finanzvolumen von vier Millionen Euro und ist auf einen intensiven personellen Austausch zwischen den Gruppen ausgerichtet. Um internationalen Nachwuchswissenschaftlern intensives Training und Forschungserfahrung zu vermitteln, können insgesamt 20 Doktoranden und Postdoktoranden zwischen drei Monaten und drei Jahren in den Partnerlaboratorien verweilen. Ihnen wird in einem strukturierten Programm eine fachbezogene Zusatz-Ausbildung geboten. Die Europäische Union will damit den Kontakt zwischen multidisziplinär arbeitenden Forschergruppen vertiefen, die Mobilität verbessern und das Forschungsniveau in Europa weiter anheben.


Namen gebend für diese Form von Trainingsgruppen war Madame Marie Sklodowska-Curie, die in Warschau geboren wurde und in Paris studierte. Sie erforschte dort die Radioaktivität und wurde für ihre bahnbrechenden Entdeckungen mit zwei Nobelpreisen in Physik und Chemie ausgezeichnet.


Thematisch befasst sich das Cavnet-Netzwerk mit einem bestimmten Typ von Calcium-Kanälen, sogenannten spannungsgesteuerten Ca-Kanälen (Englisch: voltage-gated, daher der Name Cav). Diese Kanäle sind für die normale Funktion unserer Organe sehr wichtig. Sie vermitteln Signale zwischen und innerhalb unserer Zellen, besonders im Nervensystem und in der Muskulatur. Bei ihrem Ausfall kommt es beispielsweise zu Taubheit, zu Herzrhythmusstörungen und zu Verdauungsproblemen. Die Kanäle öffnen, wenn die Zellen gereizt werden, und lassen als winzige Poren in der Zellmembran den Einstrom von Calcium-Ionen in die Zellen zu. Calcium dient dann als sekundärer Botenstoff und beeinflusst eine Reihe von essentiellen Prozessen in den Zellen. Ein besseres Verständnis der Funktion der Cav-Kanäle ist notwendig, um die weit verbreiteten menschlichen Krankheiten, die eine erhebliche soziale und ökonomische Last darstellen, besser behandeln zu können.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Eckhard Friauf
Fachbereich Biologie
Erwin-Schrödinger-Straße, Geb. 13
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631/205-2424
E-mail: eckhard.friauf@biologie.uni-kl.de


Weitere Informationen:
- http://www.uni-kl.de

Quelle: idw
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