Dies ist eine Diskussion zu "Neuer Wein in alten Schläuchen.Oder: Alter Wein in neuen Schläuchen?" 12. Arbeitstagung zur Gesprächsforschung innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| "Neuer Wein in alten Schläuchen.Oder: Alter Wein in neuen Schläuchen?" 12. Arbeitstagung zur Gesprächsforschung Jedes Gespräch, das wir führen, ist individuell und anders. Aber nicht alles wird dabei in der Situation kreativ neu erzeugt. Wir greifen in vielfältiger Weise auf Vorgeformtes zurück wie auf Bausteine: Dies beginnt bei festen grammatischen Konstruktionen, die zum Beispiel eine Zugehörigkeit ausdrücken (dem Vater seine Pfeife), und vorgeformten Wendungen und Redensarten (das haut mich aus den Schuhen; das habe ich doch gleich gesagt). Es setzt sich fort mit bestimmten Betonungsmustern, die zum Beispiel einen Vorwurf signalisieren. Es umfasst auch feste Abfolgen von sprachlichen Handlungen wie Frage und Antwort oder rituelle Sequenzen im Gottesdienst, und es reicht schließlich bis zum Musterwissen über Gesprächstypen, das uns sagt, was wir zum Beispiel alles bei einer Reklamation zur Sprache bringen müssen. Diese vorgeformten Elemente stellen soziale Standardlösungen dar, über die alle Sprecher verfügen und auf die sie im Miteinandersprechen zurückgreifen können. In kognitiver Hinsicht entlasten sie uns und erlauben in der Gesprächssituation die Konzentration auf das Neue und gerade Relevante. Zehn Vorträge beschäftigen sich damit, wie dieses Zusammenspiel zwischen Altem und Neuem im Gesprächsprozess auf den verschiedenen Ebenen funktioniert. Neben diesen Vorträgen bietet die Tagung auch eine Reihe von dreistündigen Workshops, in denen Wissenschaftler an Ausschnitten authentischer Gespräche dieses Zusammenwirken demonstrieren und es gemeinsam mit den TagungsteilnehmerInnen analysieren und diskutieren. Das vollständige Programm, ausführliche Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung ist zu finden unter: <www.gespraechsforschung.de>. Das IDS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 84 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben einen Gesamtetat von 950 Millionen Euro. Näheres unter <www.leibniz-gemeinschaft.de>. Quelle: idw |
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