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Moscheen in Deutschland. Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung

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Alt 23.04.2009, 17:00
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Moscheen in Deutschland. Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung

In ihrem neu erschienenen Buch "Moscheen in Deutschland. Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung" plädieren die Frankfurter Religionswissenschaftlerin Bärbel Beinhauer-Köhler und der Politikwissenschaftler Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), für eine Versachlichung der aktuellen Debatte über den Moscheenbau in Deutschland und zeigen Lösungswege auf. "Moscheen in Deutschland" ist im Verlag C.H.Beck erschienen und wird durch die Herbert Quandt-Stiftung gefördert. Das Buch enthält einen Essay des Kölner Architekten Alen Jasarevic.





Moscheen in Deutschland sind meist in Hinterhöfen oder Gewerbegebieten versteckt. Seit einigen Jahren werden aber auch repräsentative Moscheen gebaut. Heftige Konflikte sind die Folge. Was für die einen Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins ist, macht den anderen Angst. Dieses Buch will zur Versachlichung der Debatte beitragen und Lösungswege aufzeigen. Bärbel Beinhauer-Köhler blickt auf die mehr als 200-jährige Geschichte von Moscheen in Deutschland zurück. Sie erläutert die Funktion von Bauelementen und beschreibt das Alltagsleben in Moscheen. Der muslimische Architekt Alen Jasarevic erzählt von seinen Erfahrungen mit einem Moscheebau in Bayern. Claus Leggewie schließlich betrachtet die jüngsten Konflikte genauer: Worum geht es den Beteiligten wirklich? Was sollte bei Moscheebauten beachtet werden, um einen Kampf der Kulturen in unseren Städten zu vermeiden? Moscheen sind zur Nagelprobe für die Integration von Muslimen geworden.


Mit der Frage, wie moderne Gesellschaften und deren Mitglieder die Wirklichkeit der Interkulturalität gestalten und bewältigen befasst sich auch der Forschungsschwerpunkt "Interkultur" am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. So sind unter anderem die Ergebnisse der Essener Tagung "Sakralbauten und Moscheekonflikte" im Mai 2008 in das Buch von Beinhauer-Köhler und Leggewie eingeflossen. Weitere Themen im Fokus des Forschungsschwerpunkts sind der alltägliche Kontakt in ethnisch gemischten Wohnvierteln und Schulklassen, der Einfluss von Religion auf die internationale Politik und die Möglichkeiten der Mediation interreligiöser Konflikte.
Informationen über "Interkultur" im Internet: <www.kulturwissenschaften.de/interkultur>


Autoren:
Bärbel Beinhauer-Köhler ist Professorin für Religionswissenschaft an der Universität Frankfurt am Main.
Claus Leggewie leitet das Kulturwissenschaftliche Institut Essen und ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Gießen.
Alen Jasarevic, Architekt, wurde durch seinen modernen Moscheebau im bayerischen Penzberg bekannt.


Termine zur Vorstellung von "Moscheen in Deutschland":


27. April 2009, 19.30 Uhr
"Domgespräch"
Eine Veranstaltung der Herbert-Quandt-Stiftung mit dem Verlag C.H.Beck
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main, Tel. 069 800 87 18 - 0
Podiumsgäste:
Claus Leggewie, Professor für Politikwissenschaft der Universität Gießen und Direktor des KWI
Alen Jasarevic, Architekt einer Moschee im bayerischen Penzberg
Ursula Spuler-Stegemann, Professorin im Fachbereich Islamwissenschaft der Universität Marburg
Nargess Eskandari-Grünberg, Vorsitzende des Integrationsausschusses der Stadt Frankfurt


8. Mai 2009, 10.30 Uhr
Zur Eröffnung der Tagung "Moscheen und Synagogen in Deutschland. Was die Architektur über religiöse Vielfalt, Sichtbarkeit und Integrationsprozesse verrät"
Ort: Evangelische Akademie Arnoldshain, Martin-Niemöller-Haus, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten, Tel. 06084 9598 - 132, www.evangelische-akademie.de.


Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.


Verlag C.H.Beck, Literatur Sachbuch Wissenschaft, Presse und Lizenzen, Tel. 089 3 81 89-793, presse@beck.de.


Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter <www.chbeck.de> und <www.kulturwissenschaften.de>


Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.


Quelle: idw
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