Dies ist eine Diskussion zu Migration und Gesundheit. Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Migration und Gesundheit. Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung Donnerstag, 20. Mai 2010, 10:00 bis 18:00 Uhr Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Leibniz-Saal Markgrafenstraße 38 10117 Berlin-Mitte (U2 Hausvogteiplatz, U6 Französische Straße oder Stadtmitte) Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift zur Verfügung. Die Veranstaltung wurde durch die Ärztekammer Berlin als ärztliche Fortbildungsveranstaltung mit acht Punkten zertifiziert. Anmeldung erforderlich bis zum 12. Mai 2010 unter http://www.ethikrat.org. Programm I. Einführung 10:00 Uhr Begrüßung Prof. Dr. iur. Edzard Schmidt-Jortzig, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates 10:05 Uhr Migration und Gesundheit als Thema für die Ethik Prof. Dr. med. Axel W. Bauer, Universität Heidelberg, Mitglied des Deutschen Ethikrates 10:15 Uhr Gesundheit als Ziel der Integrationspolitik Staatsministerin Prof. Dr. phil. Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration II. Interkulturelle Aspekte der gesundheitlichen Versorgung 10:40 Uhr Gesundheit von Migranten: Hintergründe Prof. Dr. med. Oliver Razum, Universität Heidelberg 11:05 Uhr Gesundheits- und Krankheitsvorstellungen in einer wertpluralen Gesellschaft: Medizinethische Aspekte der kulturellen Wertvorstellungen und religiösen Werthaltungen Dr. med. (TR) Dr. phil. Ilhan Ilkiliç, Universität Mainz 11:30 Uhr Diskussion III. Einblicke in medizinische Handlungsfelder 11:50 Uhr Frauengesundheit und Migration - Bedürfnisse, Versorgungsrealität und Perspektiven Prof. Dr. Dipl.-Pol. MPH Theda Borde, Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin 12:15 Uhr Diskussion 12:30 Uhr Mittagspause 13:30 Uhr Risiken und Chancen der Migration aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht PD Dr. med. habil. Alain di Gallo, Kinder- und Jugendpsychiatrische Universitätsklinik und Poliklinik Basel 13:55 Uhr Diskussion IV. Besondere Rechtsfragen im Arzt-Patient-Verhältnis 14:10 Uhr Spezielle Patientenrechte für Migranten? Juristische und rechtsethische Überlegungen Prof. Dr. iur. Andreas Spickhoff, Universität Regensburg 14:35 Uhr Diskussion 14:50 Uhr "Migranten ohne Pass" beim Arzt: Realität und politische Konsequenzen Dr. med. Adelheid Franz, Malteser Migranten Medizin Berlin 15:15 Uhr Diskussion 15:30 Uhr Kaffeepause V. Die Gesundheit von Migranten in sozialethischer und politischer Perspektive 16:00 Uhr Die medizinische Versorgung von Migrantinnen und Migranten zwischen Solidarität und Eigenverantwortung' PD Dr. theol. habil. Ulrike Kostka, Deutscher Caritasverband, Freiburg 16:25 Uhr Diskussion 16:50 Uhr Podiumsgespräch: Migration und Gesundheit: Situation - Probleme - Perspektiven Dr. rer. nat. Carola Reimann, MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit Prof. Dr. med. Axel W. Bauer,Universität Heidelberg, Mitglied des Deutschen Ethikrates Yasemin Yadigaroglu, Oberhausen Dr. med. Hamit Ince, Klinikum Wahrendorff, Tagesklinik Hannover 18:00 Uhr Ende Zum Thema In Deutschland leben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 15,6 Millionen Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund, was etwa 19 Prozent der Bevölkerung entspricht. Sie bereichern das gesellschaftliche Zusammenleben und stellen gleichzeitig das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen. Zum einen sind sprachliche Barrieren zu überwinden, zum anderen müssen kulturspezifische Wertvorstellungen und deren Auswirkungen auf Gesundheitsverhalten, Arzt-Patienten-Verhältnis und Therapieentscheidungen angemessen berücksichtigt werden. Dabei ist es notwendig, sowohl die Begriffsdefinitionen und Konzepte von Migration als auch von Kultur inhaltlich differenzierter zu sehen, als dies in der Regel geschieht. Die Zuordnung zu festen Schemata hat sich hier nämlich als wenig hilfreich erwiesen. Aus ethischer Perspektive stehen folgende Fragen im Vordergrund: o Wie sollten eine kultursensible Medizin und eine entsprechende Medizinethik aussehen? o Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund? o Sollte es spezielle Patientenrechte für Migrantinnen und Migranten geben? o Wie gehen wir mit Patientinnen und Patienten um, die sich illegal im Land aufhalten? o Wie ist das Verhältnis von Solidarität und Eigenverantwortung im Kontext von Migration und Gesundheit zu bestimmen? o Welche gesundheitspolitischen Schritte wären notwendig? Der Deutsche Ethikrat möchte auf diese Fragen im Rahmen seiner Jahrestagung mit Vorträgen aus Wissenschaft und Praxis in medizinischer, juristischer und ethischer Perspektive eingehen. Die Jahrestagung soll zur begrifflichen Klärung sowie zur inhaltlichen Auseinandersetzung und vertieften Diskussion des Zusammenhangs zwischen Migration, medizinischer Versorgung und Gesundheitspolitik beitragen. Weitere Informationen: - http://www.ethikrat.org/veranstaltun...eit - Programm - http://www.ethikrat.org/veranstaltun...ng - Anmeldung Quelle: idw |
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