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Mehr Luft für schwache Herzen: 150.000 Euro für Forschung an der Universitätsmedizin Göttingen

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Alt 03.04.2007, 12:00
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Mehr Luft für schwache Herzen: 150.000 Euro für Forschung an der Universitätsmedizin Göttingen

Forscher der Universitätsmedizin Göttingen erhalten 150.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Erforschung von Therapiemöglichkeiten bei Herzschwäche und chronischem Herzversagen.





(umg) Wie schwache Herzen mehr Luftsauerstoff zum Atmen bekommen können, erforschen Wissenschaftler der Abteilung Herz-Kreislaufphysiologie (Direktorin: Prof. Dr. Dörthe Katschinski) und der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfuß) am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität. Rund 150.000 Euro hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) dafür jetzt bereitgestellt. Das Team von Prof. Dr. Katschinski und Dr. Harald Kögler, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abt. Kardiologie und Pneumologie, untersucht gemeinsam den Zusammenhang zwischen Sauerstoffmangel im Herzen und zunehmender Herzmuskelvergrößerung beim "Teufelskreis Herzschwäche".


"Wir möchten schwache Herzen dazu bringen, mehr Blutgefäße für die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels zu bilden. Das könnte das Herzwachstum stoppen und die Lebensqualität und das Überleben der Betroffenen mit chronischem Herzversagen deutlich steigern", sagt Dr. Harald Kögler. Das DFG-Einzelprojekt wird zukünftig der DFG-geförderten Klinischen Forschergruppe "Die Bedeutung von Biomechanik und Calciumstoffwechsel bei Herzinsuffizienz und Regeneration" angegliedert. Sprecher der seit November 2006 arbeitenden Gruppe aus derzeit acht Teilprojekten ist Prof. Dr. Gerd Hasenfuß.


Herzschwäche ist meist die Folge einer Krankheit wie Bluthochdruck, einer Entzündung des Herzens oder eines angeborenen Herzfehlers. Diese Krankheiten "stressen" und schwächen das Herz. Seine Pumpschwäche versucht das Herz durch vermehrtes Muskelwachstum auszugleichen. Ein größerer Muskel, so die "Hoffnung des Herzens", sollte das Blut kräftiger pumpen können. Leider hinkt dabei die Bildung neuer Blutgefäße hinterher. Dem vergrößerten Herzmuskel "geht die Luft aus", was den Stress verstärkt.


Seit vielen Jahren untersucht Prof. Dr. Dörthe Katschinski auf molekularer Ebene die Vorgänge, die bei Sauerstoff-Unterversorgung im Körper ablaufen. So ist inzwischen viel darüber bekannt, welche Signalwege nach einem Schlaganfall im Gehirn oder in schnell wachsenden Tumoren aktiv werden. Zusammen mit dem Mediziner und Spezialist für die Erforschung von chronischem Herzversagen, Dr. Harald Kögler, möchte Katschinski nun untersuchen, welche Signale das Wachstum des Herzmuskels bei Sauerstoffmangel fördern. "Wir hoffen, zukünftig die beteiligten Signale so beeinflussen zu können, dass sich mehr Blutgefäße entwickeln und dadurch das Herzmuskelgewebe geschützt wird", sagt Katschinski.


WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Abteilung Klinische Neurophysiologie
Prof. Dr. Dörthe Katschinski, Telefon 0551/39-9778
katschinski@physiol.med.uni-goettingen.de
Humboldtallee 23, 37073 Göttingen


Abteilung Kardiologie und Pneumologie
Dr. Harald Kögler, Telefon 0551/39-6380
hkogler@med.uni-goettingen.de
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen


Quelle: idw
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