Dies ist eine Diskussion zu Leopoldina-Meeting "Der Knochen als Archiv" am 9. und 10. März 2006 in München innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Leopoldina-Meeting "Der Knochen als Archiv" am 9. und 10. März 2006 in München Knochen verleihen dem Körper die Stabilität und bilden gleichzeitig Schutz und Gerüst für die inneren Organe. Sie sind ein hochaktives Organ des Stoffwechsels und zugleich kompaktes, lange Zeiträume überdauerndes Material und daher in vielfältiger Weise Träger höchst unterschiedlicher Informationen. Einerseits wurden Knochen - sei es von Tier oder Mensch - von frühen Kulturen bis heute immer wieder als Werkstücke für die Herstellung kunsthandwerklicher Schriftträger und Objekte benutzt. Andererseits spiegeln Struktur und Architektur der Knochenmatrix sowie ihr molekularer Aufbau getreu die Einflüsse der täglichen Umwelt wider und erlauben damit einen Blick zurück in die Umweltsituation vergangener Epochen. Das hohe Maß an Reaktionsfähigkeit des gesunden wie des kranken Knochengewebes gibt außerdem Einblicke in die individuelle Geschichte der Beanspruchung des einzelnen Knochens und erlaubt, die Mechanismen der Evolution des Skeletts besser zu verstehen. Das Meeting "Der Knochen als Archiv" geht auf die Initiative dreier Leopoldina-Mitglieder zurück, der Professoren Dr. Bernd Herrmann von der Universität Göttingen, Dr. Werner Linß von der Universität Jena und Dr. Reinhard Putz von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Es spannt einen weiten Bogen über sehr verschiedene Disziplinen und bringt Fachleute wie Anatomen, Anthropologen, Pathologen, Rechtsmediziner, Chirurgen, Ingenieure und Kulturwissenschaftler zusammen, denen eines gemeinsam ist, die Faszination der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Knochen und Knochengewebe und die ohne diesen Anlass wohl kaum zusammenkommen würden. Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen zu einer öffentlichen Abendveranstaltung. Diese findet am Donnerstag, dem 9. März 2006 ab 19.00 Uhr, im Großen Hörsaal der Anatomischen Anstalt der LMU München statt. Schwerpunkt dabei ist ein Vortrag von Professor Dr. Jörg Schibler von der Universität Basel, der das Thema "Knochen, Zahn und Geweih: Rohmaterial für die Schmuck- und Werkzeugherstellung von der Steinzeit bis zur Neuzeit" beleuchtet. Professor Dr. Reinhard Putz, Anatomische Anstalt der LMU München, spricht danach über "Skelett und Evolution: Ist die Wirbelsäule eine Fehlentwicklung der Evolution?". Zur Akademie Leopoldina: Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung. Die Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland. Ihr gehören etwa 1200 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Technik-, Kultur- und den empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 34 Mitglieder der Leopoldina. Das Programm des gesamten Meetings ist unter http://www.leopoldina-halle.de/knocpro6.pdf abrufbar. Veranstaltungsorte: Leopoldina-Meeting 9. und 10. März Senatssaal im Hauptgebäude der LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München Öffentliche Abendveranstaltung 9. März 2006 ab 19.00 Uhr Großer Hörsaal der Anatomischen Anstalt der LMU München, Pettenkoferstr. 11, 80336 München Der Eintritt ist frei, Gäste sind zur öffentlichen Abendveranstaltung willkommen. Für das Meeting ist eine Anmeldung erforderlich. Quelle: idw |
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