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Jahrestagung der DGfS in Bamberg

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Alt 22.02.2008, 10:00
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Jahrestagung der DGfS in Bamberg

"Sprachvergleich" ist das Rahmenthema der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft, die bereits zum 30. Mal stattfindet und zu der über 600 Besucher aus Europa und Übersee in Bamberg erwartet werden.





Vom 26. bis zum 29. Februar 2008 findet an der Universität Bamberg die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) statt. Die DGfS begeht in Bamberg ein Jubiläum: sie feiert nämlich ihren 30. Geburtstag. Seit ihrer Gründung hat sie sich zur maßgeblichen und mitgliederstärksten deutschen Fachvereinigung für Linguistik entwickelt, deren Tagungen, Sommerschulen und Publikationen weltweit beachtet werden.


Die 30. Jahrestagung in Bamberg steht unter dem Rahmenthema "Sprachvergleich". In 13 Sektionen widmen sich die etwa 600 Kongressbesucher der vergleichenden Sprachforschung, der Frage nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Sprachen. Die mehr als 6000 Sprachen auf der Welt, noch dazu mit ihren vielfältigen Dialekten, bieten den Sprachforschern dazu ein reiches Anschauungsmaterial. Die Vorträge in Bamberg vergleichen Sprachwandelprozesse ebenso wie den Ausdruck von Zeitbeziehungen in verschiedenen Sprachen. Fragen der Sprachverwendung werden vergleichend bearbeitet in der Sektion "Experimentelle Pragmatik/Semantik". Andere Sektionen widmen sich Fragen des Vergleichs von Satzstrukturen oder der Sprachverarbeitung im menschlichen Gehirn.
Für ein breites Publikum von Interesse ist das Thema "Strategien der Integration und Isolation nicht-nativer Einheiten und Strukturen". Es geht in dieser Sektion um die Frage, wie einzelne Sprachen mit Importen aus anderen Sprachen, mit Fremdwörtern, umgehen. Die Anglizismen spielen dabei eine große Rolle (nicht nur im Bezug auf das Deutsche).


Eine weitere Sektion widmet sich dem Vergleich zwischen Lautsprache(n) und Gestensprache(n). So geht Konrad Ehlich (Berlin) dort der Frage nach, ob Gestensprachen "internationaler", universeller gebaut sind und anders funktionieren als Lautsprachen. Andere Beiträge dieser Sektion befassen sich mit dem Lautsymbolismus in Gestensprachen, mit der Bildhaftigkeit von Gesten und mit der Frage, wie man uneigentliche, übertragene Bedeutungen in Gestensprachen ausdrücken kann.


Zur Eröffnung und zum Abschluss der Tagung finden in der AULA der Universität in der ehemaligen Dominikanerkirche vier Plenarvorträge statt, gehalten von je zwei prominenten amerikanischen und deutschen Forschern. Zum Programm gehören weiterhin die Treffen der Arbeitsgruppen für Computerlinguistik, für Linguistische Pragmatik und für Fragen der Sprachwissenschaft in der Lehrerausbildung, in der der angesehene Linguist Prof. Dr. Peter Eisenberg (Potsdam) den Hauptvortrag hält. Eisenberg wurde im vergangenen Jahr mit der Bamberger Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Auch an den Nachwuchs ist gedacht: er trifft sich in der studentischen Arbeitsgruppe zu Fragen der Sprachwissenschaft.
Die Otto-Friedrich-Universität rechnet mit etwa 600 Gästen aus Deutschland und zahlreichen anderen Ländern.


Mit Ihren Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Helmut Glück, der Ihnen die jeweiligen Termine nennen wird und der Ihnen gerne auch im Vorfeld Fragen beantwortet:


Prof. Dr. Helmut Glück
Hornthalstraße 2
96045 Bamberg
0951-863-2135
helmut.glueck@uni-bamberg.de


Weitere Informationen finden Sie unter
<www.uni-bamberg.de/fakultaeten/guk/tagungen/dgfs2008>


Quelle: idw
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