Dies ist eine Diskussion zu In staatlicher Hand: Glücksspiel und Spielsucht innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| In staatlicher Hand: Glücksspiel und Spielsucht Aus für private Anbieter - reduzierte Werbung und Zahl der Annahmestellen - Internetverbot für Glücksspiel - Ausschluss von Minderjährigen - ... mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog will der neue Staatsvertrag Glücksspiel die Spielsucht eindämmen. Dazu gehören auch Kontrollen und Sperren von Spielern. Die Werbung für Glücksspiel im Fernsehen, Internet und per Telefon wird verboten. Bislang millionenschwere Toto-Lotto-Jackpots sollen begrenzt werden, um weniger zum Tippen anzuspornen. Doch gegen die Pläne regt sich bereits juristischer Widerstand. "Beim Glücksspiel geht es um einen Milliardenmarkt, der sich rasant entwickelt", erklärt Prof. Dr. Tilman Becker, Geschäftsführender Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim. Ursache des Staatsvertrags war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vor zwei Jahren, das dem Gesetzgeber zwei Möglichkeiten geöffnet hat: staatliches Glücksspielmonopol oder liberalisierter Markt. Durch den neuen Staatsvertrag soll nun der Zustand wiederhergestellt werden, bei dem nur staatliche Stellen Glücksspiele anbieten dürfen. Gleichzeitig verordneten die Verfassungsrichter den Anbietern massive Auflagen, um die Spielsucht zu bekämpfen. "Selbst staatliche Wettanbieter befürchten nun, dass die Einnahmen zurückgehen, durch die die Bundesländer bislang Kultur und Breitensport förderten. Gleichzeitig bedeutet der Staatsvertrag neue Kontrollen, bei denen sogar Banken und Internetanbieter mitwirken sollen", zitiert Prof. Dr. Becker. "Mit unserem Symposium wollen wir nicht nur Klarheit über die neuesten Entwicklungen und Beschlüsse, sondern auch über die Spielsucht bringen." Aus dem Programm Zunächst startet das Symposium mit einem Vortragsmix über die aktuelle rechtliche Situation, den Durchführungsgesetzen der einzelnen Bundesländer, die Sichtweise der Lotto-Toto-Gesellschaft und dem Glücksspiel im Internet. Highlight des ersten Symposiumstages ist die am Nachmittag vorgesehene Diskussionsrunde mit den Geschäftsführern verschiedener Lotterien und Unternehmen, die vom Glücksspielstaatsvertrag direkt betroffen sind. Die Spielsucht ist Inhalt des zweiten Symposiumstages und lässt Mediziner zu Wort kommen, die über süchtiges Verhalten aus medizinischer Sicht referieren werden. Danach schließt sich eine weitere Diskussionsrunde an. Anmeldung und Teilnahmegebühren Teilnahmegebühren für beide Tage betragen 290 Euro (inkl. Tagungsunterlagen, Verpflegung und Empfang im Schlosskeller) / 220 Euro pro Tag; Studenten 50 Euro pro Tag. Anmeldung bis 01. Februar 2008 unter Universität Hohenheim, Forschungsstelle Glücksspiel, Frau Baumann / Frau Götz, 70593 Stuttgart oder per E-Mail: gluecksspiel@uni-hohenheim.de Hintergrund: Forschungsstelle Glücksspiel Rund die Hälfte der Bürger nimmt regelmäßig an Glücksspielen teil. Der Umsatz auf dem deutschen Markt für Glücksspiel erreicht fast den Umsatz mit Agrarprodukten in Deutschland. Doch Glücksspiel fasziniert auch die Forschung: Ganz gleich ob Wahrscheinlichkeitsrechnung, Ordnungspolitik oder Verbraucher-verhalten - für viele wissenschaftliche Fragen liefern Glücksspiele wertvolle Modelle. Die deutschlandweit einzigartige Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim vereint Spezialisten aus zwölf Fachgebieten. Abgedeckt sind unter anderem Ordnungs- und Verbraucherpolitik, Verbraucherverhalten, Kommunikationswissenschaften, Marketing, Mikroökonomie, Genderökonomie, Konsumökonomik, Spiel- und Wirtschaftstheorie, Finanzwissenschaften, Öffentliches und Bürgerliches Recht sowie Psychologie und Medizin. Insbesondere die ökonomischen und rechtlichen Aspekte sowie die Risiken und Gefahren des exzessiven Spielens werden umfassend untersucht. Links: Weitere Infos zur Forschungsstelle Glücksspiel: www.uni-hohenheim.de/gluecksspiel Kontaktadresse: Dipl. oec. Christine Baumann, Forschungsstelle Glücksspiel Tel.: 0711 459-22122, E-Mail: christine.baumann@uni-hohenheim.de M.A. Heidi-Maria Götz, Forschungsstelle Glücksspiel Tel.: 0711 459-22122, E-Mail: heidi.goetz@uni-hohenheim.de Quelle: idw |
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