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Hochschulen in Mittelhessen kooperieren

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Alt 10.02.2011, 10:00
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Hochschulen in Mittelhessen kooperieren

Die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg und die Fachhochschule Gießen-Friedberg wollen ihre Zusammenarbeit fortsetzen und intensivieren. Zu diesem Zweck haben die Hochschulen einen Vertrag abgeschlossen, der eine Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2005 erneuert.

Als Felder der verstärkten Zusammenarbeit nennt er: „Austausch bzw. eine gemeinsame Nutzung von Lehrangeboten und Lehrdeputaten; eine abgestimmte Schwerpunktbildung; die Einrichtung neuer gemeinsamer Studienangebote; ein Zusammenwirken in der wissenschaftlichen Weiterbildung und in der postgradualen Ausbildung; wissenschaftliche Weiterqualifikation; strukturierte Kooperation der medizinischen Fachbereiche der Justus-Liebig-Universität und der Philipps-Universität Marburg.“

In der Präambel der Rahmenvereinbarung, die Prof. Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg und die Präsidenten der Justus-Liebig Universität Gießen, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, und der Fachhochschule Gießen-Friedberg, Prof. Dr. Günther Grabatin, unterzeichnet haben, heißt es: „Mit diesen Kooperationen sollen die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und die Verantwortung für die Region in stärkerem Maße gemeinsam wahrgenommen werden.“
Während der Feier des Vertragsabschlusses in den Räumen der TransMIT GmbH in Gießen wies Grabatin auf die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Universitäten und der Fachhochschule hin. Die neue Vereinbarung versteht er über den juristischen Gehalt hinaus „als Aufruf an die Mitglieder unserer Hochschulen, die Kooperation mit den Partnern zu suchen oder auszubauen“. Den Vertrag wertete er in seiner Ansprache als „eine Versicherung der drei Hochschulleitungen, dass wir bereit sind, die Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Weiterbildung offensiv zu unterstützen. Und er ist ein Signal an die Wirtschaft, dass wir in Mittelhessen über ein großes Forschungs- und Qualifikationspotential verfügen, das wir zum Wohl der Region nutzen wollen.“

In seinem Festvortrag ging Regierungspräsident Dr. Lars Witteck auf die herausragende Bedeutung der Hochschulen für Mittelhessen ein. „Die Hochschulen sind diejenigen Institutionen, die in der Region in puncto Zusammenarbeit und gemeinsamer Weiterentwicklung Vorbild sind für alle anderen. Das Ziel muss sein, jungen, qualifizierten Menschen in der Region die Möglichkeit zu bieten, sich auch hier weiterentwickeln zu können“, sagte Witteck.

Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, sieht ausgezeichnete Perspektiven für die „hochschulartenübergreifende Partnerschaft“. Der Vertrag biete die Voraussetzung für eine umfassende Zusammenarbeit. „Dies betrifft zum einen Studium und Lehre mit dem Ziel gemeinsamer Nutzung von Lehrangeboten und Lehrdeputaten sowie der Einrichtung neuer gemeinsamer Studienangebote. Zum anderen werden die Belange der jeweiligen Nachbarhochschule berücksichtigt. Die Entwicklungs- und Strukturplanung wird abgestimmt, somit ist ausreichend Raum übrig für eigene spezifische Forschungsprojekte und Studienangebote. In der Forschung werden, soweit erforderlich, gemeinsame Schwerpunkte gebildet."

„Unsere Kooperation stärkt Mittelhessen weiterhin als bedeutende Hochschulregion, die Studiengänge in allen Fächergruppen bietet“, sagte die Marburger Präsidentin Krause. „Etwa ein Drittel aller hessischen Studierenden ist hier eingeschrieben. Sie profitieren unter anderem von unserem überdurchschnittlichen Engagement für die Lehre im Rahmen des Hochschuldidaktischen Netzwerks Mittelhessen. Mich freut bei unseren zahlreichen Gemeinschaftsprojekten besonders, welch partnerschaftliches Klima auf allen Ebenen herrscht – das gilt für die Hochschulleitungen ebenso wie für die einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“

Für Prof. Mukherjee „eröffnet die intensive Zusammenarbeit der drei mittelhessischen Hochschulen, die sich in ihren Profilen sehr gut ergänzen, der JLU Kooperationsmöglichkeiten in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung, die sie allein nicht darstellen könnte. Gerade die jüngsten Erfolge der JLU bei großen Verbundprojekten mit der Universität Marburg und der Fachhochschule Gießen-Friedberg wie etwa im LOEWE-Programm des Landes Hessen belegen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit.“

Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt drei Jahre. Sie verlängert sich automatisch, sofern der Vertrag nicht von einem der Partner gekündigt wird.

Quelle: idw
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