Dies ist eine Diskussion zu HDZ NRW: Bilanz nach 100 Tagen unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Gummert innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| HDZ NRW: Bilanz nach 100 Tagen unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Gummert Hohe Leistungszahlen "Die hohen Leistungszahlen der herzchirurgischen Klinik wurden unter der Leitung von Prof. Gummert fortgesetzt," bringt Foit die wichtigsten Ergebnisse auf einen Nenner. "Die Warteliste für unsere Patienten hat sich verlängert, die Nachfrage nach modernen, innovativen Behandlungsverfahren ist sehr groß." Die in allen Bereichen vorgehaltene Hochleistungsmedizin weiter voranzutreiben, ohne die menschliche Zuwendung zu vernachlässigen, sei im Herz- und Diabeteszentrum NRW das erklärte gemeinsame Ziel, betonte Foit. "Damit garantieren wir unseren Patienten wie bisher eine erstklassige Versorgungsqualität." Die Zahlen sprechen für sich: Keine andere Klinik in Deutschland führt rund 6.000 Eingriffe im Jahr durch. Im Vergleich zum ersten Viertel des Vorjahres wurden die Eingriffe unter Prof. Gummert sogar noch gesteigert. In seine ersten 100 Arbeitstage fallen auch zwei weitere Meilensteine der Klinik: Erstmals wurden weltweit über 110 Patienten gleichzeitig mit einer künstlichen Herzunterstützung von einer Klinik versorgt. Und am 23. April 2009 führten die Herzchirurgen Kavous Hakim-Meibodi, Dr. Bert Hansky und Dr. Eugen Sandica innerhalb von nur 12 Stunden drei Herztransplantationen durch. Carola Humpert (39) ist eine der drei Patienten mit einem neuen Herzen. Für sie war es bereits die zweite Transplantation im Herz- und Diabeteszentrum. "Ich wusste ja, dass ich in Bad Oeynhausen in den besten Händen bin," sagt sie. Mit ihrem zweiten Herzen hat sie sechs Jahre ein ganz normales Leben führen können, bis eine Abstoßungsreaktion ihres Körpers eine neue Transplantation notwendig machte. "Mit meinem dritten Herzen kann ich noch viele Jahre leben." Das haben ihr Herzchirurg Kavous Hakim-Meibodi, der sie in den frühen Morgenstunden operierte, und Dr. Uwe Schulz, der Leiter der Transplantationsstation mit langjähriger Erfahrung in Bad Oeynhausen, bestätigt. Nur wenige Stunden vor Carola Humperts Eingriff hat Oberarzt Dr. Bert Hansky seinem Patienten Volker Klotsche (40) ein neues Herz eingesetzt, während Dr. Eugen Sandica, Kinderherzchirurg und Direktor des Departments für die Chirurgie angeborener Herzfehler innerhalb des Zentrums für Angeborene Herzfehler im HDZ, den 13-jährigen Wezir Demir transplantierte. "Drei Herztransplantationen innerhalb so kurzer Zeit erfordern neben der notwendigen medizinischen und technischen Ausstattung eine präzise, hochprofessionelle Organisation," erläutert Prof. Gummert. Er sei daher sehr stolz auf sein erfahrenes Team aus Herzspezialisten, Pflegekräften und Koordinatoren, die zu jeder Minute einsatzfähig sind und solche Spitzenleistungen für die Patienten ermöglichen. Innovationen Vom 1. Februar dieses Jahres an hat der neue Chefarzt aber nicht nur Bewährtes fortgesetzt und erweitert, sondern auch die Weichen gestellt für den zukünftigen Ausbau der modernen Herzchirurgie in Bad Oeynhausen. Das gilt zunächst für die deutliche Erweiterung des operativen Spektrums um minimalinvasive Eingriffe. Auch das Angebot einer psychologischen Beratung für Patienten war für die Klinik eine echte Innovation. "Sie wurde mit soviel Zuspruch angenommen, dass wir ab Juni eine zweite Psychologin einstellen und einen Praktikumsplatz bereithalten werden," berichtet Prof. Gummert. Auf Expansionskurs steuert er auch den Bereich der Thoraxchirurgie. "Zur Zeit festigen wir unsere Kooperationen mit dem Krankenhaus Bad Oeynhausen und dem Klinikum Herford." Zwei Thoraxchirurgen brachte Prof. Gummert vom Universitätsklinikum Jena zur Verstärkung des Teams mit. "Zu gegebener Zeit werden wir hierzu sicherlich einiges berichten." Das gilt gleichfalls zur erklärten Absicht, die Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum zu intensivieren. "Die Kontakte sind geknüpft. Es gibt bereits sehr interessante Ansätze zu Forschungsprojekten und Kooperationen," betont Gummert. Forschung und Lehre seien ihm zudem Herzensanliegen. Neben wissenschaftlichen Zusammenkünften, die er sowohl intern als auch extern pflegen wolle, gelte es, das Angebot für Studenten zu erweitern. "Studenten, die in unserer Klinik ihr viermonatiges Praktikum in der Chirurgie zum Ende ihres Studiums absolvieren (den sogenannten PJ -. Abschnitt), bieten wir in Bad Oeynhausen kostenlose Unterkünfte an." Auch während der Vorlesungszeiten werde er in Bochum regelmäßig präsent sein. Hintergrundinformation: Was ist neu? Zahlen und Fakten Februar bis April 2009: 32 Prozent der in der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie durchgeführten Bypassoperationen erfolgten ohne Einsatz der Herz-Lungenmaschine. Im gleichen Zeitraum wurden im Vorjahr lediglich fünf Bypassoperationen ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Erstmals wurden bei Erkrankungen der Mitralklappe Behandlungen mittels minimalinvasiver Operationstechnik angeboten. 81 Prozent der Mitralklappenoperationen erfolgten mittels dieser sogenannten Schlüssellochtechnik. Dabei wurden 50 von 61 Eingriffen an der Mitralklappe minimalinvasiv durchgeführt. Auch Aortenklappeneingriffe wurden erstmals minimalinvasiv durchgeführt: Über 18 Prozent der Aortenklappenoperationen erfolgten minimalinvasiv. Erweiterung des Angebots durch Fortführung und Ausbau der Bereiche (s.Text): Kunstherzen/Mechanische Kreislaufunterstützung (VAD), Transplantationsmedizin, Thoraxchirurgie, Psychologie, Forschung/Lehre (Ruhr-Universität Bochum). Weitere Informationen: Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Anna Reiss Georgstr. 11 Tel. 05731 / 97 1955 Fax 05731 / 97 2028 E-Mail: info@hdz-nrw.de Weitere Informationen: - http://www.hdz-nrw.de Quelle: idw |
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