Dies ist eine Diskussion zu Hans-Georg Mertens Preis an RUB-Neurologen: Wie Blutwäsche bei MS helfen kann innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
| |||
| Hans-Georg Mertens Preis an RUB-Neurologen: Wie Blutwäsche bei MS helfen kann 90 Prozent der Patienten erleiden Schübe Die Multiple Sklerose ist auch heute noch nicht heilbar, aber durch moderne Immuntherapie deutlich besser beeinflussbar als früher. Trotzdem treten immer noch akute Verschlechterungen, sog. Schübe, auf. 90 Prozent der an Multipler Sklerose erkrankten und meist jungen Patienten leiden unter der schubförmigen Verlaufsform. Traditionell wird ein Schub nach Ausschluss anderer Ursachen und bei schwerwiegender Beschwerdesymptomatik mit hoch dosierten Cortison-Präparaten behandelt, bei Bedarf auch wiederholt. Was kann man aber tun, wenn die Wirkung von Cortison ausbleibt? Blutwäsche entfernt Eiweißablagerungen In den letzten sieben Jahren haben sich Prof. Gold, damals noch an der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg und später Leiter des MS Instituts in Göttingen und Prof. Brück, Direktor des Instituts für Neuropathologie an der Universität Göttingen, mit dieser Frage intensiv beschäftigt. An sog. diagnostischen Biopsien von schwer verlaufenden Schüben hat Prof. Brück zeigen können, dass sich Ablagerungen von Antikörpern (Eiweißprodukten) finden. Erfahrungsgemäß reagiert so eine Ablagerung nicht auf Cortison, aber auf Blutwäscheverfahren (Plasmapherese), die Eiweißstoffe und Entzündungsprodukte entfernt. "In verschiedenen, teils gemeinsamen Arbeiten konnten wir zeigen, dass bei rascher Durchführung der Plasmapherese, das heißt innerhalb von spätestens sechs Wochen nach Beginn des schweren Schubes, bis zu 70 Prozent der Patienten unter der Blutwäschebehandlung entweder völlig beschwerdefrei werden oder zumindest einen weitgehenden Rückgang ihrer Symptome erfahren", so Prof. Gold. Drei Patienten im Monat in der RUB-Klinik St. Josef Hospital Seit August 2006 ist Prof. Gold an der Neurologischen Klinik des St. Josef Hospitals tätig, wo durchschnittlich drei Patienten mit schweren MS-Schüben monatlich durch Plasmapherese behandelt werden. Die Behandlung erfordert im Allgemeinen einen Katheter in einer größeren Vene des Körpers und wird nur stationär durchgeführt. Bei ausschließlich schleichendem Krankheitsverlauf kommt die Behandlung nicht in Frage. Weitere Informationen Prof. Dr. Ralf Gold, Neurologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum, Tel.: 0234/509-2410, Fax: 0234/509-2414, ralf.gold@rub.de Quelle: idw |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||
| Thema | Forum | Letzter Beitrag |
| Freiburger Neurologe Andreas Harloff mit dem Hans- Georg Mertens-Preis für innovative, therapierelevante Forschung ausgezeichnet | Nachrichten: Wissenschaft | 28.01.2010 11:00 |
| Der Begründer der Hermeneutischen Wissenssoziologie Hans-Georg Soeffner wird 70 | Nachrichten: Wissenschaft | 12.11.2009 11:00 |
| Senat wählt Dr. Hans Georg Helmstädter zum Präsidenten | Nachrichten: Wissenschaft | 20.12.2006 17:00 |
| Heinrich Pette-Preis 2006 für Tübinger Neurologen | Nachrichten: Wissenschaft | 26.09.2006 15:00 |
| Wahrscheinlichkeitstheoretiker Hans Föllmer erhält die Georg-Cantor-Medaille 2006 | Nachrichten: Wissenschaft | 01.06.2006 05:00 |
© 2003-2011 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.
Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum
Suche: Rechtsanwalt | Steuerberater | Übersetzer
Rechtsanwalt Berlin | Rechtsanwalt Hamburg | Rechtsanwalt München | Rechtsanwalt Köln | Rechtsanwalt Frankfurt
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch), Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
"Wiki" powered by VaultWiki v2.5.7, © 2008-2012, Cracked Egg Studios