Dies ist eine Diskussion zu HAI 2007: Anästhesiologie: Zwischen Innovation und Dienstleistung innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| HAI 2007: Anästhesiologie: Zwischen Innovation und Dienstleistung Selbst kleinere Veränderungen wirken sich sowohl auf das Wohl der Patienten als auch auf die entstehenden Kosten spürbar aus. Das ist deutlich am Beispiel einer von sechs auf zwei Stunden verkürzten Nüchternheitsphase für klare Flüssigkeiten vor Operationen zu sehen. Klare Flüssigkeiten sind beispielsweise Wasser, fruchtfleischlose Säfte, kohlensäurereiche Getränke sowie Tee und Kaffee ohne Zusätze wie Milch oder Sahne. Der gegenwärtige Wissensstand zeigt, dass klare Flüssigkeiten im Magen nur eine Halbwertszeit von rund zehn Minuten haben. Einzig problematisch ist feste Nahrung. Hier ist eine Sicherheitsfrist von sechs Stunden gerechtfertigt. "Vor allem ältere Patienten können durch eine übertrieben lange Karenzzeit sogar gesundheitlich gefährdet werden", sagt Kongresspräsidentin Professor Dr. med. Claudia Spies, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité, Campus Virchow-Klinikum und Campus Mitte. Diesen Schluss lassen auch die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zu, die anlässlich des HAI 2007 erstmals präsentiert werden. Zu möglichen postoperativen Nebenwirkungen gehört auch ein Delirium: Patienten leiden beispielsweise unter Bewusstseintrübung, Desorientierung oder sogar Wahnvorstellungen, wenn sie vor der Operation lange nichts trinken durften. Das ist nicht nur belastend für das familiäre Umfeld. Der Patient kann dadurch nicht unmittelbar aus dem Aufwachraum auf eine Normalstation verlegt werden, sondern bedarf einer intensiveren Pflege auf Spezialstationen und einer längeren Liegezeit. Das wiederum verursacht vermeidbare Kosten. Obwohl bereits in den neunziger Jahren entsprechende Empfehlungen für eine verkürzte Nüchternheitszeit veröffentlicht wurden, hat dieses Verfahren noch keinen flächendeckenden Einzug in die Praxis gehalten. Ein vermeidbares Delirium kann allerdings auch durch eine Übersedierung, also einer zu starken Gabe von Narkosemitteln, auf einer Intensivstation verursacht werden. Experten diskutieren deshalb anlässlich des HAI 2007 in Berlin auch über moderne Analgesie- und Sedierungskonzepte. "Doch selbst die innovativsten Erkenntnisse nutzen dem Patienten nichts, wenn der Transfer von der Forschung in die klinische Praxis nicht gelingt", sagt Spies. Vor allem für schwerkranke Patienten auf Intensivstationen seien neue Konzepte beispielsweise zur Infektionsbehandlung oder Herz-Kreislaufunterstützung lebenswichtig, so Spies weiter. Sie fordert deshalb, dass nicht nur die experimentelle Forschung unterstützt wird. Genauso wichtig sei die Umsetzung des Wissens in die Praxis. Denn "veraltete Medizin" verursacht bei tausenden Patienten jährlich schwere Folgeschäden. Die Kongressgebühren liegen zwischen 90,- und 170,- Euro, abhängig von Anmeldedatum, Status und DGAI-Mitgliedschaft. Tageskarten sind erhältlich. Die Anmeldung erfolgt bei MCN Medizinische Congressorganisation Nürnberg AG, Neuwieder Str. 9, 90411 Nürnberg, Tel.: 0911/3931616/-640, Fax: 0911/3931666, E-Mail: wild@mcn-nuernberg.de oder online unter www.hai.de. Dort sind außerdem weitere Information und das Programm abrufbar. TERMINHINWEISE Vorab-Pressekonferenz Dienstag, 4. September 2007, 11.00 bis 12.00 Uhr, Tagungszentrum der Bundespressekonferenz, Raum V, Berlin Kongress-Pressekonferenz Donnerstag, 13. September 2007, 11.00 bis 12.00 Uhr Berliner Congress Center (bcc), Raum C04; Berlin +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ AKKREDITIERUNGSFORMULAR ___Ich werde den HAI 2007 in Berlin persönlich besuchen. ___Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über die Themen des Kongresses ___per Post/___per E-Mail. NAME: MEDIUM: ADRESSE: TEL/FAX: Kontakt für Rückfragen: DGAI Pressestelle Silke Jakobi Postfach 30 11 20 D-70451 Stuttgart Telefon: 0711 89 31-163 Fax: 0711 89 31-167 jakobi@medizinkommunikation.org Weitere Informationen: - http://www.dgai.de - http://www.HAI2007.de Quelle: idw |
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