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Gesundheitsrisiken bei Armut und sozialer Ungleichheit: zwei neue Veröffentlichungen der Gesundheitsberichterstattung erschienen

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Alt 16.11.2005, 11:00
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Gesundheitsrisiken bei Armut und sozialer Ungleichheit: zwei neue Veröffentlichungen der Gesundheitsberichterstattung erschienen

Viele Krankheiten und Gesundheitsstörungen treten in sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen häufiger auf, mit zum Teil weit reichenden Folgen für die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien. Für die Entwicklung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und ihren Folgen sind Daten und Analysen erforderlich, die problematische Entwicklungen frühzeitig kenntlich machen und Anknüpfungspunkte für Interventionen zeigen. Zum Thema Armut und Gesundheit hat das Robert Koch-Institut im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) kürzlich zwei Veröffentlichungen herausgegeben, den GBE-Beitrag "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit" und, in zweiter Auflage, das vollständig überarbeitete GBE-Heft "Armut bei Kindern und Jugendlichen" (siehe Pressemitteilung vom 26.10.2001 zur ersten Auflage).


Im Mittelpunkt des 150 Seiten umfassenden GBE-Beitrags "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit" steht die Frage, inwieweit sich die in Deutschland beobachtete Auseinanderentwicklung der Lebensverhältnisse im Gesundheitsstatus der Bevölkerung widerspiegelt. Nach Kapiteln zur Datengrundlage und zu gesundheitlichen Auswirkungen von Einkommensungleichheit diskutieren die Autoren vom Robert Koch-Institut die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und anderen zentralen Bereichen der Lebenslage, vor allem Einkommen, Bildung und Arbeit. Ein zweiter Schwerpunkt betrifft Bevölkerungsgruppen mit besonderen gesundheitlichen Belastungen und Risiken, oftmals weil Nachteile in den Bereichen Einkommen, Bildung und Arbeit zusammentreffen. Explizit gehen die Autoren dabei auf die gesundheitliche Situation von Arbeitslosen, Alleinerziehenden sowie Migranten ein. Außerdem analysieren sie die gesundheitlichen Konsequenzen des Aufwachsens in Armut und sozialer Benachteiligung und die soziale und gesundheitliche Lage älterer Menschen.


Der GBE-Beitrag ist die vollständige Veröffentlichung einer Expertise des Robert Koch-Instituts zum Thema "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit", die im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung entstanden ist. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Expertise haben bereits Eingang gefunden in den zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (im Internet abrufbar unter <www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/sicherheit/armutsbericht/index.cfm>). Als arm gelten Personen, Familien und Haushalte, die über so geringe materielle, kulturelle und soziale Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar ist.


Das Robert Koch-Institut, das die Gesundheitsberichterstattung des Bundes in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt durchführt, veröffentlicht regelmäßig Themenhefte. Als Ergänzung der fortlaufend erscheinenden GBE-Hefte gibt das Robert-Koch-Institut in loser Folge GBE-Beiträge heraus. Diese bieten zusätzliche, vertiefende Informationen zu wichtigen Aspekten der Gesundheitsberichterstattung. Der GBE-Beitrag "Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit" und das aktualisierte GBE-Heft "Armut bei Kindern und Jugendlichen" sind auf der RKI-Internetseite abrufbar (<www.rki.de>) und können kostenlos schriftlich angefordert werden: Robert Koch-Institut, GBE, Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de, Fax: 01888 - 754-3513.


*****************************************
Herausgeber:
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
D-13353 Berlin
<www.rki.de>


Pressestelle:
Susanne Glasmacher
(Pressesprecherin)
Günther Dettweiler
(stellv. Pressesprecher)
Claudia Eitner
Heidi Wothe


Kontakt:
Tel.: 01888.754-2239, -2562 und -2286
Fax: 01888.754 2265
E-Mail: presse@rki.de


Quelle: idw
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