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| "Gesprächskreis Rhein-Neckar": Universität Heidelberg lädt die Medien herzlich ein Zum traditionsreichen "Gesprächskreis Rhein-Neckar - Physikalische Forschung in Industrie und Hochschule" lädt die Universität Heidelberg Medien und interessierte Wissenschaftler - auch Doktoranden und Diplomanden - herzlich ein. Das 47. Treffen findet am Donnerstag, 10. Juli, 14.00 Uhr, im Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg statt (Im Neuenheimer Feld 227, 69 120 Heidelberg). Programm 14.00 Uhr: Dr. Volker Stadler, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg: Hochkomplexe Peptidarrays für Proteomforschung und Wirkstoffentwicklung 14.30 Uhr: Dr. Christopher Klatt, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim: STELLA - Dehnbare Elektronik für großflächige Anwendungen 15.00 Uhr: Prof. Dr. Peter Fischer, Institut für Technische Informatik der Universität Heidelberg: Kameras für das Unsichtbare - oder: wie man Einzelphotonen, Röntgenquanten und Teilchen filmen kann 16.10 Uhr: Dr. Jörg Bohsung, Siemens AG Healthcare Sector, Heidelberg: Strahlentherapie mit gerasterten Ionenstrahlen 16.40 Uhr: Dipl.-Ing. Andreas Hennecke, Pepperl+Fuchs GmbH, Mannheim: DART - Die neue Dimension der Eigensicherheit 17.15 Uhr: Dr. Rainer Stamen, Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg: Der Large Hadron Collider am CERN 18.00 Uhr: Imbiss Abstracts Dr. Volker Stadler, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg: Hochkomplexe Peptidarrays für Proteomforschung und Wirkstoffentwicklung Arrays ermöglichen die hochgradig parallelisierte Suche nach Bindungspartnern und haben so der biomedizinischen Forschung neue Impulse geliefert. Mit lithographischen Methoden können inzwischen DNA-Chips mit mehr als 50.000 verschiedenen Oligonukleotiden pro cm2 synthetisiert werden, während bei Peptidarrays bislang lediglich 25 verschiedene Moleküle pro cm2 möglich waren. Das liegt in erster Linie an der komplexen Chemie bei der kombinatorischen Peptidsynthese, die eine Anwendung lithographischer Methoden verhindert. Auf Basis von sogenannten Aminosäurepartikeln sowie einem speziellen Laserdrucker bzw. alternativ einem Mikrochip hat das Team ein völlig neuartiges Verfahren zur Herstellung von Peptidarrays entwickelt, das den Stand der Technik bei reduziertem Syntheseaufwand beträchtlich erhöht. Das Verfahren wird die breite Anwendung von Peptidarrays in der Proteomforschung und der Wirkstoffentwicklung ermöglichen. Dr. Christopher Klatt, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim: STELLA - Dehnbare Elektronik für großflächige Anwendungen Die Freudenberg Forschungsdienste KG, zentraler Dienstleister der Freudenberg-Gruppe, sind als industrieller Partner Konsortialführer im von der EU geförderten Projekt STELLA: dehnbare Elektronik für großflächige Anwendungen (STrechable ELectronics for Large area Applications). Darin verbirgt sich die Weiterentwicklung von flexiblen Leiterplatten mit dem Ziel, in die dritte Dimension vorzustoßen, d.h. faltenfreie drei-dimensionale Leiter- und Elektronikgebilde zu ermöglichen. Im Vordergrund steht dabei die Anwendung in textilen und elastomeren Produkten, die dicht am Menschen Verwendung finden. Am Ende soll ein neues Freudenberg-Produkt entstehen: dehnbare Schaltungsfolien für Elektronik auf Folien- oder Vliesstoffbasis. Technischer Stand im Projekt und Aspekte der Projektkoordination werden thematisiert. Prof. Dr. Peter Fischer, Institut für Technische Informatik der Universität Heidelberg: Kameras für das Unsichtbare - Oder: wie man Einzelphotonen, Röntgenquanten und Teilchen filmen kann Der Nachweis weniger Photonen, einzelner Röntgenquanten oder geladener Elementarteilchen ist in vielen Experimenten in Physik, Medizin oder Biologie eine zentrale Aufgabenstellung. Dabei sollen neben dem Ort oft auch der Auftreffzeitpunkt oder die Energie der Teilchen genau bestimmt werden. Die neuesten Einwicklungen in der Silizium-Sensortechnik bieten hierfür eine Fülle von Möglichkeiten. Im Vortrag werden einige neuere Typen von Siliziumsensoren vorgestellt und es wird gezeigt, wie hieraus mit spezialisierter Elektronik neuartige Sensorsysteme für zukünftige Anwendungen entstehen könnten. Dr. Jörg Bohsung, Siemens AG Healthcare Sector, Heidelberg: Strahlentherapie mit gerasterten Ionenstrahlen Im Herbst diesen Jahres wird das Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum HIT die ersten Patienten behandeln. Damit wird es erstmalig an einer Klinik möglich sein, mit Hilfe des sogenannten intensitätsgesteuerten Rasterscanverfahrens Protonen- oder Schwerionenstrahlen zur Strahlentherapie am Menschen einzusetzen. In dem Vortrag wird zunächst die Physik und Technik des Verfahrens erklärt sowie kurz auf die Vorteile von Protonen und Schwerionenstrahlen aus physikalischer und strahlenbiologischer Sicht im Vergleich zu der normaler Weise eingesetzten hochenergetischen Photonenstrahlung eingegangen. Anschließend werden der strahlentherapeutische Workflow bei HIT sowie bei weiteren in Planung bzw. in Bau befindlichen ähnlichen Anlagen der Firma Siemens näher erläutert und Gemeinsamkeiten und neue Herausforderungen im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie aufgezeigt. Dipl.-Ing. Andreas Hennecke, Pepperl+Fuchs GmbH, Mannheim: DART - Die neue Dimension der Eigensicherheit Eigensicherheit ist eine weltweit akzeptierte Zündschutzart, die gegenüber anderen Zündschutzarten zahlreiche Vorteile bietet. Das dynamisch wirkende eigensichere Energieversorgungskonzept DART ermöglicht erheblich höhere Wirkleistungen bei gleichzeitiger eigensicherer Energiebegrenzung durch Schnellabschaltung. Der Vortrag beschreibt das DART-Basiskonzept und zwei für bestimmte Anwendungsbereiche optimierte Lösungen - eine für allgemeine High-Power-Anwendungen und eine für Feldbusanwendungen. Dabei werden die Funktionsweise von DART erläutert, notwendige sicherheitstechnische, für den Nachweis der Eigensicherheit relevante Aspekte aufgezeigt und deren Auswirkungen auf die internationale Normung erläutert. Abschließend werden praktische Einsatzgebiete in der Prozessindustrie aufgezeigt. Dr. Rainer Stamen, Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg: Der Large Hadron Collider am CERN Nach mehrjähriger Entwicklungs- und Bauzeit geht im Herbst diesen Jahres der Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Betrieb und eröffnet damit der Teilchenphysik ein neues Forschungsfeld. Bei bisher unerreicht hohen Energien im Teraelektronenvoltbereich werden Protonenstrahlen mit höchster Intensität zur Kollision gebracht. Neben Präzisionsmessungen bisher bekannter Physik reichen die Forschungsmöglichkeiten von der Suche nach dem Higgs-Teilchen über dunkle Materie bis hin zu mikroskopischen schwarzen Löchern und zusätzlichen Raumdimensionen. Der Bau des LHC stellte die Ingenieure und Physiker vor enorme technologische Herausforderungen, die in internationaler Zusammenarbeit bewältigt wurden. Durch ein System von über 1000 supraleitenden Magneten, die bei 1.9 K betrieben werden, werden die Protonen auf einer 27 km langen Kreisbahn geführt und von einem System aus Kavitäten beschleunigt. Hierdurch werden Kollisionen von Protonpaketen mit jeweils 1011 Teilchen mit einer Rate von 40 MHz erzeugt. Der Vortrag beschreibt die technologischen Herausforderungen und Lösungen des LHC-Projekts. Rückfragen bitte an: Dr. Manfred von Schickfus Kirchhoff-Institut für Physik Im Neuenheimer Feld 227, 69120 Heidelberg Tel. 06221 548039, Fax 549869 gespraechskreis@kip.uni-heidelberg.de Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an: Dr. Michael Schwarz Pressesprecher der Universität Heidelberg Tel. 06221 542310, Fax 542317 michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de http://www.uni-heidelberg.de/presse Irene Thewalt Tel. 06221 542310, Fax 542317 presse@rektorat.uni-heidelberg.de Quelle: idw |
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