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GDCh ab 2008 mit neuem Präsidium und Vorstand - Klaus Müllen wird Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker

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Alt 26.11.2007, 13:00
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GDCh ab 2008 mit neuem Präsidium und Vorstand - Klaus Müllen wird Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker

Ab 1. Januar 2008 ist Professor Dr. Klaus Müllen, Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz, und Honorarprofessor an der Universität Mainz, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Er löst in dieser Funktion, turnusgemäß, Professor Dr. Dieter Jahn, BASF AG, Ludwigshafen, ab. Jahn wird ebenso wie Dr. Gisela Liebich, Laboratorium Dr. Liebich, Appenweier, im kommenden Jahr stellvertretender GDCh-Präsident sein. Jahn und Liebich ersetzen im Präsidium Professor Dr. Henning Hopf, Universität Braunschweig, der nach acht Jahren aus dem GDCh-Vorstand ausscheidet, und Professor Dr. Annette G. Beck-Sickinger, Universität Leipzig, die im Vorstand verbleibt. Neuer Schatzmeister und damit Nachfolger von Dr. Jan Sombroek, Merck KGaA, Darmstadt, wird Dr. Hans Jürgen Wernicke, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Süd-Chemie AG, München.


Über 27.000 Mitglieder der GDCh waren im Sommer 2007 aufgefordert, aus 22 Kandidaten 14 neue Vorstandsmitglieder für die Amtsperiode 2008 bis 2011 zu wählen, die zu gleichen Teilen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Behörden einerseits sowie der Wirtschaft und freien Berufen andererseits angehören. Außer den bereits genannten Präsidiumsmitgliedern setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Professor Dr. Barbara Albert, TU Darmstadt, Professor Dr. François Diederich, ETH Zürich, Professor Michael Dröscher, Evonik Degussa GmbH, Essen, Professor Dr. Alois Fürstner, MPI Mülheim/Ruhr, Dr. Thomas Geelhaar, Merck KGaA, Darmstadt, Dr. Angela Lockhoff, Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, Professor Dr. Gisela Lück, Universität Bielefeld, Dr. Tanja Schaffer, Lipoid GmbH, Ludwigshafen, und Professor Dr. Ferdi Schüth, MPI Mülheim/Ruhr. Von den 25 GDCh-Fachgruppen und -Sektionen wurde außerdem Professor Dr. Günter Gauglitz, Universität Tübingen, in den Vorstand entsandt. Der neue Vorstand wählte auf seiner konstituierenden Sitzung aus seinen Reihen das Präsidium für das Jahr 2008. Die Amtszeit des Präsidenten dauert zwei Jahre.


Klaus Müllen gehört zu den profiliertesten Chemikern Deutschlands, was zahlreiche Auszeichnungen wie der Max-Planck-Forschungspreis, der Philip-Morris-Forschungspreis oder der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft deutlich machen. In seinen Hauptarbeitsgebieten Synthetische Makromolekulare Chemie, Supramolekulare Chemie, Nanowissenschaften und Materialwissenschaften behandelt er aktuelle Fragestellungen der chemischen Grundlagenforschung ebenso wie mögliche neue Anwendungen. Daher möchte er sich auch bei seiner zukünftigen Arbeit in der GDCh dafür einsetzen, dass "Übergänge jedweder Art zwischen Hochschule und Unternehmen weiterentwickelt werden sowie gegenseitige Wahrnehmungskompetenz und Informationsaustausch gestärkt werden", so Müllen, dem es besonders wichtig ist, dass sich überlappende Forschungsinteressen in Zukunft besser identifiziert werden.


Müllen wurde 1947 in Köln geboren und begann dort auch sein Studium der Chemie, das er 1971 an der Universität Basel mit der Promotion abschloss. Nach seiner Habilitation an der ETH Zürich 1977 begann er seine Professorenlaufbahn in Organischer Chemie an der Universität Köln, bevor er 1983 an die Universität Mainz wechselte. 1989 wurde er als Direktor an das Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung berufen. Rund 1000 Publikationen und 30 Patente sind mit seinem Namen verknüpft.


Müllen ist seit 1968 Mitglied der GDCh, 1985 übernahm er für einige Zeit den Vorsitz des GDCh-Ortsverbands Wiesbaden-Mainz. Mitglied in den GDCh-Fachgruppen Magnetische Resonanzspektroskopie und Makromolekulare Chemie ist er seit 1979 bzw. 1999.


Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit über 27000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 25 Fachgruppen und Sektionen sowie 62 Ortsverbände.


Weitere Informationen:
- http://www.gdch.de

Quelle: idw
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