Dies ist eine Diskussion zu Frühwarnsystem gegen multiresistente Keime. Neues Analyse-Software-Programm für MRSA-Bakterien mit von der HAW Hamburg entwickelt. innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Frühwarnsystem gegen multiresistente Keime. Neues Analyse-Software-Programm für MRSA-Bakterien mit von der HAW Hamburg entwickelt. Wie die Forscher in ihrem Artikel in der jüngsten Ausgabe der internationalen biowissenschaftlich-medizinischen Zeitschrift "PloS Medicine" berichten, wurde eine spezielle Software entwickelt, die eine automatisierte Analyse von Patientenmaterialien auf charakteristische Gensequenzen zur genetischen Typisierung ("genetscher Fingerabdruck") unterschiedlicher MRSA-Bakterienstämme erlaubt. In das Programm integriert ist eine Datenbank mit epidemiologischen Informationen, die sämtliche Angaben über das bisherige Auftreten und die Gefährlichkeit von MRSA-Stämmen zur Verfügung hat. Die Ergebnisse der molekulargenetischen Analyse werden dabei automatisch mit der Datenbank abgeglichen. Bei dem Verdacht eines Ausbruchs wird sofort Alarm ausgelöst. Im Gegensatz zum bisherigen Vorgehen, verknüpft das neue System die molekulargenetische Analyse mit medizinischer Hintergrundinformation und liefert dabei nicht nur exaktere Ergebnisse, sondern ist auch deutlich schneller und kostengünstiger als klassische Überwachungsverfahren. Im Hinblick auf die weltweit zunehmende Verbreitung von MRSA-Bakterien könnte das jetzt in Münster zusammen mit Hamburg entwickelte Frühwarnsystem dazu beitragen, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und die Zahl der damit einhergehenden Todesfälle zu reduzieren. In Europa gibt es starke Unterschiede im Vorkommen von MRSA. Der Anteil dieser Bakterien beträgt in Großbritannien mittlerweile 60 Prozent, in Deutschland wurde in den letzten Jahren ein steiler Anstieg von drei auf etwa 25 Prozent beobachtet. In den Niederlanden und Skandinavien hält sich die Rate seit Jahren durch strikte Hygienemaßnahmen und Typisierung stabil unter drei Prozent. Neben verlängerten und schwereren Krankheitsverläufen bedeutet das Auftreten von MRSA äußerst arbeitsaufwändige und für das Krankenhaus sehr teure Konsequenzen, im Extremfall die Schließung ganzer Stationen. Kontakt in Münster: Poliklinik für Parodontologie Prof. Dr. med. Dag Harmsen Tel. +49 251 83-47059 Fax: +49 251 83-47134 E-Mail: dharmsen@uni-muenster.de Kontakt in Hamburg: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Prof. Dr. med. Ralf Reintjes Tel. +49.40.428 75-6106 E-Mail: Ralf.Reintjes@rzbd.haw-hamburg.de Weitere Informationen: - <www. haw-hamburg.de> Quelle: idw |
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