Dies ist eine Diskussion zu Frankreichs Beziehungen zu Afrika im Focus innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Frankreichs Beziehungen zu Afrika im Focus Von Vorträgen bis Filmen Die Veranstaltungsreihe des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung der Uni Stuttgart, der DVA-Stiftung, des Institut français, des Literaturhauses und des Kommunalen Kinos setzt sich in Vorträgen und Filmen mit dem Rahmenthema "Frankreich - Afrika - Europa. Kolonialer Riss und heutige Erfordernisse" auseinander. Zum Auftakt am 21. Mai im Institut français de Stuttgart wird der französische Historiker Nicolas Bancel (Strasbourg/Lausanne) die Frage des Kolonialerbes in Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen in Frankreich darstellen. Am 14. Juni wird die Schriftstellerin, Soziologin und ehemalige Kulturministerin von Mali, Aminata Traoré (Bamako), im Stuttgarter Literaturhaus die Herausforderungen französischer und europäischer Afrikapolitik aus afrikanischer Perspektive behandeln. Zwei literarische Gallionsfiguren der postkolonialen Generation, Alain Mabanckou und Abdourahman Waberi, werden am 20. Juni im Institut français über die Situation der zeitgenössischen frankophonen Literatur diskutieren. Im Kommunalen Kino schließlich sind vom 1. bis 15. Juli vier Filme von Abderrahmame Sissako (Sokolo/Mali, Paris) zu sehen, die sich mit der Erfahrung der Fremde und des Exils auseinandersetzen. Sein jüngster Film "Bamako" lief 2006 im offiziellen Wettbewerb in Cannes und hat international für Aufsehen gesorgt. Am 5. Juli wird der Filmemacher im Anschluss an die Vorführung zum Gespräch zur Verfügung stehen. Impuls aus der Uni "Die Beziehung der Franzosen und der Europäer zu Afrika bewegt sich zwischen nachkolonialem schlechten Gewissen, einem eurozentristisch gefärbten "désir d´exotisme", Verdrängen und schlichter Ignoranz", sagt die Initiatorin des Projekts, Françoise Joly. Für umso wichtiger hält die Romanistin die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Afrika, mit seiner Kultur und Politik. "Gerade angehende Romanisten oder Französisch-Lehrer sollten nicht nur Frankreich-Spezialisten sein, sondern auch die frankophone Welt besser kennen", betont sie. Dass es gelungen ist, aus einem studentischen Projektseminar nun eine Veranstaltungsreihe mit mehreren Institutionen zu entwickeln, freut sie besonders. Zeige es doch, dass die universitäre Lehre hier als Impulsgeber gewirkt habe. Weitere Informationen unter <www.uni-stuttgart.de/lettres/projekte/afriques/index.html> <www.kultur-frankreich.de> <www.literaturhaus-stuttgart.de> <www.koki-stuttgart.de> sowie unter Francoise.Joly@ilw.uni-stuttgart.de Quelle: idw |
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