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Forschungsprojekt "Primär- und Sekundärprävention für Kinder psychisch Kranker"

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Alt 24.11.2005, 10:00
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Forschungsprojekt "Primär- und Sekundärprävention für Kinder psychisch Kranker"

In Deutschland sind mindestens 200.000 bis 500.000 Kinder psychisch kranker Eltern vielfältigen psychischen und sozialen Belastungen ausgesetzt, die sich aus der Erkrankung der Eltern einerseits und aus den Reaktionen der Familie und Umwelt andererseits ergeben. Daraus entstehen ein hoher Leidensdruck und ein stark erhöhtes Risiko für Verhaltens- und Entwicklungsstörungen. Die Familien und die betroffenen Kinder halten ihre Belastungen aus Ängsten, Scham- und Schuldgefühlen jedoch meist geheim. Bisher erhalten nur diejenigen Kinder professionelle Aufmerksamkeit und Hilfe, die bereits massiv auffällig oder selbst krank geworden sind.


Ein von der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung/ Sozialpsychiatrie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen - Marburg, Standort Gießen, geplantes Projekt kombiniert die Inangriffnahme von konkreten Hilfsmöglichkeiten mit einem Forschungsvorhaben. Dieses richtet sich auf den bisher zu wenig bekannten quantitativen und qualitativen Versorgungsbedarf, die Möglichkeit seiner Vermittlung, ohne die Betroffenen zu stigmatisieren sowie das subjektive Erleben von betroffenen Kindern und ihrer Familie. Für die Erwachsenenpsychiatrie soll eine Hilfestellung erarbeitet werden, um institutionelle "Barrieren" zu Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe zu überwinden.


Die Willy Robert Pitzer Stiftung Bad Nauheim übernimmt 25.000 ? der Projekt-Finanzierung für den Forschungsteil. Im feierlichen Rahmen und im Beisein von Vertretern der Angehörigen und Betroffenenorganisationen übergibt Prof. Dr. Bernd Wüsten, Ärztlicher Leiter in der Pitzer Klinik am Südpark,


am Mittwoch, 30. November 2005, um 13 Uhr
im Konferenzraum der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
(Hauptgebäude, Am Steg 22, 35385 Gießen, 1. OG)


den Bewilligungsbescheid der Stiftung an PD Dr. Michael Franz, Leiter der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung / Sozialpsychiatrie und Stellvertretenden Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen - Marburg, Standort Gießen. Das Projekt hat eine Laufzeit von einem Jahr und soll am 1. Januar 2006 starten.


Kontakt:
PD Dr. Michael Franz
Leiter der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung / Sozialpsychiatrie
und Stellvetretender Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
des Universitätsklinikums Gießen - Marburg
Am Steg 24
35385 Gießen
Telefon: 0641/99-457-55
Fax: 0641799-457-69
E-Mail: michael.franz@psychiat.med.uni-giessen.de


Weitere Informationen:
- http://www.med.uni-giessen.de/psychiat/
- http://www.pitzer-stiftung.de

Quelle: idw
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