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Europa und die globalen Herausforderungen

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Alt 20.02.2009, 12:00
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Europa und die globalen Herausforderungen

VolkswagenStiftung startet mit zwei weiteren europäischen Stiftungen Ausschreibung zum Thema "Europe and Global Challenges"





Drei europäische Stiftungen starten heute gemeinsam eine neue Ausschreibung. "Europe and Global Challenges" - Europa und die globalen Herausforderungen: Unter diesem thematischen Dach setzen die drei Partner Compagnia di San Paolo in Turin, Italien, der Riksbankens Jubileumsfond in Stockholm, Schweden, und die VolkswagenStiftung mit Sitz in Hannover ihre inzwischen seit dem Jahr 2004 etablierte Zusammenarbeit fort (Näheres dazu auf Seite 2). In den kommenden Jahren wollen sie bis zu zehn international und interdisziplinär zusammengesetzte Forschergruppen unterstützen - pro Gruppe mit einem Betrag von 500.000 Euro bis zu einer Million Euro.


Inhaltlich sollen sich diese Teams "globaler Herausforderungen" annehmen: internationale Konfliktprävention und Krisenmanagement, die Folgen des Klimawandels, die Herausforderungen einer internationalen Finanzarchitektur - oder doch die Frage nach einer Reform der Vereinten Nationen? Es gibt viele denkbare "globale Herausforderungen" zu bearbeiten. Auf inhaltliche Vorgaben verzichten die Stiftungen bei der Ausschreibung "Europe and Global Challenges" daher ganz; das konkrete Thema einer Forschergruppe muss überzeugen hinsichtlich seiner Brisanz für Europa und für andere Weltregionen.


Ziel ist, dass in einer Arbeitsgruppe sowohl verschiedene wissenschaftliche Disziplinen vertreten sind als auch Personen in unterschiedlichen Phasen ihrer Karriere. Die Beteiligten sollen dabei nicht nur aus der Wissenschaft kommen, explizit angestrebt ist auch die Einbindung von Fachleuten aus der Praxis. Die an einer wissenschaftlichen Einrichtung innerhalb der Europäischen Union verankerten Forschergruppen sollten zudem jeweils Experten aus anderen Weltregionen einbeziehen.


Folgender Ablauf der Ausschreibung ist vorgesehen. Als ersten Schritt eröffnen die beteiligten Stiftungen jetzt einen Wettbewerb um Pilotstudien (Stichtag 30. April 2009), die mit maximal 50.000 Euro gefördert werden können. Wer hier zum Zuge kommt, wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2009 entschieden. Daran schließt sich im Jahr darauf ein neuer Wettbewerb an um die Unterstützung der eigentlichen Forschergruppen - zugelassen sind hier auch Bewerber, die keine Pilotstudie gefördert bekamen. Am Ende des Verfahrens sollen zehn Forschergruppen die Arbeit aufnehmen. Details zur Ausschreibung finden Sie im "Merkblatt zur Antragstellung" unter <www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/merkblaetter/MB_78e_e.pdf>


Vorgeschichte:
Die jetzt aufgelegte Ausschreibung "Europe and Global Challenges" knüpft an das gemeinsame Engagement der drei Partnerstiftungen Compagnia di San Paolo, Riksbankens Jubileumsfond und VolkswagenStiftung an. Sie geht jedoch inhaltlich, geografisch sowie hinsichtlich der organisatorischen Verankerung der Geförderten über die bisherige Stiftungskooperation hinaus.


Ziel des bisherigen gemeinsamen Forschungs- und Ausbildungsprogramms "European Foreign and Security Policy Studies" war es, eine künftige Generation europäischer Führungskräfte auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik zu qualifizieren. Mit den letzten Bewilligungen im Frühjahr 2008 haben die drei Stiftungen im Zeitraum von 2004 bis 2008 insgesamt 94 "junge Europäer" gefördert, die politisch unabhängig und über die Grenzen der eigenen nationalen Perspektive hinaus neue Denk- und Herangehensweisen für die Außen- und Sicherheitspolitik Europas entwickeln und mit diesen die öffentliche Debatte zu beeinflussen suchen. Für 38 dieser individuell - mit insgesamt 1,8 Millionen Euro - Geförderten ist die VolkswagenStiftung zuständig.


Die Stipendien für die jungen Wissenschaftler und Praktiker mit dem entsprechenden Hintergrund dienten der Forschung und Weiterqualifikation zu Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik auf postgradualem und postdoktoralem Niveau. Erwartet wurden von den Geförderten Arbeitsaufenthalte in weiteren europäischen Ländern. Inzwischen hat gut die Hälfte der Stipendiaten ihre Vorhaben erfolgreich abgeschlossen. Nach den bisherigen Erfahrungen fanden sie im Anschluss an diese Qualifizierungsphase rasch den Einstieg in weiterführende wissenschaftliche und teilweise auch praxisbezogene Laufbahnen.


Die Nachwuchskräfte wurden und werden über internationale Konferenzen, Workshops und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten, die von den drei Stiftungen veranstaltet werden, miteinander vernetzt - auch weiterhin. So unterstützen insbesondere die Partnerstiftungen in Turin und Stockholm auch in Zukunft entsprechende Veranstaltungen: etwa die Abschlusskonferenzen des dritten und vierten Jahrgangs in den Jahren 2009 und 2010. Mehr Informationen zu den "European Foreign and Security Policy Studies" finden Sie auch auf der Homepage des Programms unter <http://www.efsps.eu/index.php>.


Seit dem Jahr 2006 vergeben die drei Partnerstiftungen zudem den mit jeweils 20.000 Euro ausgestatteten Anna-Lindh-Award für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Bisherige Preisträgerinnen sind die Politikwissenschaftlerinnen Professor Dr. Helen Sjursen aus Oslo, Professor Dr. Karen E. Smith aus London und Dr. Nathalie Tocci aus Rom.


Kontakte
VolkswagenStiftung


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de


Förderinitiative
Dr. Alfred Schmidt
Telefon: 0511 8381 - 237
E-Mail: schmidt@volkswagenstiftung.de


Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter <http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20090220>


Quelle: idw
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