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Erfolgreiches Promotionsprogramm der Uni Osnabrück wird mit 650.000 Euro gefördert

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Alt 25.10.2005, 12:00
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Erfolgreiches Promotionsprogramm der Uni Osnabrück wird mit 650.000 Euro gefördert

Im Rahmen des Förderprogramms finanziert das Land Niedersachsen exzellente innovative Doktorarbeiten gezielt durch Lichtenberg-Stipendien und Sachmittel. Die Stipendien sind nach dem Physiker, Astronomen, Philosophen und Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) benannt und vergleichsweise hoch. "Durch die gute Ausstattung sollen die Doktoranden in die Lage versetzt werden, Spitzenforschung zu betreiben und gleichzeitig innerhalb von drei Jahren zu promovieren", so der Physiker Prof. Dr. Jürgen Schnack, der als Sprecher des Promotionsprogramms für die Geschäftsführung verantwortlich ist.


Das Promotionsprogramm wurde im Jahre 2002 eingerichtet. Nach der ersten Förderperiode erfolgte in diesem Jahr eine Evaluation der Forschungs- und Ausbildungsleistungen. Mit der Verlängerung erreicht das Promotionsprogramm dann die Förderungshöchstdauer. Die beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Auswirkungen einer verringerten Dimension auf die Eigenschaften bestimmter Materialien. "Eine dünne, zwei-dimensionale Schicht oder gar ein einzelnes Molekül zeigen sehr oft ein Verhalten, das von dem eines Festkörpers, wie wir ihn gewöhnlich in die Hand nehmen, stark abweichen kann", erläutert Schnack. So können so genannte magnetische Moleküle einzeln oder auf Oberflächen sich wie kleine Permanentmagneten verhalten, selbst wenn das entsprechende Metall überhaupt nicht magnetisch ist. Darüber hinaus können molekulare Filme, wie sie in einem weiteren Projekt untersucht werden, die Eigenschaften von Oberflächen dramatisch verändern. Dies wird zum Beispiel in Katalysatoren oder bei bestimmten beschichteten Spiegeln genutzt. Ein Film aus magnetischen Molekülen könnte in Zukunft magnetische Festplatten in Computern revolutionieren. Neben physikalischen Fragestellungen werden auch chemische und biologische Projekte bearbeitet, die sich beispielsweise mit Elektroden befassen, die als Biosensoren dienen können.


Verbunden mit dem Promotionsprogramm war die Einrichtung einer Graduiertenschule, in der Ausbildung und Betreuung der Doktoranden koordiniert werden. In der kommenden Förderperiode wird es darum gehen, Studiengänge zu entwickeln, die das Masterstudium mit der Promotion verknüpfen. Solche Master-Plus-Programme wenden sich an exzellente Studierende, die mit Hilfe speziell zugeschnittener Curricula in einem Intensivstudium unmittelbar zur Promotion geführt werden.


Weitere Informationen:
apl. Prof. Dr. Jürgen Schnack, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik, Barbarastraße 7, D-49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 2695, Fax +49 541 969 12695,
e-mail: jschnack@uni-osnabrueck.de


Quelle: idw
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