Dies ist eine Diskussion zu Dr. Niko Beerenwinkel erhält für seine Doktorarbeit am Max Planck Institut für Informatik in Saarbrücken die "Otto-Hahn-Medaille" der Max-Planck-Gesellschaft innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Dr. Niko Beerenwinkel erhält für seine Doktorarbeit am Max Planck Institut für Informatik in Saarbrücken die "Otto-Hahn-Medaille" der Max-Planck-Gesellschaft Niko Beerenwinkel erhält diese Auszeichnung für die Arbeiten über computergestützte Analysen von Resistenzphänomen bei HIV Infektionen, die dem jungen Gebiet der klinischen Bioinformatik wesentliche Impulse verliehen haben. Die Anwendung der entwickelten Modelle hat bereits als "Prototyp" in der klinischen Praxis Anwendungserfolge gezeigt. Niko Beerenwinkel, der am 18. Mai 1973 in Düsseldorf geboren wurde, erhielt 2004 ein Forschungsstipendium und führt seit Dezember 2004 seine wissenschaftlichen Arbeiten an der Universität von Kalifornien in Berkeley weiter. Laudatio der MPG In seiner Doktorarbeit entwickelte Herr Dr. Beerenwinkel eine Reihe rechnergestützte Methoden zur Analyse von Resistenzphänomen von HIV gegen Wirkstoff-Kombinationstherapien. Als Ausgangspunkt dienen biochemische und klinische Daten über HIV Infektionen. Mit hoch innovativen Methoden der bioinformatorischen Modellierung und des statistischen Lernens gelang es Niko Beerenwinkel, nicht nur über die Resistenz eines durch das Genom gegebenen HIV Stammes gegen Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen Aussagen zu machen. Darüber hinaus ermöglichen die Methoden eine Vorausschau dahingehend, wie leicht oder schwierig es für das Virus ist, durch fortgesetzte Mutation unter der Wirkstofftherapie zu überleben. Dies ist die Grundlage für einen Webserver, der bei einem gegebenen HIV Stamm Kombinationstherapien vorschlägt. (Anm. Dieser Webdienst wurde schon über 36.000-mal von Ärzten und Aidsforschern in Anspruch genommen) Ferner konnte Niko Beerenwinkel mit einer speziellen Modellierung Aussagen über den Zeitverlauf der genetischen Veränderung des Virus machen, obwohl ihm Zeitablauf-Daten nicht zur Verfügung standen. Der Preis Seit 1978 zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr bis zu 40 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen mit der "Otto-Hahn-Medaille" aus. Sie ist neben einem Anerkennungsbetrag mit der Möglichkeit eines einjährigen Forschungsaufenthaltes im Ausland verbunden. Durch die Preisverleihung und den Auslandsaufenthalt sollen besonders begabte Nachwuchswissenschaftler zu einer späteren Hochschul- bzw. Forscherkarriere motiviert werden. Bereits 7 Preisträger der "Otto-Hahn-Medaille" am Max-Planck-Instituts für Informatik Bis heute wurden neben Niko Beerenwinkel (2005) auch Susanne Albers (1994), Peter Barth (1995), Hannah Bast (2000), Fritz Eisenbrand (2001), Stephan Funke (2003) und Jan Kautz (2004) bereits sieben Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Informatik mit der "Otto-Hahn-Medaille" ausgezeichnet. Die Otto-Hahn-Medaille wurde Niko Beerenwinkel anlässlich der Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Rostock in der Sitzung der Physikalisch-Physikalisch-Technischen Sektion am 22.06.2004 verliehen. Weitere Fragen an den Preisträger Niko Beerenwinkel University of California Department of Mathematics 898 Evans Hall Berkeley, CA 94720-3840 E-Mail: niko@math.berkeley.edu oder nähere Informationen über das Projekt: Tobias Sing Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken Tel. 0681/9325-315 E-Mail: tobias.sing@mpi-sb.mpg.de Quelle: idw |
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