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Dipl.-Ing. Bertold Hopf, Daimler AG: Preisträger des Innovation Award Laser Technology 2008

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Alt 09.05.2008, 16:00
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Dipl.-Ing. Bertold Hopf, Daimler AG: Preisträger des Innovation Award Laser Technology 2008

Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Innovation Award Laser Technology 2008, der seitens des Arbeitskreises Lasertechnik e.V. und des European Laser Institute ELI am 08. Mai 2008 im Rathaus zu Aachen verliehen wurde, ist Dipl.-Ing. Bertold Hopf, Daimler AG, Sindelfingen. Bertold Hopf hat sich als Sprecher des RobScan Projekt-Teams bei der offenen Ausschreibung beworben. Über 300 Teilnehmer des International Laser Technology Congress AKL?08 wohnten der Preisverleihung im historischen Ambiente des Krönungssaales bei.





Prof. Reinhart Poprawe, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Lasertechnik AKL e.V. und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT hob die engagierte Arbeit des RobScan Projekt-Teams und die herausragende Innovation auf dem Gebiet der Lasertechnik hervor. RobScan - Robot-guided remote Scanner for laser beam welding - ist ein neuer Laserschweißprozess, der für den Fahrzeugbau durch Dipl.-Ing. Bertold Hopf und Dr. Klaus Debschütz und deren Projekt-Team bei der Daimler AG entwickelt wurde. Dipl.-Ing. Bertold Hopf ist
Leiter Werkstoff- und Fertigungstechnik im Center Produktions- und Werkstofftechnik der Daimler AG in Sindelfingen. Dr. Klaus D. Debschütz ist Leiter Materials, Manufacturing, Concepts - Body der Konzernforschung & MBC Entwicklung der Daimler AG in Ulm. Die Innovation des RobScan Systems besteht aus einer Kombination von verschiedenen Hardware Komponenten und bei Daimler entwickelter Verfahrenstechnologie und Prozeßüberwachungs-Software. Es ist ein neuer Zugang zum Laserstrahlschweißen unter Einbeziehung der bekannten Vorteile des Verfahrens und durch Erweiterung um neue Möglichkeiten der Verfahrenstechnik und um neue Überwachungssysteme, so dass sämtliche Potenziale des Remote Scanners genutzt werden können. Somit konnten die Schweißgeschwindigkeiten erhöht und die Schweißqualität verbessert werden. Das RobScan Verfahren kombiniert die hohen Geschwindigkeiten und die Präzision von Scanner Optiken mit der Flexibilität eines Roboters. Der wirtschaftliche Nutzen für die Automobilindustrie konnte überzeugend dargestellt werden.


Die technologischen Auswirkungen sind:
- Reduzierte Herstellkosten für Rohkarosserien
- Erhöhte Qualität durch bessere Schweißergebnisse, reduzierte Flanschbreiten
und erhöhte Festigkeit
- Reduzierte Taktzeiten durch die Welding-on-the-Fly-Technik
- Verbesserte Qualitätssicherung durch eine 100% online Qualitätsüberwachung
- Flexibilität in der Produktion


Die internationale Jury wählte nach dem Prinzip der Bestenauslese und auf der Grundlage der veröffentlichten Beurteilungskriterien (siehe <www.innovation-award-laser.org> ) 3 Innovations-Teams als Finalisten aus 15 eingereichten Bewerbungen aus:


- RobScan - Robot-guided Remote Scanner for Laser Beam Welding
(Team-Sprecher: Dipl.-Ing. Bertold Hopf, Leiter Werkstoff- und
Fertigungstechnik im Center Produktions- und Werkstofftechnik der Daimler AG
in Sindelfingen)


- RAPID: High-power, high-repetition-rate picosecond (ps) laser for industrial
high-end micromachining
(Team-Sprecher: Dr. Achim Nebel, Geschäftsführer, LUMERA LASER GmbH,
Kaiserslautern)


- Ultrafast Laser for Efficient Industrial Micromachining
(Team-Sprecher: Dr. Dirk Sutter, Senior Scientist, Advanced R&D and Product
Development Manager, TRUMPF Laser GmbH + Co. KG, Schramberg)


Alle 3 Projekte haben zu einer herausragenden Innovation im Bereich der Lasertechnik geführt und werden ausführlich unter <www.innovation-award-laser.org> vorgestellt. Somit waren die 3 Finalisten für den Innovation Award Laser Technology 2008 nominiert. Die Trophäe für den Preisträger sowie die Urkunden für alle Finalisten überreichten Dipl.-Ing. Ulrich Berners, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises Lasertechnik AKL e.V., Dr. Stefan Kaierle, Vorstandsvorsitzender des European Laser Institute ELI und Ric Parker, Director Research and Technology der Rolls-Royce plc und Festredner der Preisverleihung. Der Preisträger Bertold Hopf wurde weiterhin zum "AKL Fellow" and "ELI Fellow" ernannt.


Der Innovation Award Laser Technology wird vom Arbeitskreis Lasertechnik e.V. und dem European Laser Institute ELI alle 2 Jahre als europäischer Wissenschaftspreis verliehen. Er richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Projektgruppen, deren Fähigkeiten und Engagement zu einer herausragenden Innovation auf dem Gebiet der Lasertechnik geführt haben. Die abgeschlossenen wissenschaftlichen und technologischen Arbeiten befassen sich im Kern mit der Nutzung und Erzeugung von Laserlicht zur Materialbearbeitung und haben zu einem belegbaren wirtschaftlichen Nutzen für die Industrie geführt.


Die internationale Jury besteht aus 10 Vertretern aus Industrie und Wissenschaft. Für die Bewertung der Arbeiten werden vorrangig folgende Kriterien verwendet:
- realisierter wirtschaftlicher Nutzen
- Innovationshöhe der realisierten Laserstrahlquellen, Laserfertigungsverfahren
oder Lasersysteme
- wissenschaftlich / technologische Qualität der durchgeführten Arbeiten
- technologische Kreativität der verantwortlichen Einzelperson oder der
Projektgruppe
- Grad der Einbindung des Antragstellers in den gesamten Innovationsprozess


Arbeitskreis Lasertechnik AKL e.V.


Im Arbeitskreis Lasertechnik AKL e.V. haben sich im Jahr 1990 Firmen und
Einzelpersonen zusammengeschlossen, um durch Erfahrungsaustausch und
Öffentlichkeitsarbeit die Verbreitung der Lasertechnik in der Wirtschaft sowie
den wissenschaftlichen Gedankenaustausch zu fördern. Der Innovation Award Laser Technology soll internationale Spitzenleistungen der angewandten Lasertechnik würdigen und sichtbar machen.


Im Jahr 2008 engagieren sich über 80 Mitglieder aktiv im Netzwerk der Laser-Experten und -Enthusiasten. Der AKL e.V. informiert über lasertechnische Innovationen, organisiert Tagungen und Seminare, erstellt Lehrmittel zur Lasertechnik, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und berät Industrie und Wissenschaft in lasertechnischen Fragestellungen.


European Laser Institute ELI


Optische Technologien sind heute fester Bestandteil vieler Zweige der industriellen Fertigung. Im Bereich der Lasertechnik sind die Potenziale bei weitem nicht ausgeschöpft. Europa hat sich im internationalen Wettbewerb sowohl im Bereich der Forschung als auch in der Anwendung von Lasertechnologien bereits sehr gut platziert. Um diese Position festigen zu können, ist eine verstärkte Vernetzung vorhandenen Wissens sowie ein gemeinschaftliches Vorantreiben der Forschung dringend notwendig. ELI hat sich die Aufgabe gestellt, europäischen Forschungs-einrichtungen sowie Industrieunternehmen eine Plattform zu schaffen, in der Laser-kompetenz gebündelt aber auch industrieller Bedarf diskutiert werden kann. ELI arbeitet aktiv bei der Gestaltung der nationalen und europäischen Forschungs-landschaft mit (z.B. 7. Forschungs-Rahmenprogramm der EU). In Kooperation mit nationalen und internationalen Netzwerken beteiligt sich ELI an der Organisation von Konferenzen, Seminaren, Summerschools und ist Mitherausgeber des LIA Journals.


Weitere Informationen:
- http://zum Innovationspreis und zu d...ard-laser.org>
- http://zum Arbeitskreis Lasertechnik...www.akl-ev.de>
- http://zum European Laser Institute ...institute.org>

Quelle: idw
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