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| Die Schattenseiten der Sonne Jena (02.11.07) Ohne Sonne könnten wir nicht leben. Doch wer seiner Haut zu viel Sonnenstrahlung zumutet, riskiert nicht nur Sonnenbrand oder vorzeitige Hautalterung, sondern auch Hautkrebs. Hautkrebs ist mittlerweile die am häufigsten vorkommende Tumorart des Menschen. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 15.000 Menschen an der aggressivsten Form, dem schwarzen Hautkrebs. Die jährlichen Zuwachsraten neu auftretender Fälle dieses Tumors liegen bei drei Prozent. Von dem häufigeren weißen Hautkrebs, der jedoch seltener Tochtergeschwülste ausbildet, ist nahezu jeder dritte Bundesbürger während seines Lebens betroffen. "Auch für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren starken Zuwachs zu rechnen", macht Dr. Martin Kaatz von der Hautklinik des Universitätsklinikums Jena deutlich. Dies resultiere sowohl aus dem Wandel im Freizeitverhalten als auch aus den Folgen des globalen Klimawandels. Doch auch die demographische Entwicklung in den Industriestaaten lasse einen weiteren deutlichen Anstieg an Tumorerkrankungen der Haut erwarten. Denn je älter die Menschen werden, umso mehr ultravioletter Sonnenstrahlung ist ihre Haut im Laufe des Lebens ausgesetzt. Zusätzlich ist die Sonnenbelastung in Kindheit und Jugend entscheidend für das Hautkrebsrisiko insbesondere für den schwarzen Hautkrebs. Mit dem Thema Hautkrebs befasst sich der 11. Dermatoonkologische Tag, der am Samstag (3. November) im Alten Schloss Dornburg stattfindet und einen seiner Schwerpunkte auf die älteren Hauttumorpatienten setzt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Universitäts-Hautklinik Jena und der Arbeitsgemeinschaft dermatologische Onkologie (ADO) gestaltet. Unter den ca. 60 bis 70 Teilnehmern werden Dermatologen aus Mitteldeutschland aber auch Kollegen aus anderen Fachdisziplinen erwartet. Neben Verbesserungen in der Prävention bilden Neuentwicklungen in der Therapie von Hautkrebserkrankungen einen Schwerpunkt der Tagung. So werden beispielsweise neue Substanzen zur Behandlung von Hauttumoren vorgestellt und geeignete Maßnahmen der sozialmedizinischen Betreuung und Rehabilitation der oft betagten Patienten diskutiert, die häufig unter zahlreichen Begleiterkrankungen leiden. Kontakt: Dr. Martin Kaatz Hautklinik des Universitätsklinikums Jena Erfurter Straße 35, 07743 Jena Tel.: 03641 / 937302 E-Mail: martin.kaatz[at]med.uni-jena.de Weitere Informationen: - http://www.uni-jena.de Quelle: idw |
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