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Die Hochschule Reutlingen hat einen dritten Vizepräsidenten

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Alt 11.11.2008, 14:00
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Die Hochschule Reutlingen hat einen dritten Vizepräsidenten

Prof. Dr. Gerhard Gruhler wurde vom Senat zum Vizepräsidenten für Forschung gewählt





Der Senat der Hochschule Reutlingen wählte Prof. Dr. Gerhard Gruhler zum dritten Vizepräsidenten. Er wird das Präsidium bei der Leitung der Hochschule verstärken und sich vor allem im Bereich der angewandten Forschung engagieren. "Mit Prof. Gruhler haben wir nun einen Vizepräsidenten für Forschung. Damit wollen wir den Stellenwert der Forschung für die Zukunft der Hochschule dokumentieren", so Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Nieß.


Als neuer Vizepräsident mit dem Aufgabenbereich Forschung wird sich Prof. Dr. Gerhard Gruhler vorrangig um die Verbesserung der Forschungsrahmenbedingungen und die Akquisition von öffentlichen und privaten Drittmitteln kümmern. Die Einbeziehung der Masterstudierenden in die Forschung und der Aufbau von Promotionsprogrammen sind weitere wichtige Arbeitsfelder. Dabei wird er eng mit den wissenschaftlichen Leitern des Reutlingen Research Institutes, Forschungsinstitut der Hochschule, zusammen arbeiten. "Prof. Gruhler ist prädestiniert für diese Aufgabe, ist er doch seit Jahren in der angewandten Forschung tätig und hat sich vielseitige Anerkennung im Rahmen seiner Forschungsprojekte erworben", betont Präsident Prof. Nieß.


Gerhard Gruhler (53) studierte Elektrotechnik an der Universität Stuttgart und war anschließend Forschungsgruppenleiter am Institut für Steuerungstechnik der Uni Stuttgart. 1987 schloss er seine Promotion zum Dr.-Ing. mit "summa cum laude" ab. Bei der Fa. Robert Bosch GmbH, Waiblingen, war er als Fachreferent und später als Gruppenleiter in der Entwicklung der Steuerungstechnik für Montagesysteme und Roboter tätig.


1990 folgte er einem Ruf zum Professor an die Hochschule Reutlingen. Seine Lehrgebiete sind Robotersysteme, Produktionsautomatisierung, kreativer Systementwurf und Elektronik. Forschungserfahrungen sammelte er in drei mehrjährigen europäischen Verbundforschungsprojekten in den Bereichen industrielle Kommunikationssysteme, intelligente Fahrzeugkomponenten und moderne Produktionszellen. Des Weiteren forschte er in nationalen Förderprojekten wie HighRobot und im Verbundprojekt Virtuelles Labor (VVL). Mit seiner Mitarbeit an diesem Projekt wurde er über ein Interview in der Wochenzeitung "DIE ZEIT" (DIE ZEIT Nr. 40, 26.09.2002) bundesweit bekannt. Beim virtuellen Labor handelt es sich um Praktikumsversuche, die Studierende von zu Hause oder jedem anderen Ort aus mit realen Geräten im Labor über das Internet durchführen können. Von der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Fachhochschulen erhielt er 2002 eine Auszeichnung für dieses virtuelle Lehrangebot. Eine weitere Auszeichnung erhielt er 2004 mit der Verleihung der Honorarprofessur der National Mining University Ukraine, die damit insbesondere seine herausragende Zusammenarbeit in Forschungskooperationen im Bereich Technik würdigte.


Seine Erfahrung als Gutachter in Forschungsprogrammen der Europäischen Kommission und als kürzlich ernannter Sprecher der Gutachtergruppe für Ingenieurwissenschaften im Programm "Innovative Projekte" des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums runden sein Profil im Forschungsbereich ab.


Quelle: idw
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