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Die EU-Agrarausgaben: Öffentliche Subventionen für private Profite?

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Alt 04.01.2006, 11:00
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Die EU-Agrarausgaben: Öffentliche Subventionen für private Profite?

Aus Anlass der Internationalen Grünen Woche 2006 veranstaltet das Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus der Humboldt-Universität zu Berlin am 13. Januar 2006 eine Podiumsdiskussion zum Thema Agrarausgaben der Europäischen Union.





Mit mehr als zwei Euro am Tag, so schätzt der Chefökonom der Weltbank, unterstützt die Europäische Union jede Kuh auf ihrem Gebiet. Insgesamt lässt sich die EU die Förderung der Landwirtschaft mehr als 40 Prozent ihres Gesamthaushalts kosten. Die Agrarpolitik war daher im Dezember 2005 nicht das erste Mal das Thema zäher Verhandlungen auf einem europäischen Gipfel. Großbritannien knüpfte seine Zustimmung zur Finanzplanung der Gemeinschaft an eine grundlegende Revision der Agrarausgaben.


Auf einer Podiumsdiskussion im am 13. Januar 2006 um 18:30 Uhr werden im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin (HAuptgebäude, Unter den Linden 6) anlässlich des Auftakts der Internationalen Grünen Woche 2006 Politiker und Wissenschaftler über die Bewertung der europäischen Agrarpolitik diskutieren. Sie stellen sich dabei der Frage, wie die Politik die massiven Subventionen für die europäische Landwirtschaft rechtfertigen kann - oder: warum sollen die europäischen Steuerzahler jede Kuh mit mehr als zwei Euro am Tag subventionieren?


Teilnehmer:
- Dr. David Baldock, Institut für Europäische Umweltpolitik, London
- Dr. Thilo Bode, Foodwatch
- Reimer Böge, Vize-Präsident des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments
- Dr. Christoph Kohlmeyer, Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit
- Dr. Gusztav Nemes, Ungarische Akademie der Wissenschaften
- Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (angefragt)
Moderation: Hendrik Kafsack (FAZ)


Organisatoren der Veranstaltung sind PD Dr. Susanne Stoll-Kleemann und Thomas Sikor, Ph.D., die Leiter der Nachwuchsgruppen GOBI (Assessing Biodiversity Governance and Management Approaches) und Postsocialist Land Relations an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der HU, Prof. Dr. Eva Barlösius, Fachgebiet Gender und Ernährung der Universität Hohenheim, und Dr. Waltina Scheumann, Fachgebiet Vergleichende Landschaftsökonomie der TU.


Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen eines Blankensee-Colloquiums zu "Public and Private in Resource Governance" statt. Die Blankensee-Colloquien werden in einem jährlichen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler im Berlin-Brandenburger Raum ausgeschrieben. Sie werden aus dem Kooperationsfond der Berliner Wissenschaftsinstitutionen finanziert, an dem die FU, die HU, die TU, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Berlin (BBAW), das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), und das Wissenschaftskolleg zu Berlin beteiligt sind.


Informationen Thomas Sikor, Ph.D.
Telefon [030] 2093 - 6270
e-mail thomas.sikor@rz.hu-berlin.de


Quelle: idw
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