Dies ist eine Diskussion zu Deutschlandpremiere: Neuartiger Stent in Blutgefäß im Bein implantiert innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Deutschlandpremiere: Neuartiger Stent in Blutgefäß im Bein implantiert Um verengte Blutgefäße ohne Operation zu behandeln, haben die Mediziner verschiedene Möglichkeiten: Entweder sie bringen einen kleinen Ballon mit einem Katheter an die verengte Stelle und blasen den Ballon dort auf. Oder sie platzieren - ebenfalls mit einem Katheter - eine Gefäßstütze im "Engpass". Zurzeit sollen im Rahmen einer europaweiten Studie Patienten mit verengten Beingefäßen mit einem neuartigen Stent der Firma Biotronik versorgt werden. Auch die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Mainz beteiligt sich an der Studie - und hat jetzt erstmals in Deutschland einem Patienten einen Magnesium-Stent in ein Beingefäß implantiert. Erste Ergebnisse über die Wirksamkeit der neuen Behandlungsform erwarten die europäischen Wissenschaftler, wenn nach etwa einem Jahr die Daten von über 100 Patienten zusammen ausgewertet wurden. Herkömmliche Stents aus Stahl oder anderen Metalllegierungen verbleiben im Körper und können dort dauerhaft Gewebereaktionen auslösen. Zudem versteifen sie das Blutgefäß. Dadurch verhindern sie beispielsweise elastische Bewegungen, mit denen die Blutgefäße das Blut optimal durch den Körper transportieren. Der neue Stent besteht dagegen hauptsächlich aus Magnesium: Er verbleibt nur für eine bestimmte Zeit im Gefäß - solange bis es sich "neu geformt " hat -, löst sich dann aber - nach "getaner Arbeit" - wieder auf. "Wenn wir einen Stent in ein Gefäß einsetzen, beobachten wir von außen mit einer Röntgenanlage, wo der Katheter samt Stent sich gerade befindet", erklärt Prof. Christoph Düber, Direktor der radiologischen Klinik. Der neue Magnesium-Stent ist aber für Röntgenstrahlen unsichtbar. Prof. Düber, der die Behandlung zusammen mit Oberarzt Dr. Pitton durchführte, beschreibt seine Erfahrungen: "Der Eingriff dauerte etwa eine halbe Stunde - kein Unterschied zu einer herkömmlichen Behandlung mit anderen Stents. Obwohl wir den Stent dabei nicht sehen können, hatten wir keine Probleme: Der Magnesium-Stent verhielt sich wie herkömmliche Systeme. Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Eingriffs." Und auch dem Patienten geht es gut - mittlerweile hat er die Klinik bereits wieder verlassen. Weitere Informationen für die Redaktionen: Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne zwei Bilder zu. Sie zeigen Aufnahmen des verengten Beingefäßes vor und noch dem Einsatz des neuen Stents. (Bildquelle: Radiologische Klinik) Ansprechpartner: Dr. Renée Dillinger, Pressestelle des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Tel. 06131 / 17-7424, Fax 06131 / 17-3496, E-Mail: dillinger@vorstand.klinik.uni-mainz.de Quelle: idw |
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