Dies ist eine Diskussion zu Deutsche Forschungsgesellschaft fördert Kieler Urologen mit über 200.000 Euro innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Deutsche Forschungsgesellschaft fördert Kieler Urologen mit über 200.000 Euro Viele Patienten leiden unter einem sehr häufigen und unwillkürlich auftretenden Harndrang, der zu Inkontinenz führen kann und mit Tabletten oft nicht zu behandeln ist. Die Harnblase krampft sich bei den Betroffenen, ähnlich wie bei querschnittgelähmten Patienten, ohne Vorankündigung zusammen. Als Therapiemaßnahme kann jetzt unter örtlicher Betäubung ein Medikament (Botulinumtoxin A) in die Blase injiziert werden, das die genannten Symptome für acht bis zehn Monate reduziert oder gänzlich verschwinden lässt. Auch Patienten mit gutartigen Prostataproblemen, die sich nicht operieren lassen wollen, können mit diesem Medikament behandelt werden. Es bewirkt, dass die Prostata schrumpft und sich der Harnstrahl und die Blasenentleerung verbessern. Zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Veröffentlichungen zeigen, dass die Botulinumtoxin-Therapie für Blase und Prostata sehr gut wirkt. In Deutschland ist sie bisher allerdings nicht zugelassen. An der Klinik für Urologie am Campus Kiel laufen daher Zulassungsstudien, um die Therapien zukünftig allen Patienten anbieten zu können. Mit den bewilligten finanziellen Mitteln der DFG werden zudem grundlagenwissenschaftlichen Daten und Informationen im Labor gesammelt, um die Behandlung weiter zu optimieren. Für Rückfragen stehen zur Verfügung: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel Prof. Dr. Klaus-Peter Jünemann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie PD Dr. Christoph Seif, Oberarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie Arnold-Heller-Str. 7, 24105 Kiel Tel.: 0431 / 597-4411, Fax: 0431 / 597-1845 E-Mail: juenemann@uksh-kiel.de, cseif@urology.uni-kiel.de Quelle: idw |
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