Dies ist eine Diskussion zu Darwin und die Folgen innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Darwin und die Folgen "Darwinismus", "Sozialdarwinismus", "kulturelle Evolution" - auch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Phänomene werden oftmals evolutionär gedeutet. Dies erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit dem Erklärungspotenzial und dem Begriffsapparat der Evolutionstheorie. Inwiefern wird Darwins Lehre missverstanden oder gar missbraucht? Erfasst sie auch menschliches Moralverhalten? Fragen wie diese werden aufgeworfen, wenn die KIT-Vortragsreihe Colloquium Fundamentale - zum 200. Geburtstag des großen englischen Naturforschers Charles Darwin - den Wirkungen der Evolutionstheorie in Naturwissenschaft, Soziologie, Theologie, Kulturwissenschaft und Ethik nachgeht. Zum Auftakt am kommenden Donnerstag, den 7. Mai wird sich Prof. Dr. Ulrich Kutschera mit Darwins Hauptwerk "On the Origin of Species" (1859) beschäftigen. Dabei wird er darlegen, welche der fünf Darwinschen Hypothesen zum Artenwandel empirisch bestätigt und von der heutigen Biologie als Tatsache akzeptiert worden ist. Zugleich geht er der Frage nach, welche Rolle der Zufall in der Evolutionsgeschichte spielt, warum altruistisches Verhalten nicht im Widerspruch zu Darwins Selektionsprinzip steht und warum es in der Natur kein intelligentes Design gibt. Darüber hinaus wird Kutschera eine eigene Evolutionstheorie vorstellen, die über Darwin hinausweist, ohne dessen Grundprinzipien zu widersprechen. - Ulrich Kutschera hat seit 1993 den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel inne. Außerdem lehrt er an der Carnegie Institution for Science der Stanford University. Von 2004 bis 2007 war er Vizepräsident des Verbands Deutscher Biologen, seit 2002 ist er Vorsitzender der AG Evolutionsbiologie. Das vom ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale veranstaltete Colloquium Fundamentale ist eine der zentralen Vortragsreihen des KIT. Es wird in jedem Semester veranstaltet und stellt ein interdisziplinäres Thema in Form von Vorträgen, Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen in den Mittelpunkt. Das Colloquium Fundamentale richtet sich an Studierende und KIT-Mitarbeiter sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Jeweils im Sommersemester steht ein Forschungsbereich und seine Wechselwirkung mit der Gesellschaft auf dem Programm. Im Wintersemester wird ein Thema von gesellschaftspolitischer Relevanz fokussiert. Die Vortragstermine im Überblick 7.5. Tatsache Evolution. Was Darwin nicht wissen konnte Prof. Dr. Ulrich Kutschera Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie, Universität Kassel und Carnegie Institution for Science, Stanford University (USA), Vorsitzender der AG Evolutionsbiologie, Verband Deutscher Biologen 14.5. Darwinistische Perspektiven der sozial-kulturellen Evolution Prof. Dr. Dr. Peter Meyer Professor für Soziologie, Universität Augsburg 28.5. Charles Darwins Menschenbild - Evolution und Aufklärung Prof. Dr. Eve-Marie Engels Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften, Fakultät für Biologie, Eberhard Karls Universität Tübingen 18.6. Darwinismus: Mit und gegen Darwin Prof. Dr. Franz Wuketits Professor für Wissenschaftstheorie (Schwerpunkt Biowissenschaften), Universität Wien, stellvertretender Vorsitzender des Konrad Lorenz-Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung, Altenberg 2.7. Streitgespräch: Evolution contra Kreationismus Prof. Dr. Dittmar Graf Professor für Biologie und Didaktik der Biologie, Universität Dortmund Prof. Dr. phil. Gereon Wolters Professor für Philosophie und Geschichte der Wissenschaften (insbesondere der biologischen Wissenschaften), Universität Konstanz 9.7. Podiumsdiskussion: Darwins Wirkung zwischen Wissenschaft und Mythos Dr. Sabine Paul Molekular- und Evolutionsbiologin, Mitglied im Darwin-Jahr Komitee Christopher Schrader Wissenschaftsredakteur bei der Süddeutschen Zeitung, Textchef für das Magazin SZ-Wissen Prof. Dr. Eckart Voland Philosophie der Biowissenschaften, Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaften, Universität Gießen Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation. Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft. Weitere Informationen: - http://Diese Presseinformation ist i...://www.kit.edu - http://Das Foto kann in druckfähiger... 721 608-7414. Quelle: idw |
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