Dies ist eine Diskussion zu Berufswunsch Forscherin: Girls?Day am Hans-Knöll-Institut innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Berufswunsch Forscherin: Girls?Day am Hans-Knöll-Institut Ich seh etwas, was ich sonst nie seh? - so könnte das Motto lauten beim diesjährigen Girls?Day am Hans-Knöll-Institut in Jena. Junge Mitarbeiterinnen des Leibniz-Instituts zeigen interessierten Schülerinnen und Schülern, welche beruflichen Möglichkeiten sich in einem Forschungsinstitut bieten. Und da die Untersuchungsobjekte der Wissenschaftler in diesem Fall sehr klein sind, erschließt sich erst unter dem Mikroskop eine ganze Welt an Farben und Formen, die dem menschlichen Auge sonst verborgen bleiben. So winzig die Bakterien und Pilze auch sind, in ihnen steckt ein gewaltiges Potential, das die Forscher nutzbar machen. Viele Arzneimittel sind Stoffe, die von Mikroorganismen produziert werden. Die Palette reicht vom Penicilin - gebildet von einem gewöhnlichen Schimmelpilz - bis hin zum Insulin, das heutzutage aus gentechnisch veränderten Bakterien gewonnen wird. Interessierte Mädchen und Jungen der Klassenstufen 8-12 können sich noch kurzfristig zur Teilnahme anmelden (<www.girls-day.de> oder 03641-5321026). Sie haben dann Gelegenheit, einen Tag lang in einen weißen Kittel zu schlüpfen und Wissenschaftlern oder technischen Angestellten bei ihrer Arbeit auf die Finger zu schauen. An mehreren Versuchsstationen können sie lernen und selbst ausprobieren, wie neue, unbekannte Mikroben gefunden werden, wie man ihre Gene analysiert und wie man neuen Substanzen auf die Spur kommt. Auch einen Blick auf die eigenen Gene können die Teilnehmer werfen: Aus ihrer Wangenschleimhaut isolieren sie DNA, die anschließend analysiert wird. Arbeit in der Wissenschaft ist längst keine Männerdomäne mehr. Ganz im Gegenteil: Am Hans-Knöll-Institut sind ca. 60 % der Beschäftigten Frauen, im Bereich der technischen Angestellten gar knapp 78 %. Grund genug, den Girls?Day auch für Jungen zu öffnen. Schließlich sollen auch sie Gelegenheit bekommen, sich über künftige berufliche Möglichkeiten zu informieren. Informationen zum HKI <www.hki-jena.de> Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut - wurde 1992 gegründet und gehört seit 2003 zur Leibniz-Gemeinschaft. Die Wissenschaftler des HKI befassen sich mit der Infektionsbiologie human-pathogener Pilze. Sie untersuchen die molekularen Mechanismen der Krankheitsauslösung und die Wechselwirkung mit dem menschlichen Immunsystem. Neue Naturstoffe aus Mikroorganismen werden auf ihre Wirksamkeit gegen Pilzerkrankungen untersucht und zielgerichtet modifiziert. Das HKI verfügt derzeit über fünf wissenschaftliche Abteilungen, deren Leiter gleichzeitig berufene Professoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) sind. Hinzu kommen fünf Nachwuchsgruppen und fünf Querschnittseinrichtungen mit einer integrativen Funktion für das Institut, darunter das anwendungsorientierte Biotechnikum als Schnittstelle zur Industrie. Zur Zeit arbeiten etwa 280 Menschen am HKI, darunter 93 Doktoranden. Informationen zur Leibniz-Gemeinschaft <www.leibniz-gemeinschaft.de> Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 14.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 6.500 Wissenschaftler, davon wiederum 2.500 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,1 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 230 Mio. Euro pro Jahr. Weitere Informationen: - http://www.hki-jena.de - http://www.girls-day.de Quelle: idw |
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