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Bayreuther Informationstag der Biologie am 5. Juli

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Alt 19.06.2006, 13:00
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Bayreuther Informationstag der Biologie am 5. Juli

Die Vielfalt und Breite der modernen Biologie wollen die Bayreuther Fachwissenschaftler am 5. Juli bei einem "Informationstag der Biologie" Schülerinnen und Schülern der 11. bis 13. gymnasialen Jahrgangsstufen demonstrieren und dabei gleichzeitig auch darlegen, welche Möglichkeiten das Bachelor/Masterstudium in der Biologie bietet und welche Forschungsschwerounkte bestehen.





Bayreuth (UBT). Die Vielfalt und Breite der modernen Biologie wollen die Bayreuther Fachwissenschaftler am 5. Juli bei einem "Informationstag der Biologie" Schülerinnen und Schülern der 11. bis 13. gymnasialen Jahrgangsstufen demonstrieren und dabei gleichzeitig auch darlegen, welche Möglichkeiten das Bachelor/Masterstudium in der Biologie bietet und welche Forschungsschwerounkte bestehen. Angeboten wird ein lehr- und erlebnisreicher Tag auf dem Campus, der die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen soll, bei der Studien- und Berufswahl die richtige Entscheidung zu treffen.
Nach der Eröffnungsveranstaltung (9:00 Uhr, Hörsaal H 13, Gebäude NW II) nehmen die Schülerinnen und Schüler an den Arbeitsgruppen bzw. Führungen teil.
Diese Möglichlichkeiten, an Arbeitsgruppen teilzunehmen, werden angeboten:
Zellbiologie: Einführung in die Elektronenmikroskopie
Die Elektronenmikroskopie ist eine unverzichtbare Technik für die Sichtbarmachung kleinster biologischer Strukturen mit maximaler Auflösung. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Transmissionselektronen-mikroskopie (TEM). Mit der REM können kleine dreidimensionale Objekte mit höchster Auflösung und größter Tiefenschärfe abgebildet werden. Die Möglichkeiten dieser Technik werden am Beispiel von Pollen, Blattläusen und Ameisen demonstriert. Für die TEM müssen die Präparate aufwändig fixiert, eingebettet und geschnitten werden. Dann können subzelluläre Strukturen, wie z.B. intrazelluläre Membranen, sichtbar gemacht werden. (Zwei Gruppen mit jeweils 12 Plätzen)
Tierökologie: Suche nach neuen Arzneimitteln aus Tieren
Land- und Meerestiere enthalten eine Vielzahl von interessanten Wirkstoffen / Arzneimitteln, die in der Medizin oder im Pflanzenschutz eingesetzt werden können. Darüberhinaus beherbergen viele Tiere, v.a. Insekten zahlreiche symbiontische Bakterien und Pilze, die zusätzlich eine große Zahl von biologisch aktiven Naturstoffen bereitstellen. Es wird gezeigt, wie diese Wirkstoffe aus Tieren identifiziert und isoliert werden können. Außerdem wird besprochen, welche Bedeutung diese Stoffe für die Tiere bzw. ihre symbiontischen Mikroorganismen haben können. (Plätze: 20)
Pflanzensystematik: Pflanzensystematische und blütenökologische Forschung an Schwalbenwurzgewächsen
Im Gewächshaus wird die Lebendsammlung Schwalbenwurzgewächse demonstriert und der komplexe Bestäubungsmechanismus ihrer sogenannten Klemmfallenblüte m. H. von Stereolupen erläutert. Grundzüge moderner Verwandtschaftsforschung (von der Morphologie zum Molekül) werden dargestellt anhand von Beispielen aus den Schwalbenwurzgewächsen zu denen weltweit ca. 3000 Arten zählen, u.a. so bizarre Vertreter wie Aasblumen und Leuchterfallenblumen. (Zwei Gruppen mit je 8 Plätzen)
Pflanzensystematik: Sehen, was Insekten riechen!
Auf der Suche nach Nektar nutzen viele Bestäuber Blütendüfte, um die entsprechenden Pflanzen zu finden. Die Duftstoffe werden dabei von Geruchsrezeptoren, welche sich auf den Fühlern befinden, wahrgenommen. Durch elektrophysiologische Messungen an den Fühlern (Elektroantennographie) kann man sichtbar machen, welche Blütenduftstoffe ein bestimmtes Insekt riechen kann. (Zwei Gruppen mit je 5 Plätzen)
Tierökologie: Besichtigung der Insektenzuchten und der Physiologielaboratorien
Hier gibt es eine kurze Einführung in Forschungsprojekte und Arbeitsweisen der Ökophysiologie. Besuch der Versuchstierhaltung (Mittelmeerfeldgrillen, Argentinische Schaben, Milchkrautwanzen, Maiszünsler, Blattläuse). Besichtigung der Laboratorien und Geräte (Radioaktiv-Labors, Radioaktivitätsmessung, Hochdruckflüssigkeitschromatographie, Massenspektrometrie, PCR-Maschinen, Zentrifugen usw.). (Vier Gruppen mit je 5 Plätzen)
Didaktik der Biologie: Einblick in grundlegende Techniken der Molekularbiologie
Im Demonstrationslabor Bio-Gentechnik der Universität Bayreuth werden grundlegende Techniken der Molekularbiologie vorgestellt: DNA-Isolation, Polymerase-Kettenreaktion, Transformation von Bakterien. (Zwei Gruppen mit je 15 Plätzen)
Didaktik der Biologie: "Die Zigarette unter der Lupe"
Was ist eigentlich drin in einer Zigarette? Was passiert beim Rauch im Körper? Und wie kann ich ohne zu rauchen absolut cool bleiben? Diese und andere Fragen müssen im Biologieunterricht beantwortet werden. Interessenten am Lehramtsstudium Biologie können eine Möglichkeit ausprobieren, die genanten Fragen anschaulich und spielerisch zu lösen (z.B. durch Rollenspiel, Basteln, Rätsel, usw.). (Zwei Gruppen mit je 15 Plätzen)
Didaktik der Biologie: Das Ökosystem See -Computer im Biologieunterricht
Was für Auswirkungen hat unser Lebensstil auf die Umwelt? Umweltschutz ist ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft. Ökologie erforscht die Wechselbeziehungen der Organismen (Tiere, Pflanzen, Bakterien?) untereinander und mit ihrer Umwelt. Mit einem Computerprogramm simuliert man die Eingriffe in einen See, so dass am Computer ein biologisches Freilandexperiment nachzuahmen ist. Man kann die Auswirkungen seiner Manipulationen des Sees beobachten und die gewonnenen Daten in der Gruppe analysieren und diskutieren. Der Kurs gibt Einblicke in die Ökologie (Biologiestudium) und auch in moderne Unterrichtsmethoden (Lehramtsstudium). (Zwei Gruppen mit je 16 Plätzen)
Pflanzenphysiologie: Grüne Gentechnik
Hier erwartet die Interessenten die Besichtigung von gentechnischen Laboratorien, Infos zu Zell und Gewebekulturen sowie zur Anlage zum Partikelbeschuss. (10 Plätze)
Genetik
Besichtigung von gentechnischen Laboratorien und Strahlenschutz-Laboratorien. (Zwei Gruppen mit je 7 Plätzen)
Die Anmeldung zum Infortationstag der Biologie ist noch bis zum 22. Juni möglich. Detaillierte Informationen gibt es auf den Internetseiten der Universität unter
www.uni-bayreuth.de/infotag-biologie/index.html
Dort findet man auch ein Anmeldeformular und einen Lageplan.
5890 Zeichen


Weitere Informationen:
- http://www.uni-bayreuth.de/infotag-biologie/index.html

Quelle: idw
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