Dies ist eine Diskussion zu Basis für neue Krebsmedikamente erforscht - Dr. Claudia Friesen mit Georg-von-Hevesy-Preis ausgezeichnet innerhalb des Forums Nachrichten: Wissenschaft
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| Basis für neue Krebsmedikamente erforscht - Dr. Claudia Friesen mit Georg-von-Hevesy-Preis ausgezeichnet "Über den Preis freue ich mich ganz besonders, weil die Nuklearmedizin ja nicht mein ureigenes Fachgebiet ist", sagt die seit vielen Jahren auf molekularbiologischer Basis arbeitende Chemikerin, die in Heidelberg nach ihrer Promotion auch Medizin bis zum Physikum studiert und dort einige Jahre an der Universitätskinderklinik sowie am Deutschen Krebsforschungszentrum gearbeitet hat. Stets übrigens in Forschungsgruppen von Professor Klaus-Michael Debatin ("ihm habe ich viel zu verdanken"), mit dem sie 1997 an die Universität Ulm gewechselt war. In diesen Gruppen habe sie umfassende und wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der Strahlungs- und Chemotherapeutika induzierten Apoptose gewonnen, ebenso der DNA-Schädigung und Reparatur sowie des Zellzyklus, nach ihrem Wechsel in die Nuklearmedizin bei Professor Sven Reske auch in der Entwicklung und Testung von Radionukliden und Zytostatika. Mit der jetzt ausgezeichneten Arbeit konnten Dr. Claudia Friesen und ihre Forschungsgruppe belegen, dass unter Verwendung des radioaktiven alpha-Strahlers Bismuth-213 (Bi-213) der therapeutische Erfolg in der Krebstherapie deutlich verbessert werden kann. Das Radionuklid, der alpha-Strahler Bismuth-213, wird hierbei an einen Antikörper mit Spezifität für das Zielgewebe (Tumor¬zelle, Knochenmark) gebunden. Bismuth-213 gebunden an den Antikörper CD45 konnte in leukämischen Zellen sowohl die Chemoresistenz als auch die Radioresistenz durchbrechen. Durch die Behandlung mit dem alpha-Strahler Bismuth-213 können die zellulären DNA-Reparaturprozesse, die entscheidend zur Resistenz gegenüber Strahlung und Chemotherapeutika beitragen, überwunden werden. Die molekularen Mechanismen, die induziert durch den alpha-Strahler Bismuth-213 zum Zelltod und zur Überwindung der Resistenz führen, konnten in dieser Arbeit aufgeklärt werden. Hierbei zählen sowohl DNS-schädigende Mechanismen als auch die Induktion der Apoptosesignalwege (Signalwege des programmierten Zelltodes), die über den mitochondrialen Weg vermittelt werden. Die engagierte Forscherin, die für mehrere namhafte Fachzeitschriften als Gutachterin und nebenbei als Jurorin bei "Jugend forscht" tätig ist, hatte noch vor ihrem Wechsel an die Universität Ulm hier den Franziska-Kolb-Preis für Leukämie-Forschung erhalten. Weitere Informationen: Dr. Claudia Friesen, Tel. 0731/500-61341 Quelle: idw |
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