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Basis für neue Krebsmedikamente erforscht - Dr. Claudia Friesen mit Georg-von-Hevesy-Preis ausgezeichnet

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Alt 02.05.2007, 14:00
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Basis für neue Krebsmedikamente erforscht - Dr. Claudia Friesen mit Georg-von-Hevesy-Preis ausgezeichnet

Dr. Claudia Friesen von der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Ulm hat am Samstag in Hannover den Georg-von-Hevesy-Preis der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin erhalten. Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung ist der Wissenschaftlerin bei der Jahrestagung der Gesellschaft verliehen worden und zwar für die von ihr geleitete Forschungsarbeit über die Durchbrechung der Chemo- und Radioresistenz in Leukämiezellen mit Antikörper, an die der radioaktive alpha-Strahler Bismuth-213 gebunden ist. Die kürzlich in einer renommierten Fachzeitschrift (Cancer Research) veröffentlichte Arbeit erweitert die therapeutische Option der Verwendung von Radionnukliden, unter anderem des alpha-Strahlers Bismuth-213, für die Krebstherapie und liefert die Grundlage für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente.





"Über den Preis freue ich mich ganz besonders, weil die Nuklearmedizin ja nicht mein ureigenes Fachgebiet ist", sagt die seit vielen Jahren auf molekularbiologischer Basis arbeitende Chemikerin, die in Heidelberg nach ihrer Promotion auch Medizin bis zum Physikum studiert und dort einige Jahre an der Universitätskinderklinik sowie am Deutschen Krebsforschungszentrum gearbeitet hat. Stets übrigens in Forschungsgruppen von Professor Klaus-Michael Debatin ("ihm habe ich viel zu verdanken"), mit dem sie 1997 an die Universität Ulm gewechselt war. In diesen Gruppen habe sie umfassende und wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der Strahlungs- und Chemotherapeutika induzierten Apoptose gewonnen, ebenso der DNA-Schädigung und Reparatur sowie des Zellzyklus, nach ihrem Wechsel in die Nuklearmedizin bei Professor Sven Reske auch in der Entwicklung und Testung von Radionukliden und Zytostatika.
Mit der jetzt ausgezeichneten Arbeit konnten Dr. Claudia Friesen und ihre Forschungsgruppe belegen, dass unter Verwendung des radioaktiven alpha-Strahlers Bismuth-213 (Bi-213) der therapeutische Erfolg in der Krebstherapie deutlich verbessert werden kann. Das Radionuklid, der alpha-Strahler Bismuth-213, wird hierbei an einen Antikörper mit Spezifität für das Zielgewebe (Tumor¬zelle, Knochenmark) gebunden. Bismuth-213 gebunden an den Antikörper CD45 konnte in leukämischen Zellen sowohl die Chemoresistenz als auch die Radioresistenz durchbrechen. Durch die Behandlung mit dem alpha-Strahler Bismuth-213 können die zellulären DNA-Reparaturprozesse, die entscheidend zur Resistenz gegenüber Strahlung und Chemotherapeutika beitragen, überwunden werden. Die molekularen Mechanismen, die induziert durch den alpha-Strahler Bismuth-213 zum Zelltod und zur Überwindung der Resistenz führen, konnten in dieser Arbeit aufgeklärt werden. Hierbei zählen sowohl DNS-schädigende Mechanismen als auch die Induktion der Apoptosesignalwege (Signalwege des programmierten Zelltodes), die über den mitochondrialen Weg vermittelt werden.
Die engagierte Forscherin, die für mehrere namhafte Fachzeitschriften als Gutachterin und nebenbei als Jurorin bei "Jugend forscht" tätig ist, hatte noch vor ihrem Wechsel an die Universität Ulm hier den Franziska-Kolb-Preis für Leukämie-Forschung erhalten.
Weitere Informationen: Dr. Claudia Friesen, Tel. 0731/500-61341


Quelle: idw
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