Dienstag, 1. September 2009, 10:00

Login:

( Angemeldet bleiben?)

Jetzt hier registrieren

Aufteilung einer Gesamtschuld zusammen zur Einkommensteuer veranlagter Ehegatten nach Tod eines Ehegatten

Dies ist eine Diskussion zu Aufteilung einer Gesamtschuld zusammen zur Einkommensteuer veranlagter Ehegatten nach Tod eines Ehegatten innerhalb des Forums Nachrichten: Steuern und Wirtschaft

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Thema durchsuchen Thema bewerten Ansicht

  #1 (permalink)  
Alt 30.05.2008, 11:50
Memento Verlag AG
 
Registriert seit: May 2008
Beiträge: 536
Keine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, memento.de hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
Aufteilung einer Gesamtschuld zusammen zur Einkommensteuer veranlagter Ehegatten nach Tod eines Ehegatten

Der BFH hat klargestellt, dass auch der Ehegatte, der Gesamtrechtsnachfolger seines verstorbenen Ehepartners ist, eine Aufteilung der Steuern beantragen kann (BFH vom 17.1.2008, Az. VI R 45/04).

Zusammenveranlagte Ehegatten sind Gesamtschuldner ihrer gemeinsamen Einkommensteuer (§ 26b EStG, § 44 Abs. 1 AO). Im Fall einer Vollstreckung kann jeder der Ehegatten beantragen, dass die Vollstreckung wegen der genannten Steuern jeweils auf den Betrag beschränkt wird, der sich bei einer Aufteilung der Steuern ergibt (§§ 268, 278 AO). Auf diese Weise soll der einzelne zusammen veranlagte Ehegatte im Fall der Vollstreckung nicht schlechter gestellt werden als ein nicht zusammen veranlagter und deshalb im Vollstreckungsverfahren als Einzelschuldner zu behandelnder Steuerpflichtiger.

Nach Auffassung des BFH ist in erweiternder und auch verfassungskonformer Auslegung des Gesetzeswortlautes (§ 268 AO) eine solche Aufteilung auch dann zulässig, wenn bei Bestehen einer Gesamtschuld von zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Ehegatten ein Ehepartner verstirbt und der überlebende Ehegatte dessen Gesamtrechtsnachfolger wird. Nach dem Gesetzeswortlaute stehe jedem zusammen veranlagten Ehegatten in eigener Person ein Antragsrecht zu. Dieses Antragsrecht gehe nicht durch den Tod des anderen Ehegatten, den der überlebende Ehegatte als Gesamtrechtsnachfolger beerbt hat, verloren. Auch nach dem Tod eines zusammen veranlagten Ehegatten könne ein Bedürfnis bestehen, eine fortbestehende Gesamtschuld im Wege der Aufteilung dem Erblasser und dem Erben zuzuordnen. Zwar handele es sich bei Eigenvermögen des Erben und Nachlass zivilrechtlich nicht um zwei getrennte Vermögensmassen. Die Aufteilung einer Steuerschuld könne jedoch bereits vor und außerhalb einer Nachlassverwaltung oder einer Nachlassinsolvenz erforderlich sein, um die Höhe der Nachlassverbindlichkeiten zuverlässig feststellen zu können.

Quelle: BFH online


In Kooperation mit der (c) Memento Verlag AG
Mit Zitat antworten


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht Thema bewerten
Thema bewerten:


Ähnliche Themen
Thema Forum Letzter Beitrag
Schadensersatzrente wegen Tötung des Ehegatten unterliegt nicht der Einkommensteuer Nachrichten: Steuern und Wirtschaft 29.01.2009 11:33
Einkommensteuer-Erstattungsanspruch zusammen veranlagter Eheleute Nachrichten: Steuern und Wirtschaft 17.11.2008 16:30
LG Coburg zur Haftung eines Ehegatten für Schulden Nachrichten: Recht & Gesetz 13.08.2007 10:49
Auskunft über das Vermögen eines Ehegatten bei Trennung Familienrecht 08.09.2006 20:24
Zweitwohnungssteuer für berufsbedingte Zweitwohnung eines Ehegatten unzulässig Nachrichten: Recht & Gesetz 11.11.2005 09:45





Lexikon

Gesetze

Newsletter

JuraForum.de bietet Ihnen einen kostenlosen juristischen Newsletter:


© 2003-2011 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.

Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum


Suche: Rechtsanwalt | Steuerberater | Übersetzer

Rechtsanwalt Berlin | Rechtsanwalt Hamburg | Rechtsanwalt München | Rechtsanwalt Köln | Rechtsanwalt Frankfurt


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch), Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
"Wiki" powered by VaultWiki v2.5.7, © 2008-2012, Cracked Egg Studios

ANZEIGEN