Dies ist eine Diskussion zu Zwangsbehandlung? innerhalb des Forums Medizinrecht
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| Zwangsbehandlung? Ein Arbeitnehmer wird krankgeschrieben, fühlt sich in den letzten Tagen besser und sagt zu seinem Arzt, er möchte wegfahren (kranke Mutter in anderer Stadt besuchen). Der Arzt sagt, er dürfe nicht fahren. Wenn er doch trotz Krankschreibung fahren würde, würde ihn der medizinische Dienst der Krankenkasse einer ZWANGSBEHANDLUNG zuführen, ins Krankenhaus einweisen... Also, das shclägt doch dem Fass den Boden aus? Zwangsbehandlung? Dass die ihn wegen Betrug drankriegen oder sowas in der Richtung, kann ich mir ja vielleicht vorstellen (krankgechrieben, aber wegfahren) - aber zwangsbehandeln? |
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| AW: Zwangsbehandlung? Zwangsbehandelt wird in Deutschland niemand. Es sei denn, er stellt eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Dann kommen die Herren mit der Zwangsjacke.
__________________ Das Recht ist die Kunst des Guten und Gerechten. |
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| AW: Zwangsbehandlung? Was hat die KK überhaupt zu sagen, wenn jemand, der krankgeschrieben ist, wegfährt? Dass es den Arbeitgeber was angeht, ist mir klar. Aber die KK? Aber vor allem diese Geschichte mit der Zwangsbehandlung bei Wegfahren tortz Krankschreibung kam mir wirklich etwas seltsam vor, als ich sie hörte. Fragt sich, wie der Arzt dazu kommt, seinem Patienten sowas anzudrohen? Bin ich froh, dass ich mehrere nette Ärzte kenne, die auch alle Sinne beisammen haben - wenn ich sowas höre. Vielleicht gehört der betreffende Arzt in Zwangsbehandlung? Was für Ärzte rennen denn da herum? Vielleicht in der Zeit zurückgeblieben? Oder das Arzt-Patienten-Verhältnis stimmt nicht? - Stoff für eine Geschichte. |
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| AW: Zwangsbehandlung? Zitat:
Remby, Zwangsjacken gibts nicht mehr (allenfalls in SM-Studios... )
__________________ "Heirate oder heirate nicht. Du wirst beides bereuen" ~ Sokrates ~ |
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| AW: Zwangsbehandlung? Zitat:
@Miranda: Das ist Käse. Eine Zwangsbehandlung gibt es allerdings tatsächlich (siehe Remby), und zwar bei Fremd- und Eigengefährdung (PsychKG) sowie fehlender Mitarbeit beim Vorliegen einer meldepflichtigen Erkrankung (meist Geschlechtserkrankung). Ich habe das Gefühl, dass der Arzt da mit untauglichen Mitteln einen renitenten Patienten zur Räson bringen wollte.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Zwangsbehandlung? Sagen wir mal, ich hätte es von einem theoretischen Patienten, also bezüglich des Arztes um eine Ecke. Eine Gefährdung seiner selbst oder anderer liegt nicht vor. Patient ist fix und fertig, weil er seine Lebensgefährtin verloren hat (schwere tödliche Erkrankung) und gleichzeitig auch noch anderen - ich sage mal Mist - erlebt hat. Ist deshalb vor Monaten (Dezember) mal zum Psychiater gegangen, krankgeschrieben für drei Wochen. Hatte sich dann wieder einigermaßen gefangen - bis kürzlich der nächste Mist passierte und alles wieder hochspülte. Arzt anscheinend sauer, weil der Patient erst jetzt wieder kommt, anstatt fortlaufend, und dann auch noch eine AU und ein Attest braucht. Der Arzt hat ihm - was der Patient unmöglich findet - außer Depressionen eine (keine Ahnung, was das ist) so genannte "Persönlichkeitsstörung" attestiert. Während es im Dezember noch irgendein Belastungssyndrom war. - Das kann er keinem vorlegen, sagt der Patient, sonst denkt jeder, er rennt rum und fackelt Häuser ab oder sowas. |
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| AW: Zwangsbehandlung? Wunderbarer Dialog! *zurücklehn* Und nun zu Miranda: es gibt doch nichts Besseres, als einen Patienten, der nur dann zum Arzt geht, wenn er eine AU braucht, nicht wahr? Eine Dauertherapie, wie hier wahrscheinlich vom Arzt vorgeschlagen (und bei schwererer Depression unbedingt sinnvoll) lehnt der Patient ab. Der Arzt hat übrigens eine posttraumatische Belastungsstörung im Dezember diagnostiziert (nach dem Tod der Verlobten), die sich zu einer reaktiven Depression gewandelt hat. Vielleicht waren depressive Tendenzen auch schon vorher da. Schön, dann immer feste druff auf den bösen Onkel Doktor! Übrigens: "Gute" Ärzte machen bei solchen Patienten das einzig Richtige: sie werfen sie hinaus, wenn sie beratungsresistent sind. Konsequenz ist auch ein Gütezeichen. Und "Persönlichkeitsstörungen" (ach, stundenlang könnte man darüber reden, aber es reicht, so manchen Post hier im Forum zu lesen) ist ein gewaltiger Überbegriff einer großen Vielzahl von Veränderungen des Wesens - leichten, aber auch schweren. Für einen groben Überblick ist Wikipedia gar nicht so schlecht. Aber der Patient weiß ja schon, was eine Persönlichkeitsstörung ist. Wenn ich böse wäre, würde ich sagen, dass er bei den Aussagen, die er gemacht hat ("Häuser abfackeln"), schon ein erhebliches, schlecht sublimiertes Aggressionspotenzial gezeigt hat und die Aussage vielleicht gar nicht so schlecht war.
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| AW: Zwangsbehandlung? Herzallerliebster Humungus, ich gehöre nicht zu den Leuten, die ungerechtfertigt auf "den Ärzten" herumhackt. Ich habe schon mehrfach (na gut, ich glaube zwei Mal) hervorgehoben, dass ich ganz ausgezichnete kenne - aber eben auch andere. Wenn bestimmte Ärzte Mist machen, heißt das (für mich) nicht, dass "die Ärzte" alle Mist machen. Du scheinst da ein Problem mit irgendwas zu haben. Ich bleibe weiter (nun schon zum dritten Mal) dabei, dass es ganz hervorragende Ärzte gibt - ABER auch andere, die sich erstmal selbst kurieren oder/und einen anderen Beruf ergreifen sollten (das aber leider meistens nicht tun). Ich beschäftige mich derzeit mit einer ganz anderen Geschichte - kann aber sagen, dass mir an dem besagten Patienten noch keine Störung aufgefallen ist. Zu dem Arzt ist er erst wieder gegangen, als er von einer neidischen Arbeitskollegin fertiggemacht wurde (auf die üble Art, und permanent), die ihm zu verstehen gab, dass es um seine Verlobte nicht schade sei etc.. - Vielleicht sollte er den Arzt UND die Arbeitsstelle wechseln. Ist aber wohl nicht so einfach mit dem Wechsel der Arbeitsstelle, wenn man auf das Geld angewiesen ist. Ein Lob auf die Selbstständigkeit, wo einem sowas zumindest erspart bleibt. - Also, ich finde es verständlich, das sich jemand, der etwas Fürchterliches erlebt hat, fix und fertig fühlt, wenn er derart "angeschossen" wird, und dass er dann vielleicht auch wieder zum Arzt geht, weil er sich akut mies fühlt. Wenn mir einer noch "eine reinwürgen" würde, wenn ich mich down fühle, aber noch arbeiten kann, würde ich mich auch noch mieser fühlen. Da bräuchte ich zumindest weder Depressionen noch eine Persönlichkeitsstörung noch sonst irgendwas Besonderes. |
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| AW: Zwangsbehandlung? Holla, holla. Zunächst: eine Unterbringung nach PSychKG beinhaltet mitnichten die Möglichkeit der Zwangsbehandlung! Diese muß vom gestzlichen Betreuer, so es einen gibt bzw. dem Richter gesondert genehmigt werden! Anders sieht es aus mit einer Notfallmedikation von untergebrachten Patienten, die akut eigen- oder fremdgefährdend sind. Die logische Möglichkeit der Notwendigkeit einer Zwangsmaßnahme im geschilderten Fall, wäre eine festgestellte akute Suizidalität. Dann kann ein Arzt schonmal besorgt werden, wenn der Patient sich davon machen will. Um die notwendige Fürsorge des Arztes und die mögliche Eigenverantwortung des Patienten zu verhandeln, braucht es 2 verhandlungsfähige und -willige Partner. Wie es darum in diesem Fall bestellt ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Beim Gezanke über "böse" Ärzte scheint es mir um Macht und Neid zu gehen. Bloß weil jemand Macht hat, mißbraucht er sie nicht zwingend! Schimpfen auf Ärzte u.A. hilft, vom erlebten Schmerz über Machtmißbrauch in der eigenen Lebensgeschichte abzulenken. Aber nur temporär! @Goldbart: Vielleicht hilft es, sich den ursprünglichen Schmerz ( Vater?) anzusehen und zu fühlen, damit man ihn dann loslassen kann um dann vertrauensvoll in die Welt schauen zu können. Herzlich ciboulette |
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| AW: Zwangsbehandlung? Zitat:
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