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Recht auf freie Arztwahl?

Dies ist eine Diskussion zu Recht auf freie Arztwahl? innerhalb des Forums Medizinrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 11.01.2012, 19:32
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Recht auf freie Arztwahl?

Zitat:
Da er sich aus Beruflichen Gründen keine Zahnzusatzversicherung zulegen darf (weil kostenlose Heilführsorge) und auch nicht bei einem zivilen Zahnarzt sich behandeln lassen darf, ist er mehr oder weniger gezwungen zum Bundeswehrzahnarzt zu gehen, bedauerlicherweise.
(siehe Zahnersatz - Bundeswehr)

Ist das so?
__________________
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!
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  #2 (permalink)  
Alt 11.01.2012, 19:44
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

klar ist das so! der staat möcht halt nicht, dass seine soldatinnen von irgendeiner dahergelaufenen ärztin (kaputt-)begutachtet werden.
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  #3 (permalink)  
Alt 11.01.2012, 19:45
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

ganz klar NEIN!

die fiktive Person darf sich den Behandler aussuchen, allerdings im Fall von Zahnersatz, kommen Kosten wie bei jedem gesetzlich Versicherten auf ihn zu.

In der BW ist das nicht so..

Gruß
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  #4 (permalink)  
Alt 11.01.2012, 19:52
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

@zeiten:
Sind davon noch ander Berufsgruppen oder gesellschaftliche Schichten betroffen?
__________________
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!
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  #5 (permalink)  
Alt 11.01.2012, 20:09
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

Zitat:
Sind davon noch ander Berufsgruppen oder gesellschaftliche Schichten betroffen?
wüßte ich nicht.

bei soldatinnen geht es ja darum die kampf- und damit verteidigungsfähigkeit des staates zu gewährleisten. das kann der staat aber nur, wenn er da auch den daumen auf der medizinischen behandlung hat und darum haben soldatinnen keine freie arztwahl.
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  #6 (permalink)  
Alt 14.01.2012, 17:54
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

Auch Soldaten dürfen sich grundsätzlich privatärztlich behandeln lassen, und es werden sogar gezielt Zusatzversicherungen für Soldaten angeboten. Soldaten sind auch nicht zwingend auf die Truppenärztliche Versorgung angewiesen, zumindest Zeit- und Berufssoldaten können ja grundsätzlich auch die Heilfürsorge in Anspruch nehmen und Zusatzversicherungen abschließen.

Die Truppenärztliche Versorgung kennt keine freie Arztwahl und bietet obendrein ja auch nur eingeschränkte Leistungen.

Soldaten müssen allerdings aufpassen, daß ihre privatärztlichen Behandlungen nicht mit dienstlichen Belangen kollidieren, der Soldat kann sich anders als ein "normaler Beamter" nicht von einem zivilen Arzt arbeitsunfähig schreiben lassen.
__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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  #7 (permalink)  
Alt 14.01.2012, 18:10
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

Sind diese Grundsätze nicht mehr gültig?

AZ III ZR 79/88
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  #8 (permalink)  
Alt 14.01.2012, 19:00
V.I.P.
 
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AW: Recht auf freie Arztwahl?

Zitat:
Zitat von tomrohwer
Auch Soldaten dürfen sich grundsätzlich privatärztlich behandeln lassen,
genau das dürfen soldaten nicht (notfall mal ausgenommen). sie haben grundsätzlich zunächst ihre truppenärztin aufzusuchen.

Zitat:
Zitat von tomrohwer
und es werden sogar gezielt Zusatzversicherungen für Soldaten angeboten.
ähm... die dienen der versicherung der familie des soldaten, alles andere wäre mir neu.

Zitat:
Zitat von tomrohwer
Soldaten sind auch nicht zwingend auf die Truppenärztliche Versorgung angewiesen, zumindest Zeit- und Berufssoldaten können ja grundsätzlich auch die Heilfürsorge in Anspruch nehmen...
??? sorry, das ist quark. die heilfürsorge wird bei sodaten in form der truppenärtzlcihen versorgung erfüllt.


Zitat:
Zitat von kerzenlicht
Sind diese Grundsätze nicht mehr gültig?

AZ III ZR 79/88
doch, sind sie.


ich zitiere mal:
Zitat:
BGH, Urt. v. 6. Juli 1989 – III ZR 79/88

[...]Die ärztliche Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte im Rahmen der gesetzlichen Heilfürsorge ist Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe und damit Ausübung eines öffentlichen Amtes.

[...]Der Soldat besitzt insbesondere nicht das Recht der freien Arztwahl.

[...]Von jeher steht unter den das Militärsanitätswesen begründenden Gesichtspunkten neben der Fürsorgepflicht des Staates die Erhaltung der Kampffähigkeit (vgl. z.B. v. Richthofen, Die Medicinal-Einrichtungen des Königlich-Preussischen Heeres, 1. Theil, 1836, S. 2 f.; 2. Theil, 1837, S. 93).[...]
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