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Kann man von einem Arzt verlangen, Patientendaten vom Zugriff einer bestimmten Mitarbeiterin zu sichern?

Dies ist eine Diskussion zu Kann man von einem Arzt verlangen, Patientendaten vom Zugriff einer bestimmten Mitarbeiterin zu sichern? innerhalb des Forums Medizinrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 18:20
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Kann man von einem Arzt verlangen, Patientendaten vom Zugriff einer bestimmten Mitarbeiterin zu sichern?

Mal angenommen, ein Hausarzt H hat eine neue Angestellte A, welchen einem Patienten P wohl bekannt ist. Der Patient P möchte aus einen triftigen Grund keinesfalls, dass die Angestellte A zugriff auf seine Daten bzw. Patientendaten hat. Kann der Patient P vom Arzt verlangen, seine Daten vor der Angestellte A zu sichern, bzw. Ihr diese Daten unzugänglich zu machen?
Wenn ja, auf welchem Weg sollte der Patient dies zu tun? Welche Konsequenzen könnte es für den Arzt haben, wenn er die Daten nicht sichert?
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  #2 (permalink)  
Alt 06.07.2011, 15:39
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AW: Kann man von einem Arzt verlangen, Patientendaten vom Zugriff einer bestimmten Mitarbeiterin zu sichern?

Nein!

Man kann aber den Arzt wechseln.o0
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  #3 (permalink)  
Alt 06.07.2011, 18:03
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AW: Kann man von einem Arzt verlangen, Patientendaten vom Zugriff einer bestimmten Mitarbeiterin zu sichern?

Zitat:
Zitat von conned Beitrag anzeigen
Kann der Patient P vom Arzt verlangen, seine Daten vor der Angestellte A zu sichern, bzw. Ihr diese Daten unzugänglich zu machen?
Jein.

Am einfachsten, in dem man den Arzt wechselt. Wenn es schwerwiegende Gründe gibt, kann der Patient den Arzt natürlich bitten, die Mitarbeiterin A möglichst nicht mit seinen Angelegenheiten zu befassen. Man wird aber nicht vom Arzt verlangen können, seine Praxisorganisation komplett zu ändern.

Mitarbeiter von Ärzten (inkl. Putzfrauen) unterliegen im übrigen genauso der Schweigepflicht wie der Arzt selbst.

Die Dokumentation durch den Arzt wiederum ist gesetzlich vorgeschrieben, der Arzt kann nicht behandeln, ohne zu dokumentieren.
__________________
Es ist keinerlei Grund für die Annahme erkennbar, die Autoren der Verfassung hätten mit ihren Worten nicht das gemeint, was sie damit gesagt haben, sondern vielmehr das genaue Gegenteil davon.
(Der US-Supreme Court in seiner Entscheidung zu den "Pentagon Papers"; New York Times Co. vs. United States, 403 U.S. 713, 1971)
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  #4 (permalink)  
Alt 06.07.2011, 22:27
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AW: Kann man von einem Arzt verlangen, Patientendaten vom Zugriff einer bestimmten Mitarbeiterin zu sichern?

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
Man wird aber nicht vom Arzt verlangen können, seine Praxisorganisation komplett zu ändern.
Ich denke, prinzipiell könnte man vom Arzt verlangen, die Helferin auszuschließen. Das geht relativ einfach, indem man die konkludente Entbindung von der Schweigepflicht in Hinsicht auf die Helferinnen - die jeder Patient vornimmt - ausdrücklich widerruft ("ich möchte nicht, dass die Helferin X bei einer Behandlung anwesend ist oder die Daten liest"). Rechtsgrundlage können die Persönlichkeitsrechte, unter anderem das Recht auf informelle Selbstbestimmung sein.

Dass der Arzt höchstwahrscheinlich die Behandlung beendet ist eine logische Konsequenz, denn der Eingriff in den Praxisbetrieb ist erheblich, außerdem äußert der Patient sein Misstrauen gegen die Helferin.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
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arzt, patientenrechte, schweigepflicht

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