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Fiktive Probleme mit Arzt

Dies ist eine Diskussion zu Fiktive Probleme mit Arzt innerhalb des Forums Medizinrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 07.03.2010, 11:59
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Unhappy Fiktive Probleme mit Arzt

Hallo zusammen,

Ich hätte eine Frage zum Thema Medizin-/Gesundheitsrecht. Alle Angaben sind Fiktiv:


Mal angenommen ein Jugendlicher angefangen hat es bei ihm mit ca. 15 Jahre, sucht seinen Hausarzt (HA) auf, da er unter anderem seit einigen einige Jahre unter verschiedenen teils starken Allergien leidet. Hier kommen noch Beschwerden mit seinem Rücken hinzu (Scheuermann-Syndrom, Bandscheibenvorfall und Taubheit in den Beinen).

Jetzt stellter er aber fest, das in letzter Zeit vermehrt seine Hände immer mehr zittern. Bei dann gemachten Untersuchungen kommt dann heraus, das er mit einer Wahrscheinlichkeit von, sagen wir mal 90-95% an Parkinson erkrankt ist.

Mit diesem Ergebnis geht er zu seinem HA zurück, dieser aber keine Behandlung mehr gewährt, da für Junge Erwachsene für eine Parkinsonbehandlung (angeblich) die Mittel gestrichen wurden.

So bekommt dieser keine Hilfe für seine Beschwerden wegen seiner zitternden Hände, und auch nur noch eingeschränkte Hilfe wegen seiner Allergien und des Rückens.

Er wechselt jetzt mehrfach den HA in der Hoffnung nun doch entsprechende Hilfe zu bekommen, leider Fehlanzeige. Inzwischen sind mehrere Jahre vergangen und der Jugendliche ist nun ein Erwachsener. Erlernter Beruf musste wegen Allergien aufgegeben werden. Geht nach Kranheitsbedingter Umschulung nun Arbeiten.

Zusatzinfo:
Was zu diesem Zeitpunkt niemand wusste war, das der Jugendliche in seiner Kindheit und auch später als Jugendlicher bereits mehrfach Misshandelt worden war, und damals bereits mit einem Mord an ihm bedroht worden ist (Messer am Hals), als er von mehreren Schrägern brutal in einer Schultoilette zusammen getreten worden war, das er danach noch mehrere Tage lang Blut ausschied. Psychisch hat er seit diesem Zeitpunkt bereits massive Schwierigkeit und Probleme auf Menschen zu zu gehen, konnte das aber noch weitgehend nach außen hin verbergen.

Dieser wird nun seit einem längerem Zeitraum an seinem neuen Arbeitsplatz gemoppt, und hat einen Mordversuch nur mit viel Glück nahezu unbeschadet überlebt. Folge davon sind nun schwerste Psychische Probleme und panische Angst vor Menschenansammlungen, und erneut einen Arbeitsplatz anzunehmen. Er wird dadurch Arbeitslos und anschließend Hartz IV – Empfänger.

Seinen HA, informiert er über seine Situation und sein Befinden, dieser nimmt das aber nicht für voll und lehnt jede form von Behandlung oder auch Krankmeldungen strickt ab.

Mit als Begründung dafür sagt der Arzt, er sei eh Arbeitslos und so ja eh ständig zuhause und könne sich so auskurieren oder was er auch als Argument von sich gab, er könne keine Behandlung mehr machen, er hätte für so was kein Budget mehr.

Als der junge Mann mal wieder wegen seiner Beschwerden zu diesem Arzt gehen musste, hörte er wie der Arzt zu seinen Sprechstundenhelfern laut sagte: „Was will den dieser Idiot schon wieder hier bei mir und man solle ihn rausschmeißen“ und erneut bekam er keine Hilfe, im Gegenteil. Psychisch ist er noch weiter am Boden, als er es eh schon war.

Nach Jahren bekommt der junge man nun eine Einladung von seiner Arbeitsagentur. Diese erkennen nun seine Arbeitsunfähigkeit nicht mehr an, da er nie Krankmeldungen oder andere Unterlagen von seinem Arzt vorgebracht hätte

Arbeiten ist für ihn nicht mehr möglich, da seine Hände inzwischen so sehr am zittern sind, das er nur schwer noch etwas mit diesen machen kann, seine Allergien haben sich auch weiter verstärkt und neue sind hinzugekommen, ebenfalls seine Probleme mit dem Rücken und den Gelängen haben sich deutlich verschlechtert, ganz zu schweigen von den Psychischen Problemen.

Was für Rechtliche Möglichkeiten hätte dieser junge Mann, der nun Physisch und Psychisch vollkommen am Ende seiner Kraft angekommen. Von keiner Seite bekommt/bekam er Hilfe, das Gegenteil ist noch der Fall, er wird von HA als Simulant hingestellt, und dieser möchte ihn nun am liebsten für immer in die Klapse einweisen.


Danke für die Aufmerksamkeit und die Antworten auf dies fiktive Szenario


Gruß, BlackCat77

Geändert von BlackCat77 (07.03.2010 um 13:10 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 07.03.2010, 13:26
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Wie wärs mit einer Überweisung zum Neurologen und Psychiater? Das ist der Fachmann, und der kann zu der gesamten Problematik Stellung beziehen und eine Therapie vorschlagen.
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  #3 (permalink)  
Alt 07.03.2010, 13:39
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Hallo Humungus,

Erst einmal danke für die schnelle Antwort.

Alles schön und gut, der junge Mann hatte dies schon mal mit seinem Arzt vorgeschlagen, mit dem Ergebnis das auch hier nicht wirklich was dabei heraus gekommen war. Sein Hausarzt macht nichts für ihn und geht auf seine Beschwerden und Probleme überhaupt nicht ein.

Nach der Aktion von seiner letzten Arbeitsstelle, war er bei einem Psychiater. Doch dieser (gut Freund mit dem Hausarzt) hat den jungen Mann nach zwei Sitzungen vor die Tür gesetzt, mit den Worten: "Ihnen ist eh nicht mehr zu helfen, machen das Sie hier auf der Stelle meine Praxis verlassen und kommen Sie bloß nicht wieder zu mir oder einem anderen Kollegen"

Der HA geht auf weitere Nachfragen, Bitten und Äußerungen nicht ein, und wenn der junge Mann seine Praxis ebenfalls noch mal betreten würde, käme er mit sofortiger Wirkung in die geschlossene Anstallt.

Ein Arztwechsel ist schon im Gange, aber was hätte man sonst noch für Möglichkeiten? Aber das Vertrauen in Ärzte ist dahin.

Lieben Gruß, BlackCat77
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  #4 (permalink)  
Alt 07.03.2010, 14:29
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Zitat:
Zitat von BlackCat77
Ein Arztwechsel ist schon im Gange, aber was hätte man sonst noch für Möglichkeiten?
Ganz offen? Wenige. Die Berichte der Ärzte scheinen nicht gut für den Patienten zu sein, um dagegen (bzw. gegen die Feststellungen der ARGE) rechtlich vorgehen zu können. Mit Rente ists erst einmal Essig, solange keine aussagekräftigen ärztlichen Befunde dies empfehlen.
Zitat:
Aber das Vertrauen in Ärzte ist dahin.
Bloß, weil eine Handvoll Ärzte, wenn überhaupt, sich so benommen haben? Der Patient braucht dringend eine Behandlung, das sollte klar sein. Und es gibt sicherlich auch noch Ärzte, die nicht mit dem Hausarzt befreundet sind.

Im Übrigen ist die Aussage eines Psychiaters, man solle auf keinen Fall mehr zu ihm oder auch einem anderen Kollegen gehen, merkwürdig. Und warum sollte der Hausarzt jemanden zwangseinweisen? Oder gibt es einen Grund dafür, und man sollte darüber nachdenken, sich vielleicht freiwillig stationär behandeln zu lassen? Zumindest die psychischen Probleme sind offensichtlich schwerwiegend.
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  #5 (permalink)  
Alt 08.03.2010, 10:51
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Hallo und guten Morgen,

Zitat:
Zitat von Humungus
Und warum sollte der Hausarzt jemanden Zwangseinweisen? Oder gibt es einen Grund dafür
Es ist nur eine Vermutung, aber die zu den Umständen passt.

Dieser Arzt ist ein sehr guter Freund und Bekannter eines näher stehenden Familienmitgliedes, die Privat schon sehr viel zusammen unternommen haben. Dieses Familienmitglied ist schon seit Jahre hinter dem jungen Mann her, und hat diesen schon des Öfteren verbal und psychisch fertig gemacht. Dieser ist zudem hinter dem Erben des jungen Mannes her, da man selber auf sehr großem Fuß lebt und inzwischen jede Menge Schulden an der Backe kleben hat.

Oder man drückt das anders aus. Man möchte wohl mit allen Mitteln versuchen, den jungen Mann als Erbunwürdig erklären zu lassen, damit man selber dann den großen Reibach machen kann und seine Schulden los ist.

Es steckt also noch mehr dahinter, warum der HA nichts unternimmt.

Im nächsten Quartal steht der Wechsel zu einem neuen Arzt an, mal abwarten was hier weiter heraus kommt, ob dann dem jungen Mann endlich mal geholfen wird.

Gruß, BlackCat77
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  #6 (permalink)  
Alt 08.03.2010, 10:59
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Eine psychische Erkrankung begründet keine Erbunwürdigkeit! Selbst der Aufenthalt in einer Psychiatrie ändert daran nichts.

Allerdings entwickele ich immer mehr Unverständnis für den Patienten, der immer wieder zu einem Arzt geht, dem er nicht vertraut und dem er sekundäre Absichten unterstellt.
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Alt 08.03.2010, 15:30
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Im eigenen Interesse ,gerade was Frührente angeht wäre es gut eine genaue Diagnose in einer neurologischen Klinik stellen zu lassen. ( wohlgemerkt Neurologie nicht Psychiatrie).
Falls keine Einweisung zu bekommen wäre, weil sich alles verschworen hat gibt es die Möglichkeit sich als Notfall wg. starker Beschwerden / Symptome aufnehmen zu lassen.
Geht am besten am Wochenende, einfach in einer Klinik mit der Fachrichtung auftauchen.
In Deutschland gilt, wer über die Krankenhausschwelle kommt, muss zumindest angeschaut werden und darf nicht einfach wieder fortgeschickt werden. Bei Ihren Beschwerden stünden die Chancen für eine stationäre Aufnahme gut.

Gute Besserung
M.-D.

Geändert von Martin-Dominik (10.03.2010 um 06:36 Uhr).
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Alt 08.03.2010, 15:47
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Zitat:
Zitat von Martin-Dominik
Geht am besten am Wochenende, einfach in einer Klinik mit der Fachrichtung auftauchen.
In Deutschland gilt, wer über die Krankenhausschwelle kommt, muss zumindest angeschaut werden und darf nicht einfach wieder fortgeschickt werden.Deshalb stünden die Chancen für eine stationäre Aufnahme gut..
Das ist der Konsumstil, der besonders den Diensthabenden gefällt. Ich kann doch einfach in der Ambulanz erscheinen, dann brauch ich keine Einweisung und muss nicht in der Sprechstunde warten.

Unglaublich! Und das mit dem Wochenende ist asozial!

Du scheinst nicht in der Ambulanz zu arbeiten, sonst wüsstest Du, was Du da empfiehlst. Im Übrigen habe ich das Gefühl, der fiktive Patient will lieber nicht ein Krankenhaus von innen sehen.
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Alt 09.03.2010, 10:45
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Doch ich weiß wovon ich rede.
Ich meinte auch mit Notfall wortwörtlich den Menschen in Not. Black cat77 schreibt ja, dass der Patient physisch und psychisch am Ende ist.
Es muss nicht immer ein perforierter Appendix sein um als Notfall zu gelten. Nur erkennen Ärzte solche Krankheitsbilder offensichtlich schneller.
Es gibt leider bei uns in Deutschland Menschen die wirklich nur nach langer Odyssee und Verzögerung zu einer nötigen Einweisung gelangen. Spontan würde ich da unter anderem an Altenheime denken.
Falls mein Beitrag als ironisch rübergekommen ist entschuldige ich mich, es war nicht meine Absicht irgendeinen Konsumstil oder etwas assoziales zu verbreiten.
Ich weiß von Menschen, die hätten sie den Mut gehabt einfach in ein Krankenhaus zu fahren oder Angehörige gehabt die sie hingebracht hätten, noch leben könnten.
Grüße
M.-D.
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Alt 09.03.2010, 11:01
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AW: Fiktive Probleme mit Arzt

Zitat:
Zitat von Martin-Dominik
Ich meinte auch mit Notfall wortwörtlich den Menschen in Not.
Klar. Der soll dann bis zum Wochenende warten, weil die Not dann angemessen in der Ambulanz behandelt werden kann...
Zitat:
Zitat von Martin-Dominik
Es gibt leider bei uns in Deutschland Menschen die wirklich nur nach langer Odyssee und Verzögerung zu einer nötigen Einweisung gelangen.
Wenn Du die Beiträge des TEs aufmerksam liest, wirst Du schnell merken, dass er einen stationären Aufenthalt nicht will.
Zitat:
Zitat von Martin-Dominik
Spontan würde ich da unter anderem an Altenheime denken.
In ein Altenheim wird nicht eingewiesen. Ein Altenheim ist eine Einrichtung der Versorgung und nicht der Behandlung...
Zitat:
Zitat von Martin-Dominik
Ich weiß von Menschen, die hätten sie den Mut gehabt einfach in ein Krankenhaus zu fahren oder Angehörige gehabt die sie hingebracht hätten, noch leben könnten.
Das ist richtig. Diesen Menschen kann man nur raten, auch bereit für einen stationären Aufenthalt zu sein. Oft ist es aber so, dass sie Angst vor einer Stigmatisierung haben ("der war in der Klapse"), und deshalb ihr Leid lieber weiter mit sich herumtragen. Ein falscher Weg!
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