Dies ist eine Diskussion zu Falsch beraten bei Kreuzbandriss innerhalb des Forums Medizinrecht
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| Falsch beraten bei Kreuzbandriss Mal angenommen Herr S spielt Fussball und ist mit einem Amateurvertrag ausgestattet. Herr S verletzt sich sehr schlimm am Knie. Er wird bei der Behandlung falsch beraten und wählt Operation A. Bei dieser Art von Operation, kann es passieren, dass nicht der gewünscht Erfolg eintritt. Aber geht einem gewissen Risiko aus dem Weg und er fällt nicht so lang aus(wenn es funktionieren sollte). Es wird ihm ja so vorgeschlagen. Herrn S wird gesagt, dass 6 Woche später ein Kontroll-MRT gemacht werden soll, um zu schauen, ob der Eingriff erfolgreich verlaufen ist. Aber dies geschieht dann erst 4 Monate später. Nun stellt sich heraus, dass die Verletzung nicht geheilt ist. Nun muss Herr S Operation B wählen. Er fällt zu den schon vergangenen 4 Monate nochmal ca. 6 Monate aus. Dadurch kann er seinen Sport nicht betreiben und muss auf Geld verzichten. Zudem kann er eine Arbeit nicht erledigen, für die er sich vorher beworben hat, wegen dem erneuten Eingriff. Kann Herr S für die falsche Beratung bzw. falsche Behandlung entschädigt werden, da den Ärzten klar war, dass er Leistungssportler ist und wegen den im nachhinein entstandenen finanziellen Einbußen? Mit freundlichen Grüßen Mad2308 |
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Was war falsch an der Beratung? Sind die Ärzte verantwortlich für die ausbleibende Heilung? Haben sie etwas gemacht oder nicht gemacht? Warum würde man so lang für den Kontroll-Untersuchung warten? Selbst als Kassenpatient könnte man ein Termin innerhalb 6-Wochen bei irgendeinem niedergelassenen Radiologen bekommen... Sind andere Behandlungsmöglichkeiten am Anfang erwähnt? Dass ein Patient ein weniger Belastbare Eingriff mit schellerer Erholungszeit erwähnt ist klar, aber das die Aerzte dafür ohne einen Fehler begangen zu haben... |
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Es wurde gesagt, dass 6 Wochen nach dem Eingriff ein Kontrolltermin gemacht werden soll, um zu gucken, ob es zusammengeheilt ist. Dies wurde aber erst 4 Monate später gemacht. Wäre es nach den 6 Wochen nicht geheilt, hätte ich Operation B wählen müssen. Dadurch hätte Herr S "nur" 6 Wochen verloren, die nicht so schlimm gewesen wären, da es normalerweise 6-9 Monate bei dieser Verletzung dauert bis man wieder belastbar ist bzw. Sport machen kann. Herr S hat Operation A gewählt, weil ihm gesagt wurde, dass der Heilungsprozess nicht so lange dauert und er einer richtigen Operation aus dem Weg gehe. Operation B wurde ihm auch gesagt. Die Ärzte wussten, dass er im Leistungsbereich Fussball spielt. Herr S hat immer ein MRT gefordert, aber es nicht gemacht. Er hatte in der Zeit schon sein ganzes Reha-Programm durchgeführt und es wurde ihm bescheinigt, dass das Knie wohl geheilt ist. Der Fall lief über die Berufsgenossenschaft. Als es sich herausgestellt hat, dass es nicht zusammengewachsen ist, wurde Herr S von diesen Ärzten gesagt, er könnte mir das weitere Verfahren aussuchen. Entweder mit "kaputten Knie" und entsprechendem Muskelaufbau weitermachen oder Operation B. Nach deren Auffassung sei es also nicht schlimm, mit gerissenem Kreuzband Sport zu machen. Ihm wurde keinerlei Risiko für mein Knie genannt. Nun hatte sich Herr S bei anderen Ärzten vorgestellt, die ihm sagten, dass sein Knie in paar Jahren total kaputt wäre und er kein Sport mehr machen könnte, falls er nicht Operation B wähle. Zudem bieten diese Ärzte Operation A gar nicht erst an, da bei statistisch gesehen bei 8/10 Leuten das Knie nicht heilt. |
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Als erstes möchte ich gerne feststellen, dass nicht der Arzt das Knie zerstört hat, sondern der Fußballspieler bzw. seine Tätigkeit. Allgemein gesagt muss geprüft werden, ob der Patient richtig beraten, richtig untersucht, richtig operiert und richtig nachgesorgt wurde. Das wird hier nicht möglich sein. Nur eines: besonders im Bereich Knieoperationen gibt es X Ärzte mit X+1 Meinungen und X+Y OP-Verfahren. Man kann aber von keinem Arzt verlangen, dass er eine Heilungsgarantie gibt. Auch bei bester Behandlung und bestem Verlauf kann so etwas passieren, wie hier beschrieben. Und noch einen Rat zum Abschluss: nach einem Kreuzbandriss sollte man aufhören, wenn man nicht spätestens mit 40 Invalide sein will. Es wird in den Medien ungerne gezeigt, aber man sollte sich mal etwas genauer informieren, was ehemalige Profis an Schmerzmitteln einwerfen und wie sie hinken. Das menschliche Knie ist von seiner Konstruktion nicht für den Gang auf zwei Beinen geeignet, und erst recht nicht für Fußball.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Zitat:
Zitat:
Wie stellst Du Dir den Werkvertrag denn vor? Vielleicht noch mit zwei Jahren Gewährleistung? Hast Du Dir schon einmal überlegt, dass man gar nicht alle Risiken ausschließen kann, weil Menschen eben kein Stück Mörtel oder Holz sind? Weißt Du, was ein Ingenieur macht, der einen Auftrag mit einem unbekannten Material oder einem unbekanntem Werkstück kriegt? Er prüft das Werkstück, so gut es geht, und schließt die Haftung für Unwägbarkeiten aus. Zitat:
Zitat:
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Zitat:
Zitat:
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Was war eigentlich im Knie kaputt und was hat man bei OP A gemacht? Und wie soll nun OP B aussehen? |
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Zitat:
Operation A war nur eine Athroskopie. Das Band wurde da quasi nur geglättet und genäht. Operation B ist eine Kreuzbandplastik, wo eine Sehne aus meinem Oberschenkel mein neues Kreuzband ist. |
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Zitat:
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| AW: Falsch beraten bei Kreuzbandriss Zitat:
Das wäre eine normale Vorgehensweise und ich kann hier keine falsche Beratung seitens der Ärzte erkennen. Hier scheint mir ein Mangel an Geduld seitens des Patienten das Hauptproblem zu sein. Bei einer solchen Verletzung ist ein Knie nie und nimmer nach 4 Monaten wieder in Ordnung, sondern ca. frühestens nach einem dreiviertel Jahr, wenn überhaupt. Probleme aber wird ein Patient, der nur noch ein Rest Meniskus im Knie besitzt immer haben. Daran ist aber kein Arzt schuld, sondern eben das Trauma, das dem Patienten widerfahren ist. Diese Art der Verletzung bedeutet das Aus für den Fußballsport. Ansonsten ruiniert der Patient sich das Knie vollkommen. Da Spieler einer Amateurliga nicht à la Dr. Müller-Wohlfahrt mit Riesenteam und viel Geld wie in der Bundesliga auf Vordermann gebracht werden, kann sich der Patient hier keine große Hoffnungen mehr machen. |
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