Dies ist eine Diskussion zu Fachärztlicher Notdienst innerhalb des Forums Medizinrecht
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| Fachärztlicher Notdienst wäre es zulässig, in einer Kommune mit über 40.000 Einwohnern, die 25-30km entfernt von der nächstgrößeren Stadt liegt, fachärztliche Not-(Bereitschafts-)dienste abzuschaffen? |
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Wie? Da gibts eine Kommune mit 40.000 Einwohnern, die nur 30 Kilometer zur nächsten Stadt hat, die noch einen eigenen fachärztlichen Notdienst hat? Kaum zu glauben. Natürlich ist die Versorgung ohne weiteres auch ohne separaten Notdienst gewährleistet. Rechtsquelle: §75 SGB V und Feststellung des Versorgungsgrades der jeweiligen KV. Wird bald alles noch besser. Versprochen.
__________________ Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz. Albert Einstein Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden. |
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Hallo Humungus, ich habe den Paragraphen zunächst nur überflogen, aber eine Antwort gibt er doch nicht. Im Gegenteil! Absatz 1 sichert zu: Zitat:
Folgender Fall ist doch denkbar: Ein Dame fängt sich gegen 19Uhr einen Fremdkörper im Auge ein, dieses reagiert auch gereizt, ist total gerötet und tränt, sie wird aber vom lokalen Klinikum unversorgt abgewiesen, weil kein Augenarzt mehr da sei. Man speist sie mit einer(noch dazu veralteten)Adresse eines niedergelassenen Augenarztes ab, der ohnehin um diese Uhrzeit gar nicht mehr erreichbar wäre. Die Rettungsleitstelle verweist auf das Klinikum in erheblicher Entfernung, wo die Patientin mit einem solchen Auge selbst überhaupt nicht hinkäme. Da sie Touristin im Ort ist, hat sie auch niemanden, der sie fahren könnte. Würde die imaginäre Patientin durch aggressive Substanzen, die ins Auge gelangt sind oder womöglich sogar einen perforierten Bulbus dauerhaften Schaden erleiden, wer wäre in diesem Falle rechtlich zu belangen? |
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| AW: Fachärztlicher Notdienst ...dass es eine Sicherstellung der Versorgung gibt. Und zwar auch außerhalb der Sprechstunden. Zitat:
Zitat:
In verschiedenen Bundesländern bestehen mittlerweile Zentralrufnummern. In anderen muss man darauf hoffen, dass ein Anrufbeantworter eines Arztes den Ansprechpartner nennt. In einer 40.000-Seelen-Stadt existieren mindestens 2 Augenärzte (Faustregel: je 10.000 Einwohner sind 1000 Scheine). Zitat:
2. kann die Akutversorgung in solchen Fällen ohne weiteres auch von jedem Feld-Wald-und Wiesenarzt geleistet werden (spülen bzw. bei der Perf. steriler Verband) 3. ist für dringende Fälle weiterhin der Rettungsdienst zuständig. Hornhautfremdkörper stellen sich übrigens seltenst sofort vor, sondern meist erst nach einem Fußballspiel/einem Ladenshopping und auch gerne erst nach drei Tagen ("....heute ists BESONDERS schlimm") Nun könnte man natürlich einen Fall konstruieren, bei dem durch eine um eine Stunde verzögerte Versorgung ein Schaden entstünde (Erosio-aggressive Keime- Ulcus-Narbe). Nur ist das erstens extrem unwahrscheinlich und zweitens ein Bereich des allgemeinen Lebensrisikos. Niemand hat ein Anrecht darauf, dass ein Arzt ihn Tag und Nacht begleitet. Und einen Arzt innerhalb von einer Stunde zu erreichen reicht für den "Standard-Notfall" locker. Aber die Diskussion ist ja eh müßig. Wenn es nach einem Optiker-Berufsverband geht, werden solche Kleinigkeiten bald von den Optikern erledigt. Und davon gibts ja überall welche. Dann können die sich damit herumschlagen.
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Danke Humungus, die Dame könnte durchaus einen Optiker gefragt haben, ob er sich nicht das Auge ansehen könnte, doch der würde ja ablehnen müssen, da er keine Diagnosen stellen und oder Heilkunde ausüben darf. ;-) Ich gehe davon aus, dass es in einem Krankenhaus von Feld-,Wald- und Wiesenärzten nur so wimmelt, trotzdem schickt man die Dame ohne jede Hilfe zum (gar nicht mehr vorhandenen) Niedergelassenen. Der Absatz 1 von §75 und das "hoffen müssen", dass ein AB eines Augenarztes den richtigen Ansprechpartner nennt, widersprechen sich. Wie es in meinem -freilich fiktiven- Fall auch war, war die Dame als Touristin in fremder Gegend unterwegs und musste hoffen, dass sich jemand nicht zu schade zum Telefonieren ist. Das hat ja dann ein Optiker auch übernommen. Dieser Optiker hat dann ja die Rettungsleitstelle angerufen, die ihn immerhin direkt mit dem Ärztlichen Dienst verband, der dafür sorgte, dass wenigstens ein Feld-,Wald- und Wiesenarzt nach der Dame sieht und sie ggf. ins Klinikum der Großstadt bringen lässt. Diese kleine Dienstleistung hätte nach meinem Rechtsempfinden schon die Provinzklinik erbringen müssen, wenn es schon keinen Notdienst mehr gibt. Ein Taxi muss sofort und in bar bezahlt werden und ist auf 50km (hin und zurück, ggf. plus Wartezeit) nicht billig. Es setzt voraus, dass man es sich gerade leisten kann. Mir scheint, Notfallhilfe wird von Zufälligkeiten abhängig gemacht: Ich müsste mir zufällig gerade dann was passieren, wenn noch ein Facharzt erreichbar ist. Falls nicht, müsste ich zufällig genug Bares für ein Taxi in der Tasche haben ansonsten müsste ich zufällig jemanden kennen, der Zeit hat, mich zur Klinik zu fahren Überhaupt: Ich muss mich zufällig auskennen, bei wem ich überhaupt um Hilfe ersuche. Für mich sieht eine Sicherstellung der Notversorgung (außerhalb der Sprechzeiten) anders aus. |
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Zitat:
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Zitat:
Zitat:
ach ja, auch das wird besser werden, wenn Rhön und Konsorten erst einmal die Rosinen aufgepickt haben und der Rest verwaist ist...Zitat:
- ein Facharzt immer und jederzeit vor Ort ist - eine Fahrgelegenheit kostenlos ist Mal hart gesagt: ein Hornhautfremdkörper kann gut und gerne auch bis zum nächsten Tag warten. Salbe aus der Apotheke (moderne Zeiten, nicht wahr? OTC), Eis drauf und Ruhe. Hier im Sachverhalt war lediglich das Problem, dass das Krankenhaus nicht wusste, wer Dienst hat. Hat der Optiker das vielleicht mal im Nachhinein erforscht? Ich wette, dass es da jemanden gab! Nur mal so: ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass beispielsweise Zahnärzte am Wochenende kaum zu erreichen sind. Muss man sich eben auf die Socken machen oder Tabletten nehmen.
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Zitat:
Es gäbe lt. KV sehr wohl einen Notdienst, nur weiß keiner davon!! ![]() Die Dame, die sich sehr eingehend mit mir unterhielt, kann sich die Fehlinfos nicht erklären, sie zögen aber auf jeden Fall "Belehrungen" und künftige Kontrollanrufe nach sich! Humungus, was ist denn das für ein Saustall?? Ich bin schockiert! Zitat:
Hier hast Du vollkommen recht behalten! Danke! |
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| AW: Fachärztlicher Notdienst die Ärzte, die den Dienst haben, sehr wohl, aber die werden leise wie die Mäuschen sein...man kann davon ausgehen, dass die Ärzte quartalsweise eine Info kriegen, wer wann Notdienst hat.Zitat:
- Ärzte keine Lust haben, rund um die Uhr zu arbeiten - 75 Prozent der Leute im Notdienst keine Notfälle sind - es für die Behandlung während des Notdienstes/der Nacht bei GKV-Mitgliedern sogar noch weniger Honorar gibt als für eine Behandlung am Tag (!) - der Solidaritätsgedanken erlischt. Warum wohl... Zitat:
Das Thema ist eigentlich noch umfangreicher: - prinzipiell ist jeder Kassenarzt rund um die Uhr im Einsatz - aber nur für seine Patienten. Durch die Bildung von Dienstgruppen wurde dies verändert.
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Zwischenbescheid zur Info: Ich habe eine Petition beim Bundestag eingereicht. Ich möchte erreichen, dass es eine Veröffentlichungspflicht der Notdienstpläne gibt. Dazu wird derzeit auf eine Stellungnahme der Bundesregierung gewartet... |
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| AW: Fachärztlicher Notdienst Zitat:
Einfach mal die Kassenärztliche Vereinigung des jeweiligen Bundesamtes ergooglen. Auch in den Tageszeitungen wird dieser genannt. |
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