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chronischer Schmerz

Dies ist eine Diskussion zu chronischer Schmerz innerhalb des Forums Medizinrecht

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Alt 13.02.2009, 18:34
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chronischer Schmerz

Was kann ein chronisch Schmerzkranker machen das er beim Arzt so behandelt wird, dass er wieder am Arbeitsleben teilhaben kann?
Kann ein Patient seinen Arzt verklagen. wenn der ihm eine ausreichende Therapie verweigert?
Wie kann sich ein Patient davor Schützen, dass eine Medikation gegen seinen Willen abgesetzt wird?
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Alt 13.02.2009, 19:44
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AW: chronischer Schmerz

Zitat:
Zitat von Patrick83
Was kann ein chronisch Schmerzkranker machen das er beim Arzt so behandelt wird, dass er wieder am Arbeitsleben teilhaben kann?
Was meinst Du mit dieser Frage?
Zitat:
Zitat von Patrick83
Kann ein Patient seinen Arzt verklagen. wenn der ihm eine ausreichende Therapie verweigert?
Kassenpatient? Dann hat der Patient das Recht auf eine Behandlung, die wirtschaftlich, angemessen, notwendig und zweckmäßig ist.

Natürlich kann ein Patient seinen Arzt verklagen. Er muss dann glaubhaft darlegen, dass dieser eine Pflichtverletzung entgegen dem Dienstvertrag begangen hat.
Zitat:
Zitat von Patrick83
Wie kann sich ein Patient davor Schützen, dass eine Medikation gegen seinen Willen abgesetzt wird?
Er kann mit dem Arzt reden und ihn davon überzeugen, dass dessen ärztliche Entscheidung falsch ist.

Übrigens: bei Unzufriedenheit mit dem Arzt rate ich zum Einholen einer Zweitmeinung. Oft wird dann klar, wer auf dem Holzweg ist: der Arzt oder der Patient.
__________________
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
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  #3 (permalink)  
Alt 13.02.2009, 20:47
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AW: chronischer Schmerz

Zitat:
Was meinst Du mit dieser Frage?
Es ist oft so das Schmerz-Patienten nicht mehr arbeiten gehen können, weil Ärzte ihre möglichkeiten nicht voll auschöpfen.


Zitat:
Kassenpatient? Dann hat der Patient das Recht auf eine Behandlung, die wirtschaftlich, angemessen, notwendig und zweckmäßig ist.

Eigentlich müsste den Krankenkassen wohl auch etwas daran liegen wenn ihre Mitglieder Arbeitsfähig sind? Es geht darum dass das BtmG es den Ärzten unheimlich schwierig macht Opiate zu verschreiben. Deswegen scheuen sich die meisten Ärzte davor Opiate zu verschreiben und finden immer neue Gründe warum es schlecht für den Patienten ist obwohl der sich als chronisch Schmerzkranker oft nichts anderes wünscht, als den Schmerz mit Opiat betäuben zu können. Eigentlich dürfte es für einen Arzt ja kein Problem so ein Rezept zu beantragen.


Zitat:
Er kann mit dem Arzt reden und ihn davon überzeugen, dass dessen ärztliche Entscheidung falsch ist.
Und wenn der nicht mit sich reden lässt, was dann? Bei dem Patienten würde das Absetzen eines Schmerzmittels u.U. zu unerträglichen Schmerzen führen. Wäre das dann nicht schon fast Körperverletzung?
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  #4 (permalink)  
Alt 13.02.2009, 22:41
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AW: chronischer Schmerz

Ist denn dieser Patient bei einem Arzt in Behandlung, der sich auf Schmerztherapie spezialisiert hat?
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Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
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  #5 (permalink)  
Alt 13.02.2009, 22:58
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AW: chronischer Schmerz

Zitat:
Zitat von Patrick83
Es ist oft so das Schmerz-Patienten nicht mehr arbeiten gehen können, weil Ärzte ihre möglichkeiten nicht voll auschöpfen.
Dann geht man zu Ärzten, die das tun.
Zitat:
Zitat von Patrick83
Es geht darum dass das BtmG es den Ärzten unheimlich schwierig macht Opiate zu verschreiben.
Das können die Kranken Kassen nun einmal nicht ändern, sondern nur der Gesetzgeber.

Abgesehen davon ist die Opiatverschreibung für Ärzte ausgesprochen einfach. Man muss nur die Bürokratismen beherrschen.
Zitat:
Zitat von Patrick83
Deswegen scheuen sich die meisten Ärzte davor Opiate zu verschreiben und finden immer neue Gründe warum es schlecht für den Patienten ist obwohl der sich als chronisch Schmerzkranker oft nichts anderes wünscht, als den Schmerz mit Opiat betäuben zu können.
Die Art und Weise, wie Du über Ärzte redest, zeigt, dass Du kein Vertrauen in sie hast. Abgesehen davon fehlt Dir die Fachkenntnis, weiterhin generalisierst Du.

Schon mal daran gedacht, dass auch Opiate keine Drops sind, und die Einnahme von Opiaten zwar schmerzfrei, aber nicht unbedingt arbeitsfähig machen kann? Oder meinst Du, man wirft einfach ein wenig Morphin ein, die Schmerzen sind weg und alles ist o.K?
Zitat:
Zitat von Patrick83
Bei dem Patienten würde das Absetzen eines Schmerzmittels u.U. zu unerträglichen Schmerzen führen.
Wurden die Schmerzmittel denn tatsächlich schon einmal abgesetzt? Ein Patient, der Angst vor einer Therapieänderung hat, weil "u.U." etwas unangenehmes passieren könnte, ist meiner Meinung nach fixiert und muss auch in diese Richtung therapiert werden.
Zitat:
Zitat von Patrick83
Wäre das dann nicht schon fast Körperverletzung?
Nur, wenn es eine bessere Alternative gäbe.

Ed van Schleck hat recht: der Patient sollte einen Schmerztherapeut aufsuchen, der mit dem behandelnden Arzt zusammenarbeitet.
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Alt 14.02.2009, 09:47
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AW: chronischer Schmerz

Zitat:
Wurden die Schmerzmittel denn tatsächlich schon einmal abgesetzt? Ein Patient, der Angst vor einer Therapieänderung hat, weil "u.U." etwas unangenehmes passieren könnte, ist meiner Meinung nach fixiert und muss auch in diese Richtung therapiert werden.

Bei Herr A wurden die Schmerzmittel schon einmal abgesetzt, er hat aber mit seinem Arzt kooperiert und ihm voll vertraut, dass es das beste für ihn wäre. Herr A wurde aber entgegen der Versprechen seines Arztes wieder schwer krank, musste seine Ausbildung beenden und lebt seitdem von Hartz 4.
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Alt 14.02.2009, 11:17
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AW: chronischer Schmerz

Dafür ist aber nicht das Absetzen der Schmerzmittel verantwortlich, sondern die zugrundeliegende Erkrankung.

Welche wäre das denn?
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Alt 14.02.2009, 12:07
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AW: chronischer Schmerz

Zitat:
Dafür ist aber nicht das Absetzen der Schmerzmittel verantwortlich, sondern die zugrundeliegende Erkrankung. Welche wäre das denn?

Es geht hier nicht um Herr A´s Problem sondern um ein gesellschaftliches Problem. Immerhin nehmen sich jedes Jahr ca. 3000 Menschen alleine in Deutschland das Leben wegen unerträglicher Schmerzen. Glauben Sie das jedes Jahr ca. 3000 Ärzte wegen Behandlungsfehlern bestraft werden? Wohl eher nicht!
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Alt 14.02.2009, 12:26
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Zitat:
Zitat von Patrick83
Es geht hier nicht um Herr A´s Problem sondern um ein gesellschaftliches Problem.
Eine Erkrankung des Herrn A ist sehr wohl zunächst einmal sein persönliches Problem und nicht das der Gesellschaft!

Es gilt diese Grunderkrankung zu diagnostizieren und zu behandeln. Mit Opiaten betäubt man nur.
Für bereits chronisch gewordene Schmerzen gibt es Ärzte, die sich auf Schmerztherapien spezialisiert haben. Die Teilnehmer dieses Threads hatten das bereits angeführt.
Herr A möchte einen solchen Arzt aufsuchen, bzw. seinen Hausarzt bitten, ihn dorthin zu überweisen.

Herr A bedenkt nicht , dass ein mit Opiaten zugestopfter Patient auf Dauer für ein Unternehmen etc. kein vollwertiger Arbeitnehmer ist. Er könnte demnach auch aufgrund seiner ständigen Schmerzmitteleinnahme irgendwann seinen Arbeitsplatz verlieren.

Das Ziel einer jeden Schmerztherapie ist es, auf Dauer einen überwiegenden Zustand der Schmerzfreiheit bei langsam abnehmender Schmerzmitteleinnahme bis hin zum Verzicht dieser, zu erreichen.

Herr A möchte sich um eine Schmerztherapie bemühen. Kein Arzt wird ihm eine solche versagen wenn notwendig.
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  #10 (permalink)  
Alt 14.02.2009, 12:26
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Ja und? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Jeder chronische Schmerzpatient sollte zu einem Arzt mit entsprechender Qualifikation gehen.

Übrigens: die Schlichtungsstellen des Landesärztekammern, die nun wirklich nicht gerade patientenfreundlich sind, sprachen im Jahr 2007 zugunsten von ca. 2200 Patienten von einem Behandlungsfehler.
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